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AL-Info Nr. 54 Januar/Februar 2000


 

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Bundsweite Demonstration am 5. Februar 2000 in Berlin:

Für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal


Seit seiner Verurteilung im Sommer 1982 wird Mumia Abu-Jamal unter menschenunwürdigen Bedingungen in Todestrakten US-amerikanischer Gefängnisse festgehalten. Er soll zum Schweigen gebracht werden, weil er als unbequemer Journalist mit seinen Reportagen den Rassismus und die Unterdrückung von Minderheiten in den USA anklagte und sie auch aus der Todeszelle heraus weiter mit Veröffentlichungen bekämpft. In einem rassistisch motivierten Prozeß wurde Abu-Jamal 1982 wegen des angeblichen Mordes an einem Polizisten zum Tode verurteilt. Das US-Justizsystem hält trotz aller angetretenen Gegenbeweise und trotz der Widerrufe von ehemaligen Belastungszeugen an der Verurteilung fest. Vom 13. bis zum 27. Oktober 1999 war bereits ein Hinrichtungstermin angesetzt gewesen.

Nun ist das Bundes-Bezirksgericht für den Fall Mumia Abu-Jamal zuständig. Nach der einstweiligen Aussetzung der Hinrichtung prüft es die vorgelegten Beweise für Mumia Abu-Jamals Unschuld und die Manipulationen des ersten Prozesses. Es ist die entscheidende Instanz für das Leben von Mumia. Jetzt, in dieser entscheidendes Phase, werden international und in der BRD die Anstrengungen intensiviert, um den staatlichen Mord zu verhindern und einen Erfolg gegen die immer extensiver eingesetzte Todesstrafe zu erringen. Ein wichtiger Teil dieser Anstrengungen ist eine bundesweite Demonstration am Samstag, den 5. Februar in Berlin.

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Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 18.03.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de