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AL-Info Nr. 75 Juni/Juli 2003 |
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Kurzmeldungen BAföG-Datenabgleich Mit einer groß angelegten Datenüberprüfung versucht das Bundesbildungsministerium offenbar. einen Teil der Kosten für die leichte Verbesserung des BAföGs wieder einzuspielen. Die Daten sämtlicher BAföG-EmpfängerInnen wurden ohne gesetzliche Grundlage mit den Freistellungsaufträgen für Bankguthaben abgeglichen. Dabei flogen viele StudentInnen auf, die über ein im BAföG-Sinne zu hohes Vermögen verfügten. Sensationsgierig werden jetzt Einzelfälle in den Medien hochstilisiert. StudentInnen werden so als potenzielle SozialschmarotzerInnen kriminalisiert. Dabei wird ignoriert, dass die Ergebnisse Konsequenz einer Studienförderungspolitik sind, die StudentInnen in wirtschaftliche Abhängigkeit von ihren Eltern bringt. Diese Situation und die Angst vor dem BAföG-Schuldenberg verleiten einige dazu, finanzielle Sicherheiten zu bilden. Auch sind vielfach Fälle bekannt geworden, in denen Eltern aus steuerlichen Gründen eigenes Vermögen auf den Namen ihrer Kinder "geparkt" haben. Neuer AStA im Amt Nach monatelangen Verhandlungen hat sich der alte AStA aus "Unabhängigen", "Lust" und Juso-Hochschulgruppe nun erneut vom StudentInnenparlament wählen lassen. Außer einigen personellen Veränderungen hat sich in der Laienschauspielschar inhaltlich wenig getan: Ohne Probleme verkündet der Bildungspolitikreferent "Wir kämpfen gegen Sozialabbau", während die Sozialreferentin bestreitet, dass der AStA den Sozialabbau der Bundesregierung zu kritisieren hat. Auch die Uniweite Fachschaftenkonferenz muss weiter mit einem Bruchteil ihres früheren Etats auskommen, bis die AStA-Mehrheit ihnen eine Fachschaftsrahmenordnung aufgezwungen hat. Bachelor und Master Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat auf ihrer Sitzung am 12. Juni 2003 in Rostock zehn Thesen zur Einführung von Bachelor und Master beschlossen, mit denen die generelle Einführung der so genannten konsekutiven Studiengänge beschleunigt werden soll. Deutlich wird auch die Abgrenzung zwischen "Masse" und "Klasse": So heißt es im KMK-Papier, dass der Bachelor "die Mehrzahl der Studierenden zu einer ersten Berufseinmündung" führen soll. Der Zugang zum Masterstudiengang soll von "weiteren besonderen Zugangsvoraussetzungen abhängig" sein. Seminar der Projektgruppe "Kritik der Politischen Ökonomie" (IV) 25. bis 27. Juli 2003 im NaturfreundInnenhaus Köln-Kalk. Themen sind u.a: Kurzeinführung in die Grundbegriffe der "Kritik der politischen Ökonomie" - Dialektik als allgemeine Erkenntnismethode gegen mechanistische Auffassungen in der Linken - Ursachen von Massenarbeitslosigkeit, Crashs, verschärfte Konkurrenz und restriktive staatliche Finanzpolitik: zyklische Krisen des Kapitalismus - Die Folgen verschärfter weltweiter Konkurrenz - "Globalisierung" oder Imperialismus? Das Seminar ist auch für NeueinsteigerInnen offen. Weitere Informationen: Dieter Asselhoven, Holweider Straße 1, 51065 Köln; Telefon: (0177) 200 63 44; E-Mail: dieterasselhoven@gmx.net mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |