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TÖB/Türkei

Die strategische Bedeutung der Türkei für die Einflussnahme in der Region um das Kaspische Meer nimmt zu. Zudem dient die Türkei als Zugang zu Zentralasien, als zentraler Stützpunkt für die Stabilitätspolitik im Nahen Osten und wird als NATO-Partner für den andauernden Krieg gegen den Irak gebraucht. Ihr ist es deshalb auch erlaubt, ungehindert KurdInnen militärisch zu bekämpfen und zu vertreiben und oppositionelle Gruppen zu verfolgen.

Auch die StudentInnenschaften sind Zielobjekte der Militärs und der Polizei. Die Hochschulen in der Türkei stehen seit 1981 unter der direkten Kontrolle des Militärs. Uniformierte Polizeispitzel sitzen mit in den Lehrveranstaltungen; auf dem Unigelände ist Militär stationiert. Politische Aktivitäten werden durch Exmatrikulationen und Entlassungen zu unterbinden versucht. Trotzdem kommt es an den Hochschulen immer wieder zu Streiks und Aktionen gegen Studiengebühren, die unsere solidarische Unterstützung finden.

Die BRD ist aus verschiedenen Gründen mitverantwortlich für die repressiven Zustände in der Türkei: Durch Waffenlieferungen (Leopard-Panzer, Waffenfabriken), durch die Verweigerung von Asyl für politische Flüchtlinge und Opfer des schmutzigen Kriegs in Kurdistan, durch Wirtschaftshilfe und Kredite.

Die Auswirkungen der politischen Verfolgung in der Türkei sind - besonders für die kurdischen StudentInnen - bis in die BRD wirksam, zum Beispiel wenn dem kurdischen Studierendenverband YXK vom Rektorat Räume für Veranstaltungen verweigert werden oder wenn faschistische "Graue Wölfe" fast ungehindert als gegnerisch eingestufte türkische/kurdische StudentInnen bespitzeln dürfen. Zusätzlich werden hier aufgewachsene StudentInnen türkischer/kurdischer Herkunft durch ein völkisches Staatsangehörigkeitsrecht diskriminiert.

Der Türkische Studierendenverband an der Uni Köln (TÖB) ruft zur Wahl der Alternativen Liste auf.

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Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 18.03.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de