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AL-Wahlzeitung 2002/2003 |
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Türkischer Studierendenverband TÖB ruft zur Wahl der AL auf Die strategische Bedeutung der Türkei für die Einflussnahme in der Region um das Kaspische Meer nimmt zu. Zudem dient die Türkei als Zugang zu Zentralasien, als zentraler Stützpunkt für die Stabilität im Nahen Osten und wird als NATO-Partnerin für den kommenden Krieg gegen den Irak gebraucht. Ihr ist es deshalb auch erlaubt, ungehindert KurdInnen militärisch zu bekämpfen und zu vertreiben sowie oppositionelle Gruppen zu verfolgen. Auch die StudentInnenschaften sind Zielobjekte der Militärs und der Polizei: Die Hochschulen in der Türkei stehen seit 1981 unter der direkten Kontrolle des Militärs. Uniformierte Polizeispitzel sitzen mit in den Lehrveranstaltungen; auf dem Universitätsgelände ist Militär stationiert. Politische Aktivitäten versucht man durch Exmatrikulationen und Entlassungen zu unterbinden. Trotzdem kommt es an den Hochschulen immer wieder zu Streiks oder zu Aktionen gegen Studiengebühren, die unsere solidarische Unterstützung finden. Die BRD ist aus verschiedenen Gründen mitverantwortlich für die repressiven Zustände in der Türkei: Durch Waffenlieferungen (Leopard-Panzer, Waffenfabriken), durch die Verweigerung von Asyl für politische Flüchtlinge und Opfer des schmutzigen Krieges in Kurdistan, durch umfassende Wirtschaftshilfe und Kredite. Die Auswirkungen der politischen Verfolgung in der Türkei sind - besonders für die kurdischen StudentInnen - bis in die BRD wirksam, beispielsweise wenn kurdischen StudentInnen vom Rektorat Räume für Veranstaltungen verweigert werden oder wenn faschistische "Graue Wölfe" und der türkische Staatsschutz fast ungehindert als gegnerisch eingestufte türkische oder kurdische KommilitonInnen bespitzeln dürfen. Zusätzlich werden die hier aufgewachsenen StudentInnen türkischer oder kurdischer Herkunft durch ein völkisches deutsches Staatsangehörigkeitsrecht diskriminiert. Der Türkische Studierendenverband an der Universität Köln (TÖB) ruft auf zur Wahl der Alternativen Liste. mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |