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AL-Wahlzeitung 2001/2002 |
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Friedensbündnis 11. September 2001 - Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon. Die Welt gerät in Aufruhr - die Politik spricht von einem Anschlag auf die "zivilisierte" Welt. Keine vier Wochen später gibt es die nächsten Toten, diesmal in Afghanistan. Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg - die Bevölkerung leidet unter bitterer Armut und unter Hunger. Schon allein der gewaltige Truppenaufmarsch des größten Militärapparates löste eine Flüchtlingskatastrophe aus. Kollateralschäden werden zum Tagesthema - die USA fangen an, ein ohnehin schon zerstörtes Land in Grund und Boden zu bomben. Gerhard Schröder bekundet seine bedingungslose Unterstützung. Können Bomben die richtige Antwort auf den Terror sein? Unsere Antworten sehen anders aus. Aber: Kann kritisches Hinterfragen ausreichend sein? Wir meinen nein. Wir wollen, dass StudentInnen sich wieder durch Proteste Gehör verschaffen. Es kann nicht sein, dass die vielbeschworene "geistige Elite" sich nicht artikuliert und an Universitäten nichts passiert. Spontan initiieren wir ein Treffen, dreißig StudentInnen kommen, um sich für den Frieden zu engagieren. Zwei Wochen später demonstrieren 1500 StudentInnen vor der Universität gegen den Krieg. Mittlerweile ist unser studentisches Bündnis für den Frieden auf 150 Leute angewachsen. Damit sind wir die größte freie politische Gruppierung an der Universität Köln. Der Krieg in Afghanistan war für viele von uns das Schlüsselerlebnis, sich wieder politisch zu betätigen. Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass StudentInnen ihre Interessen artikulieren können und bereit sind, für politische Forderungen auf die Straße zu gehen. Doch auch in anderen Bereichen müssen wir uns wieder Gehör verschaffen. Die Sicherheitspolitik Schilys, die mit Terrorbekämpfung nichts zu tun hat, die Bildungspolitik der EU, die auf lange Sicht das gesamte Bildungswesen privatisieren will oder die Bekämpfung des Nord-Süd-Gefälles - es gibt viel zu tun. Es kann nicht sein, dass wegen des Verbots des so genannten Allgemeinpolitischen Mandats diese Themen im StudentInnenparlament (SP) gar nicht mehr behandelt, ja sogar ignoriert werden. Das kann nicht im Interesse der StudentInnenschaft der größten Universität Deutschlands sein. Wir wollen, dass die Universität Köln wieder eine politische wird, dass an unserer Hochschule wieder diskutiert wird. Wir wollen, dass kritisches Hinterfragen wieder stattfindet - und zwar aktiv. Gesellschaftliches Engagement in Form von politischer Arbeit muss an unserer Universität wieder vom AStA unterstützt werden - denn nur dann sind wieder viele Menschen politisierbar. Dafür möchten wir uns einsetzen. Studentisches Friedensbündnis Uni Köln mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |