![]() |
AL-Wahlzeitung 2003/2004 |
|
|
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren Nach dem bundesweiten Hochschulstreik im Wintersemester 1997/1998 und der rot-grünen Regierungsübernahme 1998 war klar, dass für die Durchsetzung eines bundesweiten Studiengebührenverbots weitere koordinierte Aktivitäten und außerparlamentarischer Druck nötig sind. Daher gründeten StudentInnen, WissenschaftlerInnen, SchülerInnen und GewerkschafterInnen auf Initiative der Alternativen Liste und vieler anderer Gruppen das bundesweite Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). Die programmatische Grundlage des ABS ist der Krefelder Aufruf, in dem es unter anderem heißt: "Studiengebühren sind aus gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Gründen abzulehnen. Sie lösen kein einziges Problem, sondern verschärfen die Krise des Bildungssystems." Seither kämpfen über 150 ASten, Fachschaften, Hochschulgruppen, Gewerkschaftsorganisationen, WissenschaftlerInnen, Verbände und Initiativen gegen Bildungs- und Sozialabbau. Zahlreiche Broschüren ("Gebühren für Langzeitstudierende", "Argumente gegen Studiengebühren", "Studienkonten und Bildungsgutscheine"), Plakate, Postkarten und Zeitungen wurden bundesweit an Schulen und Hochschulen verteilt. Unter anderem organisierte das ABS eine NRW-weite Unterschriftenkampagne, bei der zirka 120.000 Menschen für ein Gebührenverbot ohne Wenn und Aber unterschrieben. Die gesammelten Unterschriften wurden im September 2002 in Düsseldorf medienwirksam übergeben: Eine dreieinhalb Kilometer lange rot-grüne Wäscheleine mit Unterschriftenlisten zierte die Landtagswiese. Dazu kamen noch Demonstrationen, Kongresse und verschiedene Formen des Online-Protests. Im Mai 2002 gründeten AL-AktivistInnen und die Uniweite Fachschaftenkonferenz der Universität Köln das ABS-Landesbüro Nordrhein-Westfalen. Der jetzige Bundesgeschäftsführer, Markus Struben (Alternative Liste), ist seither als NRW-Landeskoordinator tätig. Das ABS-Landesbüro schob maßgeblich die NRW-weite Streik- und Protestwelle des Sommersemesters 2002 an. Im vergangenen Sommersemester wurde eine Sammelklagen-Kampagne gegen überhöhte Gebühren für verspätete Rückmeldung etc. durchgeführt, derzeit laufen die Sammelklagen gegen die 650-Euro-Gebühren an. Auch in Zukunft wird das ABS in Land und Bund für den Erhalt eines gebührenfreien Studiums kämpfen. Weitere Informationen findet ihr im Internet unter www.gute-bildung.de und www.abs-nrw.de. mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |