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Zusammenfassungen und English Summaries
der Aufsätze in Heft 3/2002

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Zu den Kurzbiographien


AUTOR/AUTHOR: Münch, Richard

TITEL: Die "Zweite Moderne": Realität oder Fiktion? Kritische Fragen an die Theorie der "reflexiven" Modernisierung

ENGL. TITLE: The "Second Modernity": Reality or Fiction? A Critical Review of the Theory of "Reflexive" Modernization

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 417-443.

KURZREFERAT: Die Theorie der reflexiven Modernisierung von Ulrich Beck geht von der Annahme eines seit den 1970er Jahren stattfindenden Epochenwandels von der "Ersten" zur "Zweiten Moderne" aus und versucht, diesen Epochenwandel durch die Entwicklungsdynamik der Entgrenzung zu erklären. Die "lineare" Modernisierung der "Ersten Moderne" wird von der "reflexiven" Modernisierung der "Zweiten Moderne" abgelöst. In diesem Aufsatz werden die Grundannahmen der Theorie reflexiver Modernisierung systematisch einer kritischen Prüfung im Hinblick auf ihre empirische Tragfähigkeit geprüft. Im Einzelnen geht es um die Fragen, ob sich Zeitdiagnose als Grundlage der Modernisierungstheorie eignet, ob sich die "Zweite Moderne" in der Tat durch gesteigerte Risikoproduktion von der "Ersten Moderne" unterscheidet, und zwar im Hinblick auf Wissenschaft, Technologie und private Lebensführung, ob sich die "Zweite Moderne" durch ein gesteigertes Risikobewusstsein und durch eine Steigerung von Pluralität auszeichnet, ob Entgrenzung die Ursache des konstatierten Epochenwandels ist und ob eine verlässliche Risikokontrolle auf den vorhandenen Pfaden der Modernisierung möglich ist oder einen epochalen Institutionenwandel verlangt.

STICHWORTE: Modernisierung, reflexive Moderne, Epochenwandel, Risikoproduktion, Entgrenzung, Zeitdiagnose

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Ulrich Beck's theory of reflexive modernization is based upon the assumption of an epochal change taking place since the 1970s, from the "First" toward the "Second Modernity", and tries to explain this epochal change with the development dynamics of unbounding. The "linear" modernization of the "First Modernity" is replaced with the "reflexive" modernization of the "Second Modernity". This essay keeps a systematic and critical view to the fundamental assumptions of the theory of reflexive modernization in view of its empirical strength. In particular, the question is being dealt with as to whether time diagnosis is suitable as a foundation of modernization theory, whether the "Second Modernity" differs in fact from the "First Modernity" by an increased risk production, namely as regards science, technology and private life, whether the "Second Modernity" is distinguished by an increased risk awareness and an increase in plurality, whether unbounding is the cause of the afore established epochal change, and whether a reliable risk control is possible on the paths of modernization or whether it requires, instead, an epochal change of institutions.

KEYWORDS: modernization, reflexive modernization, epochal change, risk production, unbounding, time diagnosis

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Richard Münch, Lehrstuhl für Soziologie II, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Feldkirchenstr. 21, D-96045 Bamberg

E-Mail: richard.muench@sowi.uni-bamberg.de

AUTOR/AUTHOR: Pappi, Franz Urban; Shikano, Susumu

TITEL: Die politisierte Sozialstruktur als mittelfristig stabile Basis einer deutschen Normalwahl

ENGL. TITLE: The Politicized Social Structure Guaranteeing Medium-term Stability of a German Normal Vote

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 444-475.

KURZREFERAT: Eine Normalwahl ist ein hypothetisches Wahlergebnis, das sich einstellen würde, wenn sich nur die lang- oder mittelfristige Voreinstellung der Wähler zu den Parteien auf das Wahlergebnis auswirken würde. Von den Kurzfrist-Einflüssen wie besonders attraktiven Kandidaten oder aktuellen Sachfragen soll abstrahiert werden. Als Messmodell für deutsche Bundestagswahlen wird die durchschnittliche Wahlabsicht von Bevölkerungsgruppen vorgeschlagen, die Teil der deutschen politisierten Sozialstruktur sind, d.h. von Gruppen wie den Katholiken oder katholischen Kirchgängern oder von Arbeitnehmern und Gewerkschaftsmitgliedern, die ein dauerhaftes Bündnis mit einer politischen Partei eingegangen sind. Dieses Messmodell wird mit dem ursprünglich für die USA entwickelten Modell verglichen, wonach der Langfristfaktor durch die Parteiidentifikation erfasst wird. Anwendungsbeispiel sind alle Bundestagswahlen der Ära Kohl, für die jeweils die unmittelbar vorher erhobenen Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen, Mannheim, als Datenbasis dienen. Die aus der politisierten Sozialstruktur folgenden Wahlabsichten werden als mittelfristig stabile Basis einer deutschen Normalwahl nachgewiesen, sodass Normalwahlergebnisse von 1983 bis 1998 berechnet werden können.

STICHWORTE: Normalwahl, politisierte Sozialstruktur, Parteiidentifikation, Wahlabsicht, Langfristfaktor

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: A normal vote is a hypothetical election result following exclusively from predispositions of voters towards political parties which result from long-term or middle-term influences. The influence of short-term factors like attractive candidates or issues from the recent campaign have to be eliminated within the abstract model. As an operationalization for German Bundestag elections for this purpose the average vote intentions of population groups are used which are part of the politicized German social structures such as catholics, especially when they attend church frequently, or employees (Arbeitnehmer) and union members who have formed enduring coalitions with a political party. This operationalization is compared with a model originally developed for the United States. According to this model, the long-term factor is measured by party identification. All Bundestag elections of the Kohl era are analyzed, for which the Politbarometer surveys of the Forschungsgruppe Wahlen, Mannheim, immediately before the Bundestag elections are used as a data basis. The vote intentions which can be derived from the politicized social structure are shown to be a stabile basis for a German normal vote so that it makes sense to compute normal vote results from 1983 to 1998.

KEYWORDS: normal vote, politicized social structure, party identification, vote intention, long-term factor

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Franz Urban Pappi und Susumu Shikano, Universität Mannheim, Lehrstuhl für Politische Wissenschaft I, D-68131 Mannheim

E-Mail: fupappi@rumms.uni-mannheim.de; shikanos@rumms.uni-mannheim.de

AUTOR/AUTHOR: Solga, Heike

TITEL: "Ausbildungslosigkeit" als soziales Stigma in Bildungsgesellschaften. Ein soziologischer Erklärungsbeitrag für die wachsenden Arbeitsmarktprobleme von gering qualifizierten Personen

ENGL. TITLE: "Low Education" as a Social Stigma. A Sociological Explanation for the Decreasing Employment Opportunities of the Low Educated

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 476-505.

KURZREFERAT: Der Beitrag zeigt, dass eine rein ökonomische Erklärung der abnehmenden Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten nicht ausreicht. Der gängigen Verdrängungsthese wird damit als notwendige Ergänzung die soziologische These der "einschließenden Auslese mit Stigmatisierungseffekt" an die Seite gestellt. Es wird versucht nachzuweisen, dass "Ausbildungslosigkeit" in Bildungsgesellschaften zu einem sozialen "Stigma" geworden ist, das dazu führt, dass die heutigen Ausbildungslosen nicht nur von qualifizierten Personen auf einfache Arbeitsplätze verdrängt werden, sondern dass sie aufgrund von Fremd- und Selbstselektionsprozessen von den qualifizierten Arbeitsplätzen ausgeschlossen werden. Damit wird zusätzlich in Rechnung gestellt, dass gering Qualifizierte einerseits von den Beschäftigern von vornherein als "normabweichende Minderheit" von den qualifizierten Arbeitsplätzen ausgeschlossen werden und sie sich andererseits in Vorwegnahme einer antizipierten Chancenlosigkeit und Diskreditierungsgefahr durch Nicht-Bewerbung für qualifizierte Arbeitsplätze selbst ausschließen. Die empirischen Analysen auf Basis der Daten der Deutschen Lebensverlaufsstudie des MPI für Bildungsforschung unterstützen die Relevanz der These der "einschließenden Auslese mit Stigmatisierungseffekt".

STICHWORTE: niedriges Bildungsniveau, Jugend, Arbeitsmarkt, Stigmatisierung, negative Selektion, Auswahlprozess, Qualifikation, Berufsaussichten

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: In many Western countries, less-educated persons constitute an increasing share of the long-term unemployed. They are less able to enter into even unskilled jobs. The dominant explanation is the displacement argument arguing that trained persons out-qualify less-educated persons in situations of job competition because of an oversupply of qualified persons. Here, decreasing employment opportunities are seen as being essentially a labor market matching problem. The paper provides a complementary, sociological explanation: the thesis of "stigmatization by negative selection" which includes the consequences of historically declining proportions of less-educated youth, in the end constituting a "residual category" in society. Changes in group size, group composition, and employers' perception in the course of educational expansion are taken into account. By including the possibility of low education becoming a "stigma" connected with processes of self and external selection described in this paper, this sociological explanation takes account of an additional source of the increasing vulnerability of low educated youth. Analyses based on the German Life History Study (conducted at the Max Planck Institute for Human Development) support the stigma argument.

KEYWORDS: low education, youth, labor market, stigmatization, negative selection, selection process, qualification, employment opportunity

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Heike Solga, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Selbständige Nachwuchsgruppe: "Ausbildungslosigkeit: Bedingungen und Folgen mangelnder Berufsausbildung", Lentzeallee 94, D-14195 Berlin

E-Mail: solga@mpib-berlin.mpg.de

AUTOR/AUTHOR: Windzio, Michael

TITEL: Die "ökologische Dynamik" der Sozialstruktur in Organisationen. Ein zweistufiges Mehrebenenmodell zum Zusammenhang von Organisationsauflösungen und Beschäftigtenmobilität

ENGL. TITLE: The "Ecological Dynamics" of the Social Structure in Organizations. A Two Step Multilevel Model of the Impact of the Organizational Dissolution Rate on Labor Market Mobility

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 506-533.

KURZREFERAT: In dem Beitrag wird der Zusammenhang zwischen der Auflösungswahrscheinlichkeit einer Organisation und der Mobilität der in ihr beschäftigten Personen untersucht. Zunächst werden aus der Theorie der Organisationsökologie Hypothesen über den Einfluss von Alter, Größe, Bil-dungszusammensetzung und Umweltveränderung auf die Auflösungswahrscheinlichkeit der Organisation abgeleitet. Die theoretische Diskussion und empirische Analyse verdeutlicht jedoch, dass diese Einflüsse einer differenzierteren Betrachtung bedürfen. Wie sich anhand einer dynamischen Mehrebenenanalyse im ersten Schritt zeigen lässt, variieren die Einflüsse von Größe und Alter der Organisationen zwischen den Kontexten, in die sie eingebettet sind. Im zweiten Schritt wird gezeigt, dass sich mit steigender Auflösungswahrscheinlichkeit der Organisation die internen Mobilitätsraten in nahezu alle Richtungen erhöhen. Simulationsrechnungen verdeutlichen, dass der Einfluss der Umweltbedingungen der Organisation auf die Mobilität recht bedeutsam ist und die Theorie der Mobilität darum systematisch mit Aussagen über die Ökologie von Organisationen angereichert werden sollte.

STICHWORTE: Organisationsökologie, Organisationsauflösungen, Arbeitsmarktmobilität, Sozialstruktur, Mehrebenenanalyse, Ereignisanalyse

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The article is dealing with the association of labor market mobility and the dissolution rate of the employing organization. Several hypotheses concerning the impact of age, size, distribution of educational credentials and ecological dynamics on the organizational dissolution rate are derived from organizational ecology theory. But the theoretical discussion shows that a more sophisticated argumentation is needed. In the first step a dynamic multilevel model supplies evidence that the impact of size and age on the organizational dissolution rate varies between the contexts in which organizations are embedded. In the second step evidence of a positive association of the organizational dissolution rate and the rate of internal mobility in almost each direction is provided. Simulations clarify that ecological conditions of organizations have a momentous impact upon mobility and for this reason the theory of labor market mobility should be systematically enhanced with propositions about the ecology of organizations.

KEYWORDS: ecology of organizations, dissolution of organizations, labor market mobility, social structure, multilevel analysis, event history analysis

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Michael Windzio, Universität Bremen, EMPAS, Postfach 33 04 40, D-28334 Bremen

E-Mail: mwindzio@GSSS.uni-bremen.de

AUTOR/AUTHOR: Kristen, Cornelia

TITEL: Hauptschule, Realschule oder Gymnasium? Ethnische Unterschiede am ersten Bildungsübergang

ENGL. TITLE: Hauptschule, Realschule or Gymnasium? Ethnic Differences at the Transition from Primary to Secondary Schooling

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 534-552.

KURZREFERAT: Ethnische Unterschiede in der schulischen Platzierung von Migrantenkindern und deutschen Schülerinnen und Schülern am Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I werden untersucht. Hierzu werden Daten herangezogen, die an sechs Grundschulen in Baden-Württemberg erhoben wurden. Um einen Eindruck vom Ausmaß ethnischer Bildungsunterschiede zu gewinnen, wird zunächst gefragt, ob die festgestellten Muster in den Übergangsraten verschiedener Migrantengruppen auf Unterschiede in den Schulleistungen zurückgeführt werden können. Es zeigt sich, dass Schulnoten die zentralen Determinanten des Bildungsübergangs sind. Allerdings bleiben ethnische Unterschiede auch nach Kontrolle der Schulleistungen bestehen. Dies betrifft in erster Linie türkische und italienische Kinder mit Blick auf die Entscheidung für oder gegen den Hauptschulbesuch. Weiterhin wird untersucht, ob das durchschnittliche Leistungsniveau und der Migrantenanteil in der Schulklasse einen Einfluß auf den Bildungsübergang haben. Für das durchschnittliche Leistungsniveau in der Schulklasse ergeben sich in den Analysen keine bedeutsamen Effekte. Dagegen zeigt sich, dass mit steigenden Migrantenanteilen in der Schulklasse die Chancen auf den Besuch von Realschule und Gymnasium sinken. Nach Kontrolle der Migrantenkonzentration sind für keine ethnische Gruppe mehr signifikante Herkunftseffekte festzustellen.

STICHWORTE: Ethnische Differenzierung, Immigranten, Bildungsunterschiede, Leistungsbereitschaft, Bildungsübergang, Schulkontext

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The article studies the educational placement of different ethnic groups in the German school system. Using a data set that was collected at six elementary schools in Baden-Württemberg the transition from primary to secondary schooling for immigrant and German families is analyzed. Regarding the extent of ethnic differentiation in the German school system, the paper addresses the question whether the observed differences in the transition rates between different ethnic groups continue to exist once the children's educational performance is taken into account. The findings reveal that school marks are the central determinant of the transition. However, also after having controlled for school performance ethnic differences persist. Especially Turkish and Italian children show a considerably lower chance to get into one of the higher educational tracks. This ethnic disadvantage can only be observed with regard to the question whether a child attends the Hauptschule or not. Moreover, the impact of the average achievment level and the immigrant concentration in the classroom on the transition rates is analyzed. The results reveal no important effect for the average achievement level. In contrast, the analyses for the immigrant concentration show that with increasing percentages of immigrant children in the classroom the chances to attend one of the higher educational branches are considerably reduced. After controlling for immigrant concentration no significant ethnic differences persist.

KEYWORDS: ethnic differentiation, immigrants, educational differences, achievement, educational transition, school context

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Cornelia Kristen, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), Universität Mannheim, L7, 1, D-68131 Mannheim

E-Mail: Cornelia.Kristen@mzes.uni-mannheim.de

AUTOR/AUTHOR: Gergs, Hans-Joachin; Schmidt, Rudi

TITEL: Generationswechsel im Management ost- und westdeutscher Unternehmen. Kommt es zu einer Amerikanisierung des deutschen Managementmodells?

ENGL. TITLE: The Rise of a New Generation of Managers in Eastern and Western German Enterprises. Are we Going to Face an Americanization of German Management Culture?

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 54, 2002, S. 553-578.

KURZREFERAT: In der Führungsspitze der deutschen Unternehmen vollzieht sich gegenwärtig ein Generationswechsel von beträchtlichem Ausmaß. Der Artikel geht der Frage nach, welche Konsequenzen dies für die Zukunft des deutschen Modells eines sozialintegrativen Kapitalismus hat. Hält die neue Führungselite an der deutschen Managementkultur festhält, oder orientiert sie sich stärker am US-amerikanischen Shareholder-Value-Modell? Zur Klärung dieser Fragestellung werden die bislang verstreut vorliegenden empirischen Befunde der Managementforschung systematisch gesichtet. Demzufolge kommt es nicht zu einer weitreichenden Angleichung der deutschen Managementkultur an das amerikanische Modell. Unter dem Druck der Globalisierung vollzieht sich jedoch eine stärkere Differenzierung der Managementkulturen in Großunternehmen auf der einen Seite und den kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der anderen Seite. Während das Management der Großbetriebe Elemente des amerikanischen Managementmodells in mehr oder minder stark ausgeprägter Form adaptiert, scheint es in den kleinen und mittelständischen Unternehmen zu einer noch stärkeren Akzentuierung des deutschen Managementmodells zu kommen. Die bislang noch bestehenden Unterschiede zwischen dem Management in den Ost- und westdeutschen Unternehmen werden sich demgegenüber mit dem Generationswechsel auflösen.

STICHWORTE: Unternehmensforschung, Unternehmenskultur, Shareholder-Value-Modell, deutsches Modell des Kapitalismus, Globalisierung, Amerikanisierung, Generationswechsel

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Currently, in the top-management of German enterprises a generational shift is taking place. The paper looks at the consequences of this change concerning the future of the ‚German model of capitalism'. Are the managers of the new generation still holding on to the traditional German management culture or are they orienting themselves more strongly towards the US-American shareholder-value model? In order to clarify this question, the existing empirical results of management research are systematically evaluated. According to the results of this analysis we are not going to face a far-reaching Americanization of the management culture. However, under the pressure of globalization a significant differentiation between management culture in large enterprises on the one hand and management culture in small and medium-sized enterprises on the other hand occurs. While managers of large enterprises adopt elements of the American management model to a great degree, German management seems to become even more accentuated in the culture of small and medium-sized enterprises. In the context of this recent development existing differences between the management in Eastern and Western German enterprises dissolve along with the alternation of generations.

KEYWORDS: management research, management culture, shareholder-value model, German model of capitalism, globalization, americanization, generational shift

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Hans-Joachim Gergs, Am Stadtpark 87, D-90409 Nürnberg
Prof. Dr. Rudi Schmidt, Friedrich-Schiller-Universität, Institut für Soziologie, Otto-Schott-Str. 41, D-07740 Jena

E-Mail: gergs@t-online.de schmidt@soziologie.uni-jena.de

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Datei aktualisiert am 03.12.2003 in der Redaktion der KZfSS