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AL-Info Nr. 78 Januar/Februar 2004 |
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... die anderen sind vorüber "Unabhängige" legen deutlich zu. Alternative Liste bleibt stärkste linke Gruppe.
Einen neuen AStA wird es wohl auch nach den Wahlen zum StudentInnenparlament im letzten Dezember nicht geben: Die bisherigen Koalitionsgruppen konnten ihre Mehrheit behaupten. Stärkste linke Liste wurde dennoch wieder die Alternative Liste mit diesmal 11 Sitzen (Vorjahresergebnisse siehe Kasten). Eindeutige GewinnerInnen der Wahl waren die "Unabhängigen" (Unabs), die sich nicht zuletzt aufgrund der wieder mal sehr hohen Wahlbeteiligung in ihrer Hochburg, der WiSo-Fakultät, von 17 auf 21 Sitze steigern konnten. Die Juso-Hochschulgruppe, der Unions-Ableger RCDS und die "Lust" verloren jeweils einen Sitz. Einzig die Liberale Hochschulgruppe (LHG) konnte ihre zwei Sitze halten. Die Ursache des starken Zugewinns der "Unabhängigen" ist zum einen in der Tatsache begründet, dass aus ihrer Hochburg, der WiSo-Fakultät, aufgrund der dort weit über dem Durchschnitt liegenden Wahlbeteiligung (28,2 Prozent gegenüber 11,6 Prozent am Rest der Universität) knapp ein Drittel der abgegebenen Stimmen kam. Andererseits konnten sie mit ihrem Konzept der inhaltlichen Beliebigkeit offensichtlich auch außerhalb der WiSo-Fakultät punkten - wenn auch in sehr bescheidenem Maß. Beinahe traditionell verlor die Koalitionspartnerin der Unabs, die Juso-Hochschulgruppe. Denn sie hat - zumindest in den letzten 13 Jahren - immer Sitze verloren, wenn sie eine Koalition mit den Unabhängigen eingegangen war, obwohl sie oft einen erheblichen Teil der AStA-Öffentlichkeitsarbeit leistete, von der aber offenbar nur die Unabs profitieren konnten. Lerneffekte aus diesem Phänomen haben sich bei den Jusos leider noch nicht gezeigt. Die selbst ernannte FachschafterInnen-Liste Lust, für die nur noch zehn KandidatInnen aus vier Fachschaften kandidierten, verlor wiederum einen Sitz und ist weiter auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Dort befindet sich die LHG schon länger, und es gelang ihr auch in diesem Jahr nicht, davon zu profitieren, dass sie als einzige Gruppe offensiv für Studiengebühren wirbt. Bei den Wahlen zu den Fakultätsvertretungen und Fachschaftsräten erreichten überall dort, wo Listen der Fachschaften bzw. Vollversammlungen antraten, diese deutliche Mehrheiten. Der Fortführung basisdemokratischer Strukturen an Philosophischer, Mathematisch-Naturwissenschaftlicher, Medizinischer, Erziehungswissenschaftlicher und Heilpädagogischer Fakultät steht also nichts im Wege. Dort werden sich die Mini-Fakultätsparlamente wieder zugunsten der Fachschaften, Fachschaftenkonferenzen bzw. Vollversammlungen auflösen, um ihr Mandat an die StudentInnen zurückgeben. So sollen die fach- und fakultätsspezifischen Probleme - von Prüfungsordnungen bis zur kritischen Begleitung des Lehr- und Forschungsangebotes - unabhängig von Parteien und Hochschulgruppen angegangen werden. Aber auch ohne AStA-Beteiligung wird die AL ihre politische Arbeit - wie schon bisher - fortsetzen und euch weiterhin über aktuelle politische Themen an der Universität Köln, in der Stadt und anderswo auf dem Laufenden halten. Bernd Götting, Jutta Kahle
Die kompletten Wahlergebnisse (inklusive Fakultäts- und Fachschaftsvertretungen findet ihr auf den Seiten des Wahlausschusses: www.wahlen.uni-koeln.de mmmmmmmmm mmmmmmm mmmmmm mmm mmm mmm mmm mmm mmmm mmm mm mmm mmm mmmm mm mm mmmm mm mm |
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