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AL-Wahlzeitung 2003/2004


 

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Kurzmeldungen Bildungspolitik

uk-online

Zurzeit wird uniweit versucht, das Datenerfassungssystem uk-online zu installieren. Was an der Oberfläche dazu dient, Anmeldungen zu Lehrveranstaltungen im Internet zu vereinfachen, kann auch zum dauerhaften Speichern von Daten genutzt werden. Beim Studienkontenmodell kann so kontrolliert werden, welche Veranstaltungen besucht wurden. Germanistikdozent Horst Lohnstein, der "Erfinder" von uk-online, verkündet schon, dass auch der Besuch von Vorlesungen registriert werden müsse. Aus datenschutzrechtlicher Hinsicht ist das System bedenklich, da ein diskreter Umgang mit persönlichen Daten nicht gewährleistet ist, zudem die Universität Köln weder eine Datenschutzverordnung noch eineN unabhängigeN DatenschutzbeauftragteN hat.

Sammelklagen

Die Alternative Liste arbeitet eng mit dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) zusammen. So verteilen wir Formulare für die landesweiten Sammelklagen gegen die "25-Euro-Gebühren" bei verspäteter Zahlung des Semesterbeitrags oder Ausstellung einer Zweitschrift des StudentInnenausweises an unseren Infotischen. Diese Kampagne hat dazu geführt, dass auf Anordnung der Landesregierung die Erhebung dieser Gebühren vorübergehend ausgesetzt wurde. Alle StudentInnen, die im letzten Jahr von diesen Gebühren betroffen waren, können sich noch an diesen Klagen beteiligen.

Mittlerweile hat die Landesregierung die Hochschulen mit einer Gebührenregelung beauftragt, was an der Universität Köln bereits umgesetzt wurde. Dagegen wird das ABS ebenfalls Klage erheben, da auch diese Gebühren überhöht sind. An unseren Infotischen liegen bald Formulare für die Sammelklagen gegen die Langzeit- und Zweitstudiumsgebühren aus. Diese landesweite ABS-Kampagne soll die ab dem Sommersemester 2004 erhobenen Studiengebühren zu Fall bringen. Wir rufen alle Betroffenen auf, sich an der Kampagne zu beteiligen. Infos unter www.abs-nrw.de.

Hochschulkonzept 2010

Im Herbst 2004 will das Ministerium für Wissenschaft und Forschung (MWF) mit den Hochschulen eine neue "Zielvereinbarung" abschließen. Anhand der Auslastung der einzelnen Fachbereiche soll eruiert werden, wo weitere Stellen gestrichen werden können. Berechnet werden soll dies anhand der Lehrauslastung, des Lehr- und des Forschungserfolgs. Lehr- und Forschungserfolg werden mittels der Relation von AbsolventInnen und Drittmitteln zu wissenschaftlichen MitarbeiterInnen gemessen. Die Lehrauslastung basiert auf den so genannten Normstudienplätzen, die aus Lehrangebot, Regelstudienzeit und Curricularem Normwert berechnet werden. Bis Ende 2003 sollen die Universitäten konkrete Kapazitätsziele und Umsetzungsschritte vorlegen - im Klartext: wo und wieviele Stellen die Hochschulen "freiwillig" wegfallen lassen.

Bei Auslastung unter 80 Prozent und zu wenigen AbsolventInnen pro WissenschaftlerInnenstelle ist mit entsprechenden Stellen- und/ oder Mittelkürzungen zu rechnen. An der Universität Köln wären z.B. Philosophie, Chemie und Physik heiße Streichkandidatinnen.

Das Letzte

"Studenten werden in der Regelstudienzeit gefördert und danach sollten wir uns von dem Ballast trennen" (Rektor Tassilo Küpper während der Senatssitzung am 16. Juli 2003)

"Die Staatskasse ist aber leer, und dass Staatswirtschaft ineffizient ist, zeigen zahllose Beispiele. Studiengebühren lösen diese Probleme. Sie bringen den Universitäten Geld und schaffen Konkurrenz zwischen ihnen." (Selbstdarstellung der Liberalen Hochschulgruppe in der offiziellen Wahlzeitung 2003)

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Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 01.12.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de