| Home | Aktuell | Archiv | Suche | Konventionen | Materialien | Links | Gremien






Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 1, Jg. 55, 2003

Zum Inhaltsverzeichnis
Zu den Kurzbiographien


AUTOR/AUTHOR: Heidenreich, Martin

TITEL: Territorale Ungleichheiten in der erweiterten EU

ENGL. TITLE: Regional Disparities in the Enlarged European Union

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 1-28.

KURZREFERAT: In einem Mehrebenensystem wie der Europäischen Union werden soziale Konflikte immer auch in territorialen Kategorien ausgetragen. Die erheblichen regionalen Ungleichheiten zwischen Ost- und Westeuropa können daher zu einer gravierenden Beeinträchtigung der politischen Vertiefungsbestrebungen, zu erheblichen zusätzlichen Transferzahlungen oder sogar zu einer Gefährdung weiterer Erweiterungsprojekte führen. Dieses Trilemma von Erweiterung, politischer Vertiefung und Budgetneutralität könnte entschärft werden, wenn eine Polarisierung zwischen ost- und westeuropäischen Interessen entweder durch eine rasche Angleichung an das westliche Wohlstandsniveau (Konvergenz) oder durch eine rasche Differenzierung der individuellen, interregionalen und zwischenstaatlichen Lebens- und Einkommensverhältnisse in Mittel- und Osteuropa unterbunden wird. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die periphere osteuropäische Wirtschaftsstruktur sprechen gegen eine schnelle Angleichung. Gleichzeitig entwickeln sich die Hauptstadtregionen und die westlichen Grenzregionen in Mitteleuropa sehr dynamisch. Es ist daher von einem relativ dauerhaften Wohlstandsgefälle zwischen Ost- und Westeuropa und einer zunehmenden regionalen Differenzierung auszugehen. Abschließend wird die historische Dimension der wirtschaftlichen und politischen Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa herausgearbeitet. Die Dauerhaftigkeit der europäischen Zentrum-Peripherie-Beziehungen spricht gegen eine "Enträumlichung des Sozialen" und für eine nichtidentische, pfadabhängige Reproduktion sozio-territorial verankerter Ungleichheiten und Abhängigkeiten.

STICHWORTE: Europäische Union, Europäische Regionen, Westeuropa, Osteuropa, Erweiterung, politische Zusammenarbeit, regionale Ungleichheit, Zentrum-Peripherie-Beziehungen, Konvergenz, Differenzierung

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: In a multi-level system like the European Union, social interests and conflicts are also defined in territorial categories. In this respect, the considerable regional disparities between Eastern and Western Europe may interfere with attempts at intensifying political cooperation within an enlarged European Union. They may give rise to considerable additional transfer payments or even endanger the further enlargement of the EU. This trilemma of enlargement, increased political cooperation and budgetary neutrality can only be overcome, if a polarization between East and West European interests can be avoided by a quick convergence of Eastern und Western performance levels or by a differentiation of the individual, interregional or international employment and income situation in Central and Eastern Europe. The growth rates of recent years and the economic structure of Central and Eastern Europe do not support the thesis of a quick convergence. However, the capital regions and the Western border regions in Central Europe are developing in a very dynamic way. A relatively permanent prosperity gap between Eastern and Western Europe as well as an increased regional differentiation within Central and Eastern Europe is to be expected. Historical dimensions of the economic and political differences between Eastern and Western Europe are analyzed. The relative stability of the European center-periphery structure does no support the thesis of a "deterritorialization" of social relationships. Instead, there is some evidence for a non-identical, path-dependent reproduction of long-established dependency relationships.

KEYWORDS: European Union, European regions, West-Europe, East-Europe, enlargement, political cooperation, regional inequality, center-periphery-structure, convergence, differenciation

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Martin Heidenreich, Fakultät Sozial- und Wirtschaftswiss., Universität Bamberg, Feldkirchenstr. 21, D-96045 Bamberg

E-Mail: martin.heidenreich@sowi.uni-bamberg.de

AUTOR/AUTHOR: Bulmahn, Thomas

TITEL: Zur Entwicklung der privaten Altersvorsorge. Vorsorgebereitschaft, Vorsorgeniveau und erwartete Absicherung im Alter

ENGL. TITLE: On the Development of Private Old Age Provison in Germany

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 29-54.

KURZREFERAT: Alle in den letzten Jahren durchgeführten Reformen zur Anpassung der gesetzlichen Rentenversicherung an die veränderten demographischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen haben ihr Ziel mehr oder weniger deutlich verfehlt. Weitere Schritte zur Konsolidierung des Systems der Alterssicherung sind deshalb unausweichlich. Die zusätzliche private Altersvorsorge wird dabei immer mehr an Bedeutung gewinnen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Beitrag untersucht, wie groß die Bereitschaft der Bundesbürger ist, zusätzlich vorzusorgen. Es wird danach gefragt, in welchem Ausmaß bereits privat für das Alter vorgesorgt und wie die eigene Alterssicherung eingeschätzt wird. Die Studie basiert auf zwei repräsentativen Bevölkerungsbefragungen. Betrachtet wird die Gruppe der 30- bis unter 60-Jährigen. Die Untersuchungen zeigen, dass jeder zweite in dieser Altersgruppe bereit ist, einen Teil seines Einkommens in eine private Zusatzversicherung zu investieren, um das Niveau der sozialen Absicherung zu halten, dass zwei Drittel bereits über eine private Altersvorsorge verfügen und dass der Anteil derjenigen, die privat für das Alter vorsorgen, in den letzten Jahren zugenommen hat. Es wird aber auch deutlich, dass sich viele eine zusätzliche private Altersvorsorge nicht leisten können und dass die soziale Ungleichheit hinsichtlich der Alterssicherung wächst. Die staatliche Förderung nach dem Altersvermögensgesetz wird daran nicht viel ändern, weil das Fördersystem aus Zulagen und Steuerersparnissen vor allem besser Verdienenden zugute kommt und die Beihilfen für einkommensschwache Personen zu gering bemessen sind. Die Förderrichtlinien müssen deshalb grundsätzlich überarbeitet werden. Es sollten nur jene mit staatlichen Zulagen unterstützt werden, die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, eine ergänzende private Altersvorsorge aufzubauen.

STICHWORTE: Rentenreform, Altersvorsorge, Erwartungen, Altersabsicherung

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Additional private old age provision is gaining in importance given the limited success of recent reforms attempting to solve the demographic problem of statutory pension insurance. Thus, the willingness of Germans to invest in private old age provision is analyzed. Points of interest are the extent of existing private old age provision and the expected security in old age. The study is based upon two representative surveys examining the group between 30 and 60 years of age. The analysis shows that every second member of this age group is willing to pay for private old age provision in order to maintain the given level of social security; that two thirds have taken measures of private provision; and that the percentage of those taking such measures is growing. Since many people cannot afford private old age provision the inequality of private provision is growing. Financial aid by the state according to the law on old age property will not change much since particularly high income people benefit from the sponsorship system consisting of allowances and tax savings, whereas subsidies for low income groups are too small. The welfare guidelines will have to be fundamentally revised. Only those should be supported who are not in a position to build up an additional old age provision out of their own.

KEYWORDS: pension reform, old age provision, expected security in old age

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Thomas Bulmahn, Arkonastr. 59, D-13189 Berlin

E-Mail: ThomasBulmahn@bwb.org

AUTOR/AUTHOR: Kraemer, Ulrike Sabrina; Schneider, Gerald

TITEL: Faire Formeln. Psychologische und prozedurale Einflussfaktoren auf die Lösung von distributiven Konflikten

ENGL. TITLE: Fair Formulas: Psychological and Procedural Determinants in the Resolution of Redistributive Conflicts

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 55-78.

KURZREFERAT: Die Literatur zur fairen Teilung hat in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren. Eine zentrale Rolle spielten dabei einige neuere mathematische Prozeduren, die bei Verhandlungen über schwer teilbare Güter sozial effiziente, neidfreie Lösungen versprechen. In diesem Artikel präsentieren wir eine vergleichende experimentelle Evaluation dreier Verfahren. Wir untersuchen besonders, inwiefern individualpsychologische Faktoren oder Besonderheiten der verschiedenen Verfahren die Wahl der Prozedur zur Güterteilung sowie daran anschließend das Verhandlungsergebnis beeinflussen. Unsere Analyse des Verhaltens von 119 Probanden zeigt, dass psychologische Faktoren nur bei der Verfahrenswahl entscheidend sind. So entscheiden sich Individuen mit tendenziell dominanter Einstellung für jene Verfahren, die nach Auffassung von Verhandlungstheoretikern eher eine faire Lösung versprechen als relativ grobe Lösungsmuster wie "Du teilst - ich wähle". Im Gegensatz dazu ist das Verfahrensergebnis praktisch ausschließlich von Verfahrensattributen bestimmt. Der große Einfluss von psychologischen Variablen zu Beginn des Verhandlungsprozesses wirft Schatten auf die Praktikabilität der von der normativen Spieltheorie empfohlenen Verfahren. Bei der Entwicklung "fairer Formeln" zur Lösung distributiver Konflikte ist nicht zu vernachlässigen, dass ein propagiertes Mediationsverfahren den Streitpartien zusagen muss.

STICHWORTE: Faire Teilung, Institutionenwahl, Verhandlungsanalyse, Experimente, Spieltheorie

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The literature on fair division has recently experienced a renaissance. Novel mathematical procedures promising an envy-free, socially efficient solution to conflicts over nearly indivisible goods play a particularly prominent role. This article presents a comparative experimental evaluation of three procedures. We examine whether or not features of the subjects or the procedures influence the choice in favor of one of the three negotiation protocols and the results of the division. Our analysis of the behavior of 119 subjects shows that psychological factors only affect the procedural choice. Dominance-seeking individuals accordingly tend to opt for those procedures that promise a fairer outcome than the relatively crude divide-and-choose-mechanism. Attributes of the procedures, conversely, determine the outcome of the bilateral negotiations. The strong influence of psychological factors at the initial stage of the bargaining process casts nevertheless strong doubts on the practicability of the procedures, which the normative strand of game-theoretic negotiation analysis recommends. The further development of "fair formulas" for the resolution of redistributive conflicts should not neglect that the warring parties have to agree with the philosophy of the proposed bargaining protocol.

KEYWORDS: Fair division, institutional choice, negotiation analysis, experiments, game theory

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Ulrike Sabrina Kraemer; Gerald Schneider, Universität Konstanz, Fachbereich für Politik- und Verwaltungswissenschaft, Fach D86, D-78457 Konstanz

E-Mail: ulrike.sabrina.kraemer@uni-konstanz.de; gerald.schneider@uni-konstanz.de

AUTOR/AUTHOR: Hank, Karsten

TITEL: Eine Mehrebenenanalyse regionaler Einflüsse auf die Familiengründung westdeutscher Frauen in den Jahren 1984 bis 1999

ENGL. TITLE: A Multilevel Analysis of Regional Influences on West German Women's Family Formation in the Years 1984 to 1999

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 79-98.

KURZREFERAT: Der Artikel untersucht die Bedeutung regionaler Einflussfaktoren auf der Kreisebene für den Prozess der Familiengründung westdeutscher Frauen in den 1980er und 1990er Jahren. Als theoretischer Rahmen wird ein Mehrebenenmodell soziologischer Erklärung vorgeschlagen. Die empirische Analyse des Übergangs zur ersten Ehe sowie der Geburt des ersten und zweiten Kindes erfolgt auf der Grundlage von Mikrodaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und unter Verwendung eines Methoden-Mixes aus ereignisanalytischen und mehrebenenanalytischen Verfahren. Die beiden wichtigsten Befunde sind erstens, dass regionale Unterschiede im Geburtenverhalten weitestgehend durch Kontrolle individueller Merkmale - vor allem Familienstand und Alter - erklärt werden können, und zweitens, dass es eine signifikante regionale Varianz im Heiratsverhalten gibt, die weder auf Kompositionseffekte noch auf strukturelle Kontexteffekte zurückzuführen ist. Regionale Einflüsse auf Fertilitätsentscheidungen westdeutscher Frauen haben demnach keine eigenständige Qualität, sondern werden über einen latenten Kontexteffekt raumgebundener sozio-kultureller Milieus auf die Wahrscheinlichkeit einer Eheschließung lediglich indirekt vermittelt.

STICHWORTE: Familiengründung, Heirat, Geburtenrate, Mehrebenenanalyse, Sozio-oekonomisches Panel

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The role of regional influences at district level in the process of family formation is investigated for West-German women during the 1980s and 1990s. As a theoretical framework we suggest a multilevel model of sociological explanation. The empirical analysis of transition to first marriage and to the first and second child is based on micro-data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). The estimated discrete-time multilevel logit models suggest, first, that basically all regional heterogeneity in women's fertility behavior is due to differences in the respondents' individual characteristics - particularly marital status and age - while, secondly, there is a significant regional variation in women's marital behavior, which cannot be explained by population composition or by structural contextual effects. Thus, regional influences on fertility decisions do not have an autonomous quality, but are merely mediated through a latent contextual effect on the risk of entering first marriage, which we attribute to regional socio-cultural milieus.

KEYWORDS: family formation, marriage, fertility, multilevel analysis, German Socio-Economic Panel

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Karsten Hank, Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Konrad-Zuse-Str. 1, D-18057 Rostock

E-Mail: hank@demogr.mpg.de

AUTOR/AUTHOR: Klein, Markus

TITEL: Gibt es die Generation Golf? Eine empirische Inspektion

ENGL. TITLE: Does "Generation Golf" Exist? An Empirical Investigation

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 99-115.

KURZREFERAT: In seinem Essay "Die Generation Golf" entwickelt Florian Illies die These, dass sich der Wertewandel in den jüngsten Generationen umkehre. Diese These wird in den Kontext sozialwissenschaftlicher Wertewandelstheorien gestellt und anhand von Längsschnittdaten empirisch überprüft. Es werden sieben Alterskohorten unterschieden. Es zeigt sich, dass die Generation Golf (die Alterskohorte der zwischen 1965 und 1975 Geborenen) im Sinne einer klar abgegrenzten Geburtskohorte mit einem spezifischen Werteprofil in der Tat existiert. Mit der Generation Golf beginnt ein Prozess der Abwendung von postmaterialistischen Werten.

STICHWORTE: Wertewandel, Generationenunterschied, Zeitreihendaten, Kohortenanalyse, Inglehart

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Florian Illies in his essay "Generation Golf" developed the thesis that traditional values are experiencing a revival among the generation born between 1965 and 1975. This thesis is read in the context of sociological theories of value change and empirically examined on the basis of time-series data. It can be shown, that "Generation Golf" as a clearly distinguished birth cohort with a specific value profile does indeed exist. Starting with "Generation Golf", a process of averting from postmaterial values can be observed.

KEYWORDS: value change, generation gap, postmaterialism, time-series data, cohort analysis

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Markus Klein, Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln, Bachemerstr. 40, D-50931 Köln

E-Mail: klein@za.uni-koeln.de

AUTOR/AUTHOR: Hillmert, Steffen

TITEL: Altersstruktur und Karrierewege der Professorinnen und Professoren in der deutschen Soziologie

ENGL. TITLE: Age Distribution and Career Paths of Academic Sociologists in Germany

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 116-135.

KURZREFERAT: Die Personalstruktur der Professorenschaft ist sowohl berufs- und arbeitsmarktsoziologisch als auch wissenssoziologisch relevant. Anhand einer aktuellen, internetbasierten Datensammlung von Alters- und Karrieremerkmalen der amtierenden Professorinnen und Professoren an den soziologischen Instituten der deutschen Universitäten beschreibt der Beitrag Kohortenzusammensetzung, Qualifizierungsverläufe und regionale Mobilität der Hochschullehrer. Die Individualdaten erlauben sowohl einfache Zusammenhangsanalysen als auch einige Kohortenbetrachtungen. Es zeigt sich eine deutliche Ungleichverteilung in der Altersstruktur, auch an den jungen ostdeutschen Universitäten. Die Betrachtung von Merkmalen unterschiedlicher Qualifikationsstufen weist nicht nur relativ lange Qualifizierungsphasen der späteren Hochschullehrer aus, sondern für die letzten Jahre auch Probleme des Zugangs zu Professuren. Die Mobilität ist während der Qualifizierungsphase deutlich höher als nach der Erstberufung. Insgesamt gibt es eine große Homogenität in der Professorenschaft bezüglich Alter, Geschlecht, Geburtsland und Qualifizierungsverlauf. Schlussfolgerungen weisen in Richtung einer vorausschauenden Personalpolitik und Nachwuchsförderung. Anknüpfungspunkte ergeben sich ferner für Untersuchungen zur Dynamik von Forschungs- und Diskussionsthemen sowie zur wissenschaftlichen Produktivität.

STICHWORTE: Professorenschaft, Soziologie, Altersstruktur, Karriere, Hochschule, Wissenschaftssoziologie

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The personnel structure on the professorial level is relevant under aspects of both labor-market research and sociology of knowledge. On the basis of a current internet-based data collection of age and career characteristics of the present professors at departments of sociology at German universities, the paper describes cohort composition, qualification process and regional mobility of academic sociologists. Individual-level data allows for the analysis of simple correlations as well as cohort analyses. Age distribution is clearly unequal, even among young East German faculty members. The analysis of characteristics of the different qualification stages shows that this period is rather extended and how hard it is to enter a tenured position. Mobility is higher during the qualification period then after obtaining full professorship. There is a great homogeneity among professors of sociology with respect to age, sex, native country and qualification process. The results suggest that a more foresighted personnel policy and promotion of young sociologists seems necessary and that future studies on the dynamics of research, the development of themes and on scientific productivity in the field are needed.

KEYWORDS: sociology, professorate, age structure, employment career, university, sociology of science

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Steffen Hillmert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94, D-14195 Berlin

E-Mail: hillmert@mpib-berlin.mpg.de

| Home | Aktuell | Archiv | Suche | Konventionen | Materialien | Links | Gremien
Datei aktualisiert am 21.01.2004 in der Redaktion der KZfSS