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AL-Wahlzeitung 1999/2000 |
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Die Ökologiepolitik der Alternativen Liste Inzwischen ist alles "ökologisch" - wenn beim Verlassen des Raumes das Licht ausgemacht wird, wenn Menschen 5-Liter-Autos fahren und dafür fünf Mark pro Liter bezahlen oder recycelbare Einmal-Fotoapparate benutzen. Selbst die Firmenwerbung von rücksichtslosen Naturzerstörern wie Bayer oder Siemens schmückt sich inzwischen mit dem Etikett "Umweltschutz". Was allerdings das betriebswirtschaftlich motivierte Einsparen einiger teurer Rohstoffe mit der tatsächlichen Übernahme ökologischer Leitlinien zu tun hat - und damit mit dem Stopp der Herstellung einer ganzen Reihe von umweltzerstörenden Gütern, wie zum Beispiel den meisten PKWs auf Erdölbasis oder Produkten der Chlorchemie -, ist schleierhaft. Wer an der Hochschule sinnvolle und wirksame ökologische Politik statt Umweltkosmetik machen will, der/die muss sich erst einmal über die typischen naturzerstörerischen Wirkungen im Klaren werden, die von den Hochschulen ausgehen. Und das sind weniger die Plastikbecher und Coladosen (die es leider überall noch gibt), als vielmehr die Grundlagenforschungen für ein naturzerstörerisches, auf Profit ausgerichtetes Industriesystem und die Propaganda für entsprechende Ideologien ("Natur ist beliebig ausbeutbarer Rohstoff"). Linke ökologische Politik an der Hochschule betreibt also zum einen eine scharfe Wissenschaftskritik und greift zweitens gezielt die schlimmsten Erscheinungsformen von Naturzerstörung an, wie zum Beispiel Atomkraftwerke, Autobahnbau, Transrapid, zerstörerische und krankmachende Landwirtschaft hier und in der "3. Welt". Ohne eine Kritik der kapitalistischen Profit- und Warenproduktion, der die konkreten Gebrauchswerte von Natur und die Bedürfnisse der Menschen egal sind, bleibt Umweltpolitik zahn- und ergebnislos. Was bringt zum Beispiel eine sogenannte "Ökosteuer", die für die gutverdienenden umweltverschmutzenden Konzerne kein Problem darstellt und die für Menschen mit geringem Einkommen nur neue finanzielle Belastungen bringt? Es sind Ablass-Maßnahmen, die am falschen Produktions- und Konsumsystem nichts ändern und für einige wenige Unternehmen einen neuen Markt für sogenannte "Umwelttechnik" erschließen. Es geht darum, Konzernen wie Siemens (AKW-Neubauten), Shell (Erdölförderung unter anderem in Nigeria und der Nordsee) und Daimler/Chrysler (Autoproduktion, Luftfahrt, Rüstung) das Handwerk zu legen. Die an der Hochschule vorherrschend betriebene Wissenschaft ist ein Teil dieses Problems. Sie stellt das Know how für Chlorchemie, Gentechnik, autofixierte Verkehrspolitik etc. zur Verfügung und sichert ihre Rahmenbedingungen. Ein Beispiel ist die wissenschaftliche Unterstützung des Baus des Transrapids durch die Berechnung ökologisch zerstörerischer Trassenführungen von Hochgeschwindigkeitszügen durch das Institut für Verkehrsökonomie. Ökologische Politik heisst für uns:
Andrea Capitain mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |