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Zu den Kurzbiographien
AUTOR/AUTHOR: Zündorf, Lutz
TITEL: Das Weltsystem des Erdöls. Eine theoretisch-empirische Skizze
ENGL. TITLE: The World-System of Oil. A Theoretical and Empirical Sketch
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 421-446.
KURZREFERAT: In diesem Beitrag wird versucht, Konstruktionsprinzipien und Bewegungsmuster der Weltwirtschaft des Erdöls theoriegeleitet und auf historisch-empirischer Grundlage in Form von Hypothesen zu formulieren. Unter Weltwirtschaft des Erdöls wird die um Förderung, Verarbeitung, Verteilung und Verbrauch von Erdöl herum gruppierte, variable Konfiguration von Nationalstaaten, multinationalen Konzernen und Weltmarktbeziehungen sowie der OPEC als internationale Organisation verstanden. Die Argumentationsfigur besteht aus einer Kette von vier miteinander verknüpften und teilweise einander überlagernden Funktionsprozessen: 1. Kapitalismus als profitorientierte, innovative und expansive Wirtschaftsweise; 2. Inkorporation externer Erdölvorkommen durch Regierungen und Unternehmen der Zentrumsländer als Konsequenz des Kapitalismus; 3. als Reaktion auf die Übermacht internationaler Konzerne: der Aufbau von Gegenmacht auf Seiten der exportierenden Peripherieländer zur Aneignung der Ölvorkommen und Veränderung der asymmetrischen Austauschbeziehungen und 4. Umstellungen des weltwirtschaftlichen Integrationsmodus nach schweren wirtschaftlichen und politischen Krisen auf der Basis eines Interessenausgleichs zwischen Zentrum und Peripherie. Die Analyse wird mit einem einfachen Funktionszyklus-Modell der kapitalistischen Weltwirtschaft abgeschlossen.
STICHWORTE: Kapitalismus, Marktregulierung, Zentrum, Peripherie, Gegenmacht, Weltwirtschaft des Erdöls
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: This is an attempt at formulating, on a theoretical and empirical basis, construction principles and patterns of change of the "world economy of oil". This term refers to a loose and variable configuration of nation states, multinational corporations, the "Organization of Petroleum Exporting Countries" (OPEC) and a set of market regulations related to the production, distribution and consumption of oil on a worldwide scale. The main argument links together four interrelated and partially overlapping functional processes: (1) capitalism as a profit-oriented, innovative and expansive economic principle; (2) incorporation of the external oil deposits by the governments and corporations of the central industrial nations; (3) the emergence of countervailing power within the peripheral, oil-exporting countries in order to gain control over their oil resources and to change the unequal exchange relations with the capitalist centers; (4) change of the integration mode of the "world-economy of oil" based on a new balance of interests between centers and peripheries following severe economical and political crises. The analysis is concluded with a functional-cyclical model of the world economy of oil.
KEYWORDS: capitalism, market regulation, center, periphery, countervailing power, world economy of oil
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Lutz Zündorf, Universität Lüneburg, Institut für Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Betriebssoziologie, Scharnhorststr. 1, D-21332 Lüneburg
E-Mail: zuendorf@uni-lueneburg.de
AUTOR/AUTHOR: Pollack, Detlef; Pickel, Gert
TITEL: Deinstitutionalisierung des Religiösen und religiöse Individualisierung in Ost- und Westdeutschland
ENGL. TITLE: De-Institutionalization of Religion and Religious Individualization in Eastern and Western Germany
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 447-474.
KURZREFERAT: Die religionssoziologische Individualisierungs- und Privatisierungsthese Thomas Luckmanns, die in der deutschsprachigen Religionssoziologie breite Beachtung findet, setzt sich kritisch von der Säkularisierungstheorie ab. Sie behauptet, dass es in letzter Zeit nicht zu einem gesellschaftlichen Bedeutungsverlust von Religion, sondern zu einem Prozess der Individualisierung des Religiösen gekommen sei, in dessen Gefolge individuell entworfene, synkretistische, nicht-institutionalisierte Sinnstiftungen letzter Relevanz mehr und mehr an die Stelle traditionaler christlicher Religionsformen treten. Der Aufsatz nimmt sich vor, diese These auf der Grundlage von in Ost- und Westdeutschland erhobenen Primärdaten der empirischen Überprüfung zu unterziehen, indem er zwischen drei Dimensionen von Religion unterscheidet: traditionaler Kirchlichkeit, individueller christlicher Religiosität und nichtchristlicher bzw. außerkirchlicher Religiosität. Außerdem wird ein Index für Individualismus entwickelt. Das Ergebnis ist, dass sich Prozesse der Deinstitutionalisierung des Religiösen, wie sie Luckmann und seine Schüler behaupten, tatsächlich unschwer feststellen lassen, dass aber außerkirchliche Religiosität keine klare Alternative zur traditionalen Religiosität darstellt und insofern die Verluste letzterer auch nicht zu kompensieren vermag. Säkularisierung und religiöse Individualisierung bilden insofern keine einander entgegengesetzten Prozesse. Vielmehr ist für Deutschland der Säkularisierungsprozess, in den sich freilich Individualisierungstendenzen einlagern, dominant.
STICHWORTE: Religion, Individualisierung, Säkularisierung, nicht-christliche Religiosität, Ost- und Westdeutschland
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Luckmann's thesis of "invisible religion" which is based on religious individualization attracts great attention within the field of sociology of religion in the German speaking countries. It states that religion currently is not loosing social relevance, but that current religious changes are characterized by processes of religious individualization in which subjectively constructed, syncretistic, and non-institutionalized systems of ultimate meaning are replacing traditional Christian religious forms. Thus, the thesis contradicts the theory of secularization processes. On the basis of two surveys carried out by the authors, the paper looks for empirical evidence to support this thesis. Three dimensions of religion are distinguished: traditional church affiliation, individual Christian religiosity, and non-church religiosity. Additionally, an individualization index is constructed. The analysis shows that processes of de-institutionalization of religion can be observed, but forms of non-church or non-Christian religiosity do not constitute serious alternatives to church adherence and Christian religiosity. Secularization and religious individualization are not two diametrically opposed processes. The trend towards secularization is prevailing in Germany and the tendencies towards religious individualization are components of this pre-dominant trend.
KEYWORDS: religion, individualization, secularization, non-christian religiosity, eastern and western Germany
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Detlef Pollack, Europa Universität Viadrina, Lehrstuhl für vergleichende Kultursoziologie, Fakultät Kulturwissenschaften, Postfach 1786, D-15207 Frankfurt/Oder
E-Mail: pollack@viadrina.euv-frankfurt-o.de
AUTOR/AUTHOR: Bosch, Gerhard; Wagner, Alexandra
TITEL: Dienstleistungsgesellschaften in Europa und Ursachen für das Wachstum der Dienstleistungsbeschäftigung
ENGL. TITLE: Service Societies in Europe and the Driving Forces for the Growth of Service Employment
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 475-499.
KURZREFERAT: Für den Vergleich der EU-Länder werden zunächst Indikatoren entwickelt, mit deren Hilfe die Dienstleistungsbeschäftigung in Ländern mit unterschiedlichen Beschäftigungsquoten und Arbeitszeiten vergleichbar gemacht werden kann. Auf Basis der Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe von 1999 wird ein Vergleich der EU-Länder vorgenommen, der nicht nur die Zahl der Dienstleistungsbeschäftigten, sondern auch die Arbeitsvolumina im Dienstleistungssektor und in Dienstleistungstätigkeiten einschließt. Im Ergebnis können vier unterschiedliche Typen von Dienstleistungsgesellschaften in Europa beschrieben werden. Durch Korrelationsrechnungen werden wichtige Triebkräfte für das Wachstum der Dienstleistungsbeschäftigung im EU-Europa identifiziert. Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass Dienstleistungsbeschäftigung nicht automatisch mit weiterem wirtschaftlichen Wachstum zunimmt, sondern viel stärker an gesellschaftliche Innovationen gebunden ist, als gemeinhin angenommen wird. Für die Förderung der Dienstleistungsbeschäftigung eignen sich deshalb nicht einfache Rezepte, sondern es bedarf eines in sich konsistenten Leitbildes für eine künftige Dienstleistungsgesellschaft, auf dessen Basis eine Kombination verschiedener politischer Maßnahmen entwickelt werden muss.
STICHWORTE: Beschäftigung, Arbeitsmarkt, Dienstleistungssektor , Dienstleistungsgesellschaft, Wirtschaftswachstum, internationaler Vergleich, Europäische Union, Europäische Arbeitskräftestichprobe
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: With the aim of comparing EU countries, indicators are developed which allow for comparing service employment in countries with different employment rates and working times. Data of the European Labor Force Survey from 1999 are used to compare EU countries not only with respect to the number of service employees but also with respect to the volume of work in the service sector and in service activities. This analysis leads to a description of four different types of service societies in Europe. Correlation calculations are used to identify important driving forces for the growth of service employment in the EU. A central result of this analysis is that service employment does not automatically increase with economic growth but is closely tied to social innovations. Promoting the increase of service employment cannot be achieved with simple recipes but requires a consistent orientation model of a future service society as a basis for developing a combination of various political measures.
KEYWORDS: employment, labor market, service economy, service society, economic growth, international comparison, European Union
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut Arbeit und Technik, Wissenschaftszentrum NRW, Munscheidstr. 14, D-45886 Gelsenkirchen; Dr. Alexandra Wagner, FIA-Institut, Jägerstr. 56, D-10117 Berlin
E-Mail: bosch@iatge.de; wagner@fia-institut.de
AUTOR/AUTHOR: Nollmann, Gerd
TITEL: Die stille Umverteilung. Budgetierung als Transmissionsriemen für die Verschärfung von Einkommensungleichheit
ENGL. TITLE: The Silent Redistribution. Budgeting as a Micro-mechanism of Increasing Income Inequality
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 500-520.
KURZREFERAT: Seit einigen Jahrzehnten nimmt in den westlichen Industriestaaten die Einkommensungleichheit wieder zu. Während die Daten den Wandel von Verteilungsregelmäßigkeiten detailliert abbilden, besitzt die Soziologie noch nicht ein vergleichbares Wissen über die dazugehörigen Motive. Als wichtigste Ursachen gelten die Globalisierung von Wertschöpfungsketten, der technologische Wandel, die verstärkte Erwerbstätigkeit der Frauen, der Einflussverlust der Gewerkschaften und die steuerpolitisch bewusst herbeigeführten Umverteilungen. Der Aufsatz widerspricht diesen Annahmen nicht, sondern zeigt, dass sie die Mikroebene organisatorischer Verteilungsänderungen zu wenig verdeutlichen. Ressourcenverteilungen werden dort immer mehr als "stille" Budgetnotwendigkeit erlebt. Inzwischen regieren Budgets nicht nur Unternehmen, sondern mit erstaunlicher Ähnlichkeit auch Verwaltungen, Sozialorganisationen, Schulen, Universitäten und das Gesundheitssystem. Vor diesem Hintergrund liegt die Hypothese nahe, dass organisatorische Budgetierung als Transmissionsriemen wirtschaftliche Stagnation in größere gesellschaftliche Einkommensungleichheit übersetzt. Der Aufsatz charakterisiert monetäre Verantwortungsdelegation und Konsensbeschaffung als zentrale Ziele von Budgetierung, wendet sich anhand von Beispielen der Frage zu, wie sie sich auf die Verteilung von Ressourcen auswirkt und diskutiert die Budgetierungspraxis in Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Gesundheit.
STICHWORTE: Einkommensungleichheit, Budgetierung, Sozialer Wandel
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: During the last decades income inequality has risen again in western societies. Whereas empirical indicators and statistical data show in detail the changes in income distribution, sociology has no adequate knowledge about the corresponding micro-level motives. The globalization of value chains, technological change, the increasing occupational participation of women, the decline of union participation and tax reform are considered to be the main factors relevant for the increase in income inequality. It is shown that these variables do not sufficiently explain the micro level of organizational allocation structures, which are mainly experienced as budgetary exigencies. Not only business organizations but also public administrations, welfare organizations, schools, universities and health care organizations are governed by budgets in a similar way. It is hypothesized that budgeting functions as a micro-mechanism to transform economic stagnation into income inequality at a societal level. Delegation of responsibility and the creation of consensus are discussed to be central goals of budgeting in enterprises, social administrations, educational and health organizations and the effects of budgeting on the distribution and the allocation of resources are analyzed.
KEYWORDS: inequality of income, budgeting, organization, societal change
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Universität Duisburg-Essen, Fak. 1, Institut für Soziologie, Lotharstr. 65, D-47057 Duisburg
E-Mail: nollmann@uni-duisburg.de
AUTOR/AUTHOR: Haipeter, Thomas
TITEL: Erosion der Arbeitsregulierung? Neue Steuerungsformen der Produktion und ihre Auswirkungen auf die Regulierung von Arbeitszeit und Leistung
ENGL. TITLE: Erosion of Labor Regulation? New Forms of Production and Their Consequences for the Regulation of Working-Time and Performance
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 521-542.
KURZREFERAT: Der Artikel knüpft an die Diskussionen an, die seit geraumer Zeit über die Umbrüche der Regulierung von Arbeit geführt werden. Kaum mehr wird bezweifelt, dass ein solcher Umbruch stattfindet. Unklar ist jedoch sein Ausmaß und seine Richtung. Der Artikel argumentiert, dass es sich bei den gegenwärtig zu beobachtenden Entwicklungen nicht um eine bloße Auflösung von Regulierungen handelt, sondern um eine Neuregulierung, die sich vor allem auf die Felder der Zeit- und Leistungsregulierung konzentriert und die ihre wesentlichen Impulse aus der marktorientierten Reorganisation von Unternehmen erhält. Am Beispiel eines deutschen Produktionswerkes des europäischen Flugzeugproduzenten Airbus wird aufgezeigt, wie die Impulse der Marktorientierung in die eingespielten Verhandlungsarenen der industriellen Beziehungen einfließen und zu - kontingenten - Konstruktionsprozessen neuer Regulierungsmuster führen. Als zentrales Ergebnis der Fallstudie kann gewertet werden, dass sowohl die neuen Steuerungsformen der Produktion als auch die entstehenden neuen Regimes der Zeit- und Leistungsregulierung von der Kohärenz ihrer fordistischen Vorläufer noch weit entfernt sind.
STICHWORTE: Arbeitsregulierung; Zeit- und Leistungsregulierung; Marktorientierte Steuerungsformen; Industrielle Beziehungen
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The article refers to the discussion concerning the dramatic changes in the regulation of labor. There is no doubt that these changes really exist. But there is no agreement with respect to the degree and the direction of these changes. The article argues that the observable developments must not be interpreted as a dissolving of regulations, but as a process of re-regulation which takes place mainly in the fields of working-time and performance and which is fuelled to a great extent by the market-oriented reorganization of company structures. A case study of the Airbus production site in Nordenham (Germany) concentrates on how the impulses of company reorganisation are incorporated into the arena of industrial relations and how they lead to contingent processes of the construction of new regulations. One central empirical finding of the case study is that the new forms of production management as well as the emerging new regimes of regulation are still far from being as coherent as their fordistic predecessors.
KEYWORDS: labor regulation, de-regulation, industrial relations, production management, reorganization
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Thomas Haipeter, Munscheidstraße 14, D-45886 Gelsenkirchen
E-Mail: haipeter@iatge.de
AUTOR/AUTHOR: Kriwy, Peter; Komlos, John; Baur, Marieluise
TITEL: Soziale Schicht und Körpergröße in Ost- und Westdeutschland
ENGL. TITLE: Social Stratification and Body Height in Eastern and Western Germany
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 543-556.
KURZREFERAT: Die durchschnittliche Körpergröße einer Bevölkerung kann als Maß für den "biologischen Wohlstand" verwendet werden. Wenn Menschen während ihrer Wachstumsphase regelmäßig genügend kalorienhaltige und gesunde Nahrung erhalten und medizinisch gut versorgt sind, dann erreichen sie hohe Körpergrößen. Die Entwicklung der Körpergrößen in Deutschland wird mit dem Bundes-Gesundheitssurvey 1998 untersucht. Demnach sind westdeutsche Männer und Frauen größer als Ostdeutsche. Seit dem Mauerfall scheinen ostdeutsche Männer die westdeutschen Männer einzuholen; ostdeutsche Frauen dagegen erfahren keinen Wachstumsschub. Neben diesem zentralen Ergebnis werden auch Effekte des Urbanisierungsgrades und der sozialen Schicht diskutiert.
STICHWORTE: Körpergröße, soziale Schichtung, soziale Ungleichheit, biologischer Wohlstand
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The average height of a population can be used as a measure for its health or for its "biological wellbeing". If during their period of growth people regularly receive enough healthy and high-calorie food and are given medical treatment, their body height will profit from that. The development of body heights in Germany is surveyed by the Federal-Health-Survey 1998. According to our results men and women from Western Germany are taller than men and women from Eastern Germany. Since the German unification men from Eastern Germany seem to be catching up with their western counterparts; but women from Eastern Germany do not gain a push in growth. Effects of the degree of urbanization and of the social status are discussed in addition.
KEYWORDS: body height, social stratification, social inequality, biological wellbeing
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dipl.-Soz. Peter Kriwy, Ludwig-Maximilians-Universität, Institut für Soziologie, Konradstr. 6, D-80801 München
E-Mail: peter.kriwy@soziologie.uni-muenchen.de, jk@econhist.de
AUTOR/AUTHOR: Brinkmann, Ulrich; Meifert, Matthias
TITEL: Vertrauen bei Internet-Auktionen. Eine kritische Stellungnahme
ENGL. TITLE: Trust in Internet Auctions. A Critical Comment
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 557-565.
KURZREFERAT: Der Text diskutiert den Beitrag von Diekmann und Wyder aus Heft 4, Jg. 54, 2002 der KZfSS, in dem die Autoren "Vertrauen und Reputationseffekte bei Internet-Auktionen" zum Thema machen. Probleme der theoretischen Abgrenzung und des Verhältnisses der Kategorien Vertrauen und Reputation werden kritisiert. Diekmann und Wyder bedienen sich eines unterkomplexen Indikators, um die Frage nach einer Reputationsprämie zu beantworten. Sie fallen hinter das Differenzierungspotential der Internet-Plattform und bei ihrem Indikator auch hinter vorliegende Vorschläge zurück. Sie unterbewerten zudem die Bedeutung der negativen Bewertungen, insbesondere der "critical incidents"; schließlich unterschätzen sie die Relevanz der Begründung, der Pflege und der Modifikation der marktregulierenden Institutionen. Es ist deshalb fraglich, ob dieser Markt so dynamisch gewachsen wäre, wenn sich die Plattformwirklichkeit nichtiterativer Transaktionen so darstellte, wie dies in der Analyse von Diekmann und Wyder skizziert wird.
STICHWORTE: Vertrauen, Reputation, Internet-Auktion, Bewertung, Marktregulierung
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The text replies to the article "Trust and Reputation in Internet-Auctions" (KZfSS, Vol. 54, No. 4, pp. 674-693) by Diekmann and Wyder. In principle the authors' consideration regarding a premium for reputation for trustworthy participants in internet auctions seems to be attractive. However, we object to the lacking definitions of the categories of trust and reputation as well as to the problematic design of their central indicator (reputation). With regard to their interpretation we criticize the missing consideration of qualitative - especially negative - statements in the public rating systems, underestimating the relevance of "critical incidents" to fragile trust relations on the internet. Finally we remark that Diekmann and Wyder misjudge the founding, cultivating and modifying activities (including imposing sanctions) of the platform owner towards this institution regulating the market.
KEYWORDS: trust, reputation, internet auction, rating system, market regulation
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Ulrich Brinkmann, Ruhr-Universität Bochum, Forschungsinstitut Arbeit Bildung Partizipation e.V. FIAB, Münsterstraße 13-15, D-45657 Recklinghausen
E-Mail: ulrich.brinkmann@ruhr-uni-bochum.de
AUTOR/AUTHOR: Diekmann, Andreas; Wyder, David
TITEL: Reputation und Kooperation. Anmerkungen zur Kritik von Ulrich Brinkmann und Matthias Meifert
ENGL. TITLE: Reputation and Cooperation. Remarks on the Comment of Ulrich Brinkmann and Matthias Meifert
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, 2003, S. 566-571.
KURZREFERAT: Das institutionalisierte Rating von Verkäufen bei Internet-Auktionen ist ein wirksames Instrument, um Kooperation bei Transaktionen hervorzurufen. Auf Grund dieses Systems haben Verkäufer ein Interesse, in Reputation zu investieren und sich kooperativ zu verhalten. Wir haben diese Zusammenhänge, insbesondere die Frage nach der Existenz und dem Ausmaß einer "Prämie auf Reputation", empirisch untersucht (Diekmann und Wyder 2002). Ulrich Brinkmann und Matthias Meifert formulieren nun in einer Replik auf unsere Studie verschiedene Einwände, die wir in diesem Beitrag diskutieren. Insbesondere setzen wir uns mit der Kritik an der Messung von Reputation auseinander. Weiterhin gehen wir der Frage nach, ob die Institutionalisierung eines Reputationssystems hinreichend ist, um Kooperation hervorzubringen und zu stabilisieren, oder ob es dazu äußerer Sanktionsinstanzen bedarf, wie Brinkmann und Meifer argumentieren. Diese Frage kann allerdings nur anhand weiterer experimenteller oder Simulationsstudien beantwortet werden.
STICHWORTE: Reputation, Internet-Auktion, Kooperation, Vertrauen, rationales Handeln
ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The institutionalized system of rating sellers in internet-auctions is a powerful tool to promote cooperation. This system encourages rational actors to "invest in reputation" and, consequently, to behave cooperatively. We analyze the strategic behaviour of sellers and buyers and, particularly, we investigate with empirical data whether there is a "premium on reputation". Ulrich Brinkmann and Matthias Meifert critically comment on our article. In this rejoinder we discuss their objections and particularly the measurement of reputation. Also, we explore the question of the relevance of an institutionalized system of reputation. Is an exogeneous sanctioning mechanism a necessary prerequisite to generate a stable amount of cooperation as Brinkmann and Meifert argue or does the institution of a reputation system suffice? To answer this question further experimental or simulation studies are required.
KEYWORDS: reputation, internet-auction, cooperation, trust, rational action
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Andreas Diekmann, ETH Zürich, Department Humanities, Social and Political Sciences, Scheuchzerstrasse 70, CH-8006 Zürich
E-Mail: diekmann@soz.gess.ethz.ch
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