AL-Logo

AL-Wahlzeitung 2001/2002


 

 Startseite
- - - - - - - - - - - -

 Selbstdarstellung
 Kontakt
 AL-Info
- - - - - - - - - - - -

 Antifaschismus
 Antimilitarismus
 Antirepression
 Bildungspolitik
 Biopolitik
 Kultur
 Ökologie
 Soziales
- - - - - - - - - - - -

 StudentInnenschaft
 AStA
- - - - - - - - - - - -

 Service
 Termine
 Links
- - - - - - - - - - - -

 AL-Archiv
 Suche

Zeit für einen AStA-Wechsel!

Auch in der studentischen Politik gibt es Traditionen. Und traditionell kritisiert die Opposition zur Wahlzeit den amtierenden AStA wegen allem, was er in ihren Augen falsch gemacht hat. Das wird in diesem Jahr nicht nötig sein, bedürfte es dazu doch irgendwelcher Positionen, die der AStA im letzten Jahr vertreten hätte, irgendwelcher Arbeit, die im AStA geleistet worden wäre. Der AStA aus Unabhängigen, Lust und RCDS zeichnete sich vor allem durch völlige Untätigkeit aus.

Zu allgemeinpolitischen Themen war angesichts der Beteiligung des RCDS von diesem AStA ohnehin keine Arbeit zu erwarten. Der CDU/CSU-Ableger RCDS spricht StudentInnenvertretungen das Recht ab, sich zu so genannten allgemeinpolitischen Themen zu äußern. Nach wie vor begreift er die Hochschule als Insel, in der zwar ständische Politik gemacht, diese aber nicht in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang gebracht werden darf, in den jeder Bereich der Hochschulpolitik gehört. Dass der AStA aber so weit gehen würde, dem studentischen Friedensbündnis an der Uni Köln auch auf Anfrage hin jede finanzielle Unterstützung zu versagen, da es sich "nicht um eine studentische Angelegenheit" handele, ist schon ein starkes Stück. Dass er sich auch auf der StudentInnen-Demo gegen den Krieg nicht sehen ließ, ist wenigstens konsequent.

Auch im Bereich Bildungspolitik tat sich nahezu nichts. Außer ein paar lauen Artikeln in der Rückmeldung hatte das AStA-Bildungspolitikreferat nichts zu bieten: Weder unterstützte es die studentischen Proteste an der PH gegen die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, noch engagierte er sich vehement gegen die in verschiedenen Fachbereichen bereits eingeführte Zwangsberatung.

Zudem verweigerte er dem bundesweit arbeitenden Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) lange jedwede finanzielle Unterstützung.

Noch nicht einmal vor der Zusammenstreichung seiner eigenen Beratungen schreckt der AStA zurück: Unter windigen Vorwänden wurde bisher drei langjährigen BAföG-BeraterInnen gekündigt, obwohl es an deren kompetenter Beratung nichts zu kritisieren gab. Stattdessen wurden schlecht eingearbeitete neue Leute eingestellt, deren einzige Qualifikation eine eintägige Schulung durch das BAföG-Amt ist. Auch die AusländerInnenberatung läuft weiter auf Sparflamme: Für die im letzten Jahr gegangene Beraterin ist noch immer keine Nachfolgerin eingestellt worden, sodass nur 50 Prozent der früheren Beratungszeiten aufrecht erhalten werden können.

Und natürlich - wenn der AStA selbst schon nichts hinkriegt, dann soll auch bloß kein anderer besser sein, scheint man sich gedacht zu haben und strich ohne Rücksprache mit den Fachschften der von diesen verwalteten Uniweiten Fachschaftenkoordination (Uni-FSK) kurzerhand die Sach- und Personalmittel. Begründung: Die Uni-FSK mache nichts - und wenn doch, dann das Falsche. Viele Fachschaften protestierten erfolglos gegen diese Bevormundung, der AStA, insbesondere der Bildungspolitikreferent Leif Kniggendorf von der "FachschafterInnenliste" Lust wusste es besser. Die Veranstaltungen der Uni-FSK werden seitdem notdürftig von einzelnen Fachschaften finanziert, die ProjektleiterInnen arbeiten unentgeltlich.

Sparpolitik allerorten, der AStA hält sein Geld zusammen. Fragt sich nur wofür - selber tut er nix.

mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm
   

Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 18.03.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de