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AL-Wahlzeitung 2003/2004


 

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Arbeitskreis kritischer JuristInnen (AKJ)

Unser Anliegen ist es, gesellschaftspolitische und theoretische Bezüge des Rechts herzustellen. Wir finden, dass diese in unserer universitären Ausbildung unzureichend berücksichtigt werden. Das führt nicht nur dazu, dass die Rechtswissenschaft nicht umfassend gelehrt wird und das Studium weniger Spaß macht, sondern hat auch gesamtgesellschaftliche Konsequenzen, da die StudentInnen nicht zu selbstständigem kritischen Denken ausgebildet werden. Das macht sich schon während der Ausbildung bemerkbar. Viele fühlen sich im Massenbetrieb unzulänglich gefördert, überfordert und allein gelassen. Aber nur wenige glauben daran, etwas davon ändern zu können.

Wir wirken dem entgegen, indem unsere Gruppe Themen bearbeitet, die im Lehrplan wenig bis gar nicht vorkommen. In den letzten Semestern haben wir uns mit Rechtswissenschaft im Dritten Reich, Umweltpolitik, dem Lebenspartnerschaftsgesetz und Innerer Sicherheit beschäftigt. Auf hochschulpolitischer Ebene unterstützen wir die Examensvorbereitung ohne RepetitorIn. Einerseits, weil wir kommerzielle Repetitorien ablehnen und uns nicht damit abfinden wollen, dass die Universitäten ihren Bildungsauftrag nicht angemessen wahrnehmen. Andererseits, weil wir sicher sind, dass eine selbstständige Examensvorbereitung "ohne Rep" die StudentInnen, indem sie selbstbestimmt lernen und ihre eigenen Methoden finden können, in der Regel zu befriedigenderen Ergebnissen führt. Hauptsächlich wollen wir unsere KommilitionInnen nicht nur zur Wahl, sondern auch zur Mitarbeit in und außerhalb der studentischen Gremien anregen. Wir sorgen dafür, dass wieder mehr StudentInnen bewusst wird, dass sie Gestaltungsmöglichkeiten haben. Nur der politische Prozess als Form der Bewusstseinsbildung, Auseinandersetzung und Kritik führt zu Veränderungen.

Der AKJ ist auf Bundesebene im Bundeskreis kritischer Juragruppen (BAKJ) organisiert. Der BAKJ veranstaltet zweimal jährlich rechtspolitische Kongresse, gibt das Forum Recht (gibt es auch im Hauptseminar) heraus und ist Mitherausgeber des Grundrechte-Reports.

Kontakt: akj@uni-koeln.de

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Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 01.12.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de