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AL-Info Nr. 50 Oktober/November 1999 |
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Abt.: Wissenschaft und Wahnsinn Filmreihe gegen Gentechnik
Die Kölner Region droht, zur Gentechnik-Hochburg zu werden. Nicht nur das Max-Planck-Institut (MPI), auch die Universität (Biologie) und einige Firmen wie BAYER oder Madaus bedrohen Menschen und Natur mit Genforschung und demnächst auch Genproduktion. Landes- und Bundesregierungen fördern diese Vorhaben mit Millionen von Mark. Die Stadt Köln setzt auf den Ausbau der Gentechnik als vermeintlicher Wachstumsbranche. Ihr wichtigstes Projekt: das rechtsrheinische Gentechzentrum in Köln-Kalk. Medien, Wissenschaft und Politik behaupten, dass der Gentech-Zug abgefahren sei. Aber die Ablehnung insbesondere von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln und Manipulationen am menschlichen Erbgut ist nach wie vor weit verbreitet. Die vorhergesagten phantastischen Umsätze mit Gentechnik-Produkten sind bisher nicht Realität geworden. Internationale Boykotte gegen Gen-Soja und die Massenaktionen von indischen BäuerInnen gegen Gentechnik-Baumwolle haben dem Hersteller Monsanto inzwischen rote Zahlen in seiner Bilanz beschert. Nestles Gen-Riegel "Butterfinger" wird wieder vom Markt genommen. Wichtige Lebensmittelketten, darunter Aldi, erklärten anläßlich der Anuga ihren Ausstieg aus der Vermarktung von gentechnisch erzeugten Lebensmitteln. In einigen europäischen Ländern wurden Teilmoratorien durchgesetzt. Und immer neue Pannen wie im Juni 1998 ein Skandal um gefälschte Meßergebnisse bei Versuchen im Kölner Max-Planck-Institut, stellen die Gentechnikforschung ins Zwielicht. Die Gruppe "BürgerInnen beobachten Petunien" stellt in Zusammenarbeit mit dem Projektbereich Ökologie der Alternativen Liste durch eine regelmäßige Filmreihe aktuelle Themen aus der Auseinandersetzung um die Destruktivkraft Gentechnik vor und bieten einen öffentlichen Anlauf-punkt an für diejenigen, die in die Anti-Gentechnik-Diskussionen und -Arbeit reinschnuppern wollen oder sich vielleicht selbst am ökologischen Widerstand beteiligen möchten. Die Filme werden jeden letzten Montag im Monat gezeigt, ab 19 Uhr im BürgerInnenzentrum "Alte Feuerwache", Melchiorstr. 3 (neben dem StudentInnenwohnheim Sudermannplatz). Das Programm:
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