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AL-Wahlzeitung 2002/2003 |
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Arbeitskreis kritischer JuristInnen (AKJ) Unser Anliegen ist es, gesellschaftspolitische und theoretische Bezüge des Rechts herzustellen. Wir finden, dass diese in der universitären Ausbildung viel zu wenig berücksichtigt werden. Das führt nicht nur dazu, dass die Rechtswissenschaft nicht umfassend gelehrt wird, das Studium weniger Spaß macht als es könnte; sondern es hat auch gesamtgesellschaftliche Konsequenzen, da die StudentInnen nicht zu selbständig kritischem Denken ausgebildet werden. Das macht sich schon während der Ausbildung bemerkbar. Viele fühlen sich im Massenbetrieb der Hochschule unzureichend gefördert, überfordert und alleingelassen. Aber keineR glaubt, etwas verändern zu können. Wir wirken dem entgegen, indem der Arbeitskreis kritischer JuristInnen (AKJ) Themen bearbeitet, die im Lehrplan nur am Rande oder gar nicht vorkommen. In den letzten Semestern haben wir uns mit Rechtswissenschaft im Dritten Reich, Umweltpolitik, dem Lebenspartnerschaftsgesetz und innerer Sicherheit beschäftigt. Auf hochschulpolitischer Ebene unterstützen wir die Examensvorbereitung ohne Repetitorium. Einerseits, weil wir kommerzielle Repetitorien ablehnen und uns nicht damit abfinden wollen, dass die Universitäten ihren Bildungsauftrag nicht mehr angemessen wahrnehmen. Auf der anderen Seite, weil wir glauben, dass eine selbständige Examensvorbereitung "ohne Rep" den StudentInnen, indem sie selbstbestimmt lernen und ihre eigenen Methoden finden können, in der Regel zu befriedigenderen Ergebnissen in ihrem Studium verhelfen wird. Hauptsächlich wollen wir unsere KommilitonInnen nicht nur zur Wahl, sondern auch zur Mitarbeit außerhalb der studentischen Gremien anregen. Wir wünschen uns, dass sich in einer Zeit, in der hochschulpolitisches und gesellschaftspolitisches En gagement immer weniger und immer schwieriger zu werden scheint, wieder mehr StudentInnen bewusst werden, dass es Gestaltungsmöglichkeiten gibt und diese wahrnehmen. Der politische Prozess mit Bewusstseinsbildung, Auseinandersetzung und Kritik macht Spaß und führt zu Veränderungen. Maike Hellmig mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |