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Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 4, Jg. 59, 2007

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AUTOR/AUTHOR: Theresa Wobbe und Ingrid Biermann

TITEL: Die Metamorphosen der Gleichheit in der Europäischen Union. Genese und Institutionalisierung supranationaler Gleichberechtigungsnormen

ENGL. TITLE: The European Union as Authority Structure of Gender Politics. The Road from Economic Interests to Supranational Gender Equality Norms

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 565-588.

KURZREFERAT: In der 50-jährigen Geschichte der EU ist das Verständnis von Geschlechtergleichheit ständig ausgeweitet und verändert worden. Der Beitrag untersucht diese Metamorphose in zwei Schritten. Mit Bezug auf das ökonomische Interesse an Lohngleichheit wird deren Kodifizierung (1957) im Kontext einer globalen Erwartungsstruktur rekonstruiert. Globale Normen werden allerdings nicht automatisch „übertragen“. Daher nehmen wir im zweiten Schritt einen Ebenenwechsel vor und fragen nach deren Deutung und Umsetzung im europäischen System. Die Analyse macht deutlich, dass die erfolgreiche Institutionalisierung der Gleichberechtigungsnormen aufs Engste an die institutionelle Struktur des supranationalen Systems gekoppelt ist: Sie sind durch die Leitidee des Gemeinsamen Markts legitimiert, durchgesetzt werden sie mit der genuin supranationalen Autorität. Die Ergebnisse zeigen, dass in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa, zunächst ohne feministische Agenda, eine neue supranationale Referenzstruktur für Gleichberechtigung entsteht, die die nationale Ebene überlagert. Der Beitrag argumentiert dafür, die weltgesellschaftliche sowie auch die geschlechtersoziologische Perspektive hierfür systematisch zu öffnen.

STICHWORTE: Geschlechterpolitik der Europäischen Union, supranationales System, Weltgesellschaft, Geschlechtergleichheit, Institutionalismus, Geschichte der Gleichheit

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: During the last 50 years, the European Union’s meaning of gender equality constantly is in flux. This paper aims at examining the metamorphosis in two steps. (1) While relating the equal pay norm (1957) to the common market idea, its codification is reconstructed through the impact of global norms. (2) Changing to the European level, we reconstruct its interpetration and the way it was enforced. The metamorphosis of gender equality norms makes clear that the latter are deeply embedded in the institutional structure of the emerging supranational system: While gender equality is legitimized by the idea of the common market, its enforcement follows European authority. After 1945, a new reference structure of gender equality norms was established accordingly, transcending national levels. In their approach, both world society theory and sociology of gender should address this still emerging structure.

KEYWORDS: European Union gender policy, supra-national system, world society, gender equality, institutionalism, history of equality

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Theresa Wobbe, Universität Erfurt, Staatswissenschaftliche Fakultät, Sozialwissenschaften, Postfach 900 221, 99105 Erfurt, Tel: 0049-361-737- 4920

E-Mail: mtheresa.wobbe@uni-erfurt.de

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Ingrid Biermann, Julius-Leberstr. 16, 33625 Bielefeld

E-Mail: ingrid.biermann@uni-erfurt.de

AUTOR/AUTHOR: Isabelle Stadelmann-Steffen

TITEL: Der Einfluss der sozialpolitischen Kontexte auf die Frauenerwerbstätigkeit in der Schweiz

ENGL. TITLE: The Influence on Social-Policy Contexts of Women’s Employment in Switzerland

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 589-614.

KURZREFERAT: Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, inwiefern sozial-politische Maßnahmen und Instrumente das individuelle Erwerbsverhalten einer Frau beeinflussen. Die Analyse unterscheidet sich in zwei Punkten von bisherigen Studien in diesem Gebiet. Erstens werden für die Erklärung des individuellen Erwerbsentscheids einer Frau individuelle Faktoren und der sozialpolitische Kontext mittels einer Mehrebenenanalyse kombiniert. Zweitens werden gruppenspezifische Policy-Effekte analysiert. Dies, weil sozialpolitische Maßnahmen meist nicht die ganze Bevölkerung in gleichem Masse berühren, sondern verschiedene Personengruppen unterschiedlich betreffen. Die Analysen zeigen, dass Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere die Erwerbsintensität von Müttern der Mittelschicht fördert, für welche Erwerbstätigkeit „freiwillig“ ist. Ein hohes Krippenangebot erhöht jedoch ebenfalls den Spielraum von Frauen, die aus ökonomischen Gründen arbeiten müssen, und ist damit der Chancengleichheit im Arbeitsmarkt dienlich.

STICHWORTE: Frauenerwerbstätigkeit, Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Mehrebenenanalyse, Schweizer Kantone

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: This article investigates the influence of political measures and instruments on women’s employment behaviour. Unlike former studies in this field individual factors as well as the policy-context are analyzed simultaneously in a multilevel analysis in order to explain women’s employment decisions. Additionally, group-specific policy-effects are analysed. Since, public policies are often directed to particular groups in society, or at least, they do not affect everyone in the same way. The results show that policies facilitating the reconciliation of family and work particularly promote the work intensity of mothers of the middle class, who can chose whether to participate in the labour market or not. However, a substantial child care supply also increases the scope for women that have to work for economic reasons, and therefore improves equal opportunities in the labour market.

KEYWORDS: women’s employment, welfare state, social policy, reconciling family and work, multilevel analysis

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Dr. Isabelle Stadelmann-Steffen, Universität Konstanz, Fachbereich Politik und Verwaltungswissenschaft, Postfach D84, 78457 Konstanz

E-Mail: isabelle.steffen@uni-konstanz.de

AUTOR/AUTHOR: Volker Müller-Benedict

TITEL: Wodurch kann die soziale Ungleichheit des Schulerfolgs am stärksten verringert werden?

ENGL. TITLE: What has the Strongest Effect on Reducing Social Inequality of School Achievement?

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 615-639.

KURZREFERAT: Vielfältige Ursachen für die soziale Ungleichheit des Schulerfolgs, die in Deutschland besonders stark ausgeprägt ist, sind inzwischen wissenschaftlich erforscht. Doch welche dieser Ursachen hätte, wenn sie erfolgreich neutralisiert werden könnte, den größten Effekt auf die soziale Ungleichheit? Auf der Grundlage der PISA-Daten des Jahres 2000 wird in diesem Beitrag nachgewiesen, dass in dieser Hinsicht der sekundäre soziale Effekt, der vor allem durch die Eltern-Entscheidungen für Übergänge auf verschiedene Schulformen sichtbar wird, mindestens so groß ist wie der primäre soziale Effekt, der Einfluss der familiären Sozialisation in allen ihren Facetten. In einfachen Simulationen wird gezeigt, wie sich die soziale Ungleichheit bei Neutralisierung des primären oder sekundären sozialen Effekts verändern würde, und dass die Größe dieser Veränderungen sich nicht einfach aus der Größe der Effekte vorhersagen lässt.

STICHWORTE: Sekundärer sozialer Effekt, Soziale Ungleichheit, Bildungssystem, Grundschulempfehlung, Modellierung, Effektstärke

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: Social inequality of student achievement in school has a variety of causes, all of them are well investigated scientifically. But, if a particular cause could be neutralized, which of these causes would have the strongest effect of reducing social inequality? Based on data of the PISA 2000 study, the contribution argues that the secondary social effect, which mainly represents the parental decisions for transitions to different branches of the higher educational system, has at least the same quantity as the primary social effect, which consists in all family background conditions of a student. Simple simulations show how the social inequality will change, if either the primary or the secondary social effect are neutralized. These changes cannot be forecasted in an easy or linear way under different conditions.

KEYWORDS: secondary social effect, social inequality, german educational system, modelling, school continuation decisions, strength of effects

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr.Volker Müller-Benedict, Universität Flensburg, Auf dem Campus 1, 24943 Flensburg

E-Mail: vbenedi@uni-flensburg.de

AUTOR/AUTHOR: Claudia Schuchart und Kai Maaz

TITEL: Bildungsverhalten in institutionellen Kontexten: Schulbesuch und elterliche Bildungsaspiration am Ende der Sekundarstufe I

ENGL. TITLE: Educational Behaviour in Institutional Arrangements: Visited School Type and Parent’s Educational Aspirations at the End of the Lower Secondary School

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 640-666.

KURZREFERAT: Im deutschen Schulsystem hat sich ein wissenschaftlich bislang wenig beachteter Öffnungsprozess vollzogen, der sich darin äußert, dass am Ende der Sekundarstufe I Schulabschlüsse unabhängig von der besuchten Schulart erworben werden können. Diese so genannten „Entkopplungsoptionen“ werden weitaus häufiger genutzt als der Schulartwechsel und könnten somit bedeutsamer als dieser zur Korrektur bisheriger suboptimaler Bildungsentscheidungen beitragen. In diesem Zusammenhang darf jedoch nicht vernachlässigt werden, dass die institutionellen Bedingungen (im Sinne von Zugangs- und Vergabekriterien) insbesondere für die Weiterqualifizierung von Hauptschülern bundeslandspezifisch stark variieren. Im vorliegenden Beitrag wird auf der Grundlage der Theorie rationalen Handelns der Einfluss von Merkmalen der sozialen Herkunft, des Geschlechts sowie des Migrationsstatus auf die elterlichen Schulabschlusswünsche am Ende der Hauptschule unter den Bedingungen bundeslandspezifischer „Gelegenheitsstrukturen“ analysiert. Genutzt wird der nationale Datensatz der PISA 2000 – Erhebung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bildungsaspirationen bedeutsam in Abhängigkeit von der sozialen und ethnischen Herkunft variieren, wobei vor allem die sozialen Herkunftseffekte institutionell beeinflussbar sind: In Bundesländern mit eher offen gestalteten Zugangs- und Vergabekriterien sind Eltern unterer Sozialgruppenzugehörigkeit deutlich stärker an einer Weiterqualifizierung ihrer Kinder interessiert als in Bundesländern mit eher restriktiv gestalteten Bedingungen.

STICHWORTE: Bildungsaspiration, Bildungsungleichheit, institutioneller Kontext

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: In the German school system a scientifically widely ignored process of modernization took place. It can be described as disconnection of visited school type and aspired graduation at the end of the lower secondary school. These so called “options of disconnection” are obviously used more often than the change of school type and possibly contribute better for a compensation of suboptimal school decisions. In this context the varying institutional arrangements (e.g., restriction of access) of the German states are to be considered, particularly for the upgrading at the Hauptschule (less prestigious level of secondary school). Based on the theory of rational choice, the article investigates the impact of social origin, ethnicity and gender on the parent’s aspired graduation under the different opportunity structures of German federal states. For the analysis the national PISA 2000 – data are used. The results show that parent’s desired graduation is strongly associated with social background and ethnicity. Additionally, the effects of social origin vary by institutional arrangements: In federal states characterized by a wider institutional opening lower status parents aspire more often towards an upgraded certificate for their offspring than in states characterized by more restrictive conditions.

KEYWORDS: educational aspiration, educational disparities, institutional arrangements

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Claudia Schuchart, Bergische Universität Wuppertal, Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung, Gaußstrasse 20, 42097 Wuppertal

E-Mail: schuchart@uni-wuppertal.de

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Kai Maaz, Max Planck Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94, 14195 Berlin

E-Mail: maaz@mpib-berlin.mpg.de

AUTOR/AUTHOR: Hans-Peter Blossfeld, Sandra Buchholz, Dirk Hofäcker, Heather Hofmeister, Karin Kurz und Melinda Mills

TITEL: Globalisierung und die Veränderung sozialer Ungleichheiten in modernen Gesellschaften. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des GLOBALIFE-Projektes

ENGL. TITLE: Globalisation and Changes in Social Inequality in Modern Societies. A Summary of the Results from the GLOBALIFE-Project

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 667-691.

KURZREFERAT: Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf individuelle Lebens- und Erwerbsverläufe und den daraus resultierenden Veränderungen sozialer Ungleichheitsmuster in modernen Gesellschaften. Die Ergebnisse basieren auf Analysen des internationalen Forschungsprojektes GLOBALIFE, in dem erstmals die Entwicklung von Lebensverläufen im Globalisierungsprozess empirisch untersucht wurde. Es zeigt sich, dass sich der Globalisierungsprozess in sehr unterschiedlicher Weise auf verschiedene Phasen des Lebensverlaufs ausgewirkt hat: Während sich die Erwerbsverläufe von Männern in der mittleren Berufsphase als weitgehend stabil erwiesen, sahen sich vor allem junge Erwachsene, Frauen in der mittleren Lebensphase sowie Arbeitnehmer im Vorruhestandsalter mit starken Veränderungen konfrontiert. Weiterhin zeigt die GLOBALIFE-Studie, dass die durch Globalisierung ausgelösten Wandlungsprozesse in verschiedenen modernen Gesellschaften nicht zu identischen Resultaten geführt haben. Vielmehr wird der Globalisierungsprozess auf nationaler Ebene durch verschiedene, fest verankerte institutionelle Strukturen ‚gefiltert‘. Dies führt zu länderspezifischen Formen der Arbeitsmarktflexibilisierung, die ihrerseits die Lebensverläufe und sozialen Ungleichheitsstrukturen in modernen Gesellschaften auf sehr unterschiedliche Weise geprägt und verändert haben: Skandinavischen Ländern gelang es durch umfangreiches wohlfahrtsstaatliches Engagement, die Verstärkung sozialer Ungleichheiten im Globalisierungsprozess einzudämmen. In anderen Wohlfahrtsregimen führte die Globalisierung dagegen zu einer Verstärkung von Ungleichheiten zwischen Insidern und Outsidern des Arbeitsmarktes (konservative und südeuropäische Länder) bzw. zwischen Arbeitnehmern mit unterschiedlichen individuellen Ressourcen (liberale Länder).

STICHWORTE: Globalisierung, Arbeitsmarkt, Wohlfahrtsstaat, Lebenslauf, Erwerbskarrieren, Soziale Ungleichheit, Längsschnittforschung

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: This article deals with the effects of globalisation on individual life courses and employment careers and the resulting changes in patterns of social inequality in modern societies. Empirically, we draw back to results from the international research project GLOBALIFE which studied the effects of globalisation on modern life courses for the first time. The results show that the effects of globalisation on individual life courses show marked differentiation with regards to specific life course phases: while especially the employment of mid-career men remained considerably stable under globalisation, the careers of young adults, mid-career women as well as late-career workers underwent significant alterations. At the same time, results from the GLOABLIFE study indicate that the changes induced by globalisation have not yet led to identical results at the national level. Globalisation appears to be differentially filtered by deeply embedded and path-dependent national institutions. These “institutional packages” entail variable forms of labour market “flexibilisation” which themselves differentially shape patterns of social inequality in modern societies: While Scandinavian countries have largely succeeded in limiting an increase in social inequality under globalisation through active public welfare engagement, globalisation has led to a significant amplification of social inequalities in other regime types, either between labour market insiders and outsiders (in conservative and Southern European countries) or between individuals with different human capital resources (in liberal countries).

KEYWORDS: globalisation, labour market, welfare state, life course, employment careers, social inequality, longitudinal research

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Soziologie I, Postfach 1549, 96045 Bamberg

E-Mail: hans-peter.blossfeld@sowi.uni-bamberg.de

AUTOR/AUTHOR: Dieter Urban und Jochen Mayerl

TITEL: Antwortlatenzzeiten in der survey-basierten Verhaltensforschung

ENGL. TITLE: Response Latency Measurement in Survey-Based Behaviour Research

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59, 2007, S. 692-713.

KURZREFERAT: Die Studie überprüft im Kontext dualer Prozessmodelle drei Moderatorhypothesen, nach denen der Modus der Informationsverarbeitung die von der „Theory of Reasoned Action“ (TRA) bestimmten Effekte zur Erklärung von Verhaltensintention und tatsächlichem Verhalten moderiert. Die zur Analyse benutzten empirischen Daten stammen aus einer deutschlandweiten CATI-Erhebung aus dem Jahre 2005 zum Thema „Geldspenden an Hilfsorganisationen“. Die Ergebnisse von Strukturmodellschätzungen zeigen, dass die Antwortlatenzzeit als Maß des Modus der Informationsverarbeitung (wie postuliert) ein statistisch signifikanter Moderator sowohl des Effekts der Verhaltensintention auf Verhalten als auch des Effekts der Verhaltenseinstellung auf die Verhaltensintention ist. Der Effekt der subjektiven Norm auf die Verhaltensintention wird hingegen nicht moderiert. Die vorgestellten Analysen veranschaulichen, dass klassische Einstellungs-Verhaltensmodelle (wie z.B. die TRA) durchaus mit Konzepten aus prozesstheoretischen Modellen (wie z.B. dem MODE-Modell) erweiterbar sind.

STICHWORTE:

ENGL. KURZREFERAT/ABSTRACT: The article reports about an empirical investigation on three moderator hypotheses claiming that the mode of information processing acts as a moderator for all effects specified by the “theory of reasoned action” (TRA) to explain behavioural intentions and actual behaviour. Our empirical research uses data of a 2005 German nationwide CATI-survey. When analyzing this data by estimating structural equation models we could detect the moderating function of response latencies. All the effects of behavioural attitudes and behavioural intentions specified by the TRA were moderated significantly when the model was used to explain intended and actual money donations. However, the TRA-effect of subjective norms was not infected by the mode of information processing. Our results show that classical models of attitude-behaviour research (e.g. TRA-model) can be improved theoretically and empirically by concepts developed in process models of attitude research (e.g. MODE-model).

KEYWORDS: response latency, theory of reasoned action, attitude research, behaviour research, donation behaviour, mode of information processing Stichworte: Theorie des überlegten Handelns, Einstellungsforschung, Verhaltensforschung, Spendenverhalten, Modus der Informationsverarbeitung

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Jochen Mayerl M.A., Univesität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Abt. IV, Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart

E-Mail: jochen.mayerl@soz.uni-stuttgart.de

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: Prof. Dr. Dieter Urban, Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Abt. IV, Keplerstr. 17, KII, 70174 Stuttgart

E-Mail: Dieter.Urban@sowi.uni.stuttgart.de

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Datei aktualisiert am 13.11.2007 in der Redaktion der KZfSS