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Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 2, Jg. 62, 2010

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AUTOR/AUTHOR: Gerhard Krug

TITEL: Paradoxe Folgen finanzieller Anreize zur Arbeitsaufnahme für die Beschäftigungsstabiltität. Eine handlungstheoretische Analyse nach Boudon

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 191-217.

ZUSAMMENFASSUNG: In der Arbeitsmarktpolitik werden finanzielle Zuschüsse zum Arbeitslohn (Kombilöhne) eingesetzt, um Arbeitslose zur Beschäftigungsaufnahme zu motivieren. Aus der Perspektive der ökonomischen Theorie sollten solche Anreize wirksam sein, weil sie direkt auf die finanziellen Nutzenmaximierungskalküle von Arbeitslosen ausgerichtet sind. Empirisch zu beobachten ist jedoch häufig die baldige Beendigung von einmal eingegangenen bezuschussten Beschäftigungsverhältnissen. In dieser Arbeit wird dieses Abbruchverhalten erklärt. Dazu wird auf Boudons um subjektive und normative Aspekte erweiterten Rationalitätsbegriff Bezug genommen. Es wird die These aufgestellt, dass der Zuschuss den Beschäftigten subjektiv eine Verletzung der Reziprozitätsnorm durch den Betrieb signalisiert und dass sie deshalb mit Sanktionen reagieren, die mitunter das Beschäftigungsende zur Folge haben. Datenbasis für die empirische Überprüfung der These ist eine Befragung von Kombilohnbeziehern des sogenannten „Mainzer Modells“. Ordered Logit- und Ereignisanalysen werden mit einem Propensity Score Matching kombiniert, um die Hypothesentests durchzuführen. Die Ergebnisse stützen die aufgestellten Hypothesen. Dies wird als Hinweis darauf interpretiert, bereits bei der Konzeption von Kombilöhnen oder anderen Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nicht ausschließlich von einem ökonomisch informierten Verständnis rationaler Handlungen auszugehen, wenn die Wirksamkeit dieser Instrumente erhöht werden soll.

SCHLÜSSELWÖRTER: Boudon · Reziprozität · Finanzielle Anreize · Arbeitsmarktsoziologie · Propensity Score Matching

TITLE: Paradox effects of financial incentives to work on employment stability - An analysis on Boudon's cognitivst model

ABSTRACT: Financial incentives to work (in-work benefits) are an instrument of labour market policy to motivate the unemployed to re-enter employment. Following neoclassical economic reasoning, such financial incentives should be effective, since the unemployed are expected to maximize financial utility. However, one common empirical finding is that such wage-subsidized employment is rather unstable. Applying Boudons cognitivist model to the ending of wage-subsidized employment the hypotheses are derived that firstly the in-work benefit is interpreted by the employee as a signal for the firm’s violation of the norm of reciprocity and secondly that the employee’s resulting sanctioning behaviour can raise the probability for job terminations. Survey data on in-work benefit recipients is used to test the hypotheses, performing ordered logit and event history analysis in combination with propensity score matching. Results from the empirical analysis support the hypotheses. It is concluded that labour market policy should be based not only on the assumption of economically rational behaviour, if labour market programmes are to be effective.

KEYWORDS: Boudon · Reciprocity · Financial incentives · Labor market sociology · Propensity score matching

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: G. Krug, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Weddigenstr. 20-22, 90478 Nürnberg, Deutschland

E-Mail: gerhard.krug@iab.de

AUTOR/AUTHOR: Gert Pickel

TITEL: Säkularisierung, Individualisierung oder Marktmodell? Religiosität und ihre Erklärungsfaktoren im europäischen Vergleich

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 219-245

ZUSAMMENFASSUNG: Die Debatten über die religiöse Entwicklung Europas haben in den letzten Jahren mehr und mehr die kontroversen theoretischen Positionen der dominierenden drei Ansätze der aktuellen Religionssoziologie erkennen lassen. Sie prognostizieren unterschiedliche Szenarien für die Entwicklung von Religiosität und Kirchlichkeit im geeinten Europa, wobei häufig die Gültigkeit der traditional bedeutsamen Säkularisierungstheorie in Frage gestellt wird. Im vorliegenden Beitrag wird eine hauptsächlich auf der Makroebene angelegte quantitative empirische Analyse der Entwicklung religiöser Vitalität im europäischen Vergleich seit 1990 vorgenommen, die auf einer breiten Zusammenstellung von verfügbaren Umfragedaten beruht. Die Ergebnisse geben Anlass zu der Vermutung, dass die Säkularisierungstheorie nicht vorschnell zu verwerfen ist, aber eine deutliche Kontextualisierung benötigt, um weiterhin als Erklärungsmodell religiöser Vitalität gelten zu können. Insbesondere die kulturhistorische Prägung durch die dominanten Religionen, die politischen Rahmenbedingungen oder Folgen politischer Repression sowie Prozesse der Identitätsbildung spielen eine wichtige Rolle. Unter Einbezug dieser Faktoren ist es möglich, die bestehenden Differenzen religiöser Vitalität in Europa in großem umfang erklären zu können. Besonders interessant ist die Feststellung konfligierender Wirkungen der genannten Rahmenbedingungen in Osteuropa, welche sich teilweise in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben.

SCHLÜSSELWÖRTER: Religion · Religiosität · Säkularisierung · Internationaler Vergleich

TITLE: Secularization, individualization or market model? - Religious vitality and their sources in European comparison

ABSTRACT: The debates of the religious development in the last decades have uncovered the differences of the current theories of the sociology of religion. Most of them point out different explanations of the developments of religiosity and involvement in church in the unified Europe, often combined with a critique of the traditional dominant secularization theory. In the article on the hand, a quantitative analysis of the religious vitality in Europe, focused mainly on the macro-level, using a combination of a wide range of survey data, will be conducted. The results lead to the assumption, that the secularization theory should not be rejected too fast. But its general assumptions have to be framed in cultural context, to be useful for a continuing explanation of religious vitality in Europe. The cultural-historical influence of dominant religions, the political framework or results of political repression and processes of identity formation play important roles. Including these factors, it seems to be possible, to explain the differences in religious vitality in Europe. Especially, the conflicting effects of the framework of Eastern European religion are from special interest.

KEYWORDS: Religion · Religiosity · Secularization · International comparison

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: G. Pickel, Institut für Praktische Theologie, Universität Leipzig, Otto-Schill-Str. 2, 04109 Leipzig, Deutschland

E-Mail: Pickel@rz.uni-leipzig.de

AUTOR/AUTHOR: Nadia Steiber · Barbara Haas

TITEL: Begrenzte Wahl - Gelegenheitsstrukturen und Erwerbsmuster in Paarhaushalten im europäischen Vergleich

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 247-276.

ZUSAMMENFASSUNG: Dieser Artikel untersucht Erwerbsmodelle in Paarhaushalten – insbesondere deren Variabilität je nach Präsenz und Alter von Kindern. Ziel der vergleichenden Analyse von 10 europäischen Ländern auf Basis des European Social Survey (2004/05 und 2006/07) ist die Erklärung der ausgeprägten Länderunterschiede sowohl im Hinblick auf empirisch bedeutsame Erwerbsmuster, vor allem jedoch hinsichtlich deren Veränderung über den Lebenszyklus von Familien. Als Erklärungsfaktoren werden sowohl wohlfahrtsstaatliche Regelungen (Familien- und Steuerpolitiken) und sozioökonomische Bedingungen (Lohnniveau, Arbeitslosigkeit, Verfügbarkeit von Teilzeitarbeit) als auch kulturelle Faktoren (gesellschaftlich dominante Werthaltungen in Bezug auf Geschlechterrollen und Kleinkindbetreuung) untersucht. Der Artikel diskutiert das Verhältnis dieser strukturellen und kulturellen Faktoren zur Praxis gelebter Erwerbsmuster in Paarhaushalten und kommt dabei zu dem Schluss, dass die Erklärung geschlechtsspezifischer Erwerbsmuster letztlich von Land zu Land unterschiedlich ausfallen muss, um der Komplexität ihrer Genesis gerecht zu werden.

SCHLÜSSELWÖRTER: Erwerbsmuster · Familienzyklus · Europa · European Social Survey

TITLE: Limited choice - structures of opportunity and employment patterns in European couple households

ABSTRACT: This article investigates employment patterns in couple households—and in particular their variability according to the presence and age of children. The aim of the comparative analysis of ten European countries, using data from the European Social Survey (2004/05 and 2006/07), is to explain the pronounced cross-country differences with regard to empirically relevant household employment patterns—focusing on their variability across an ideal-typical family life-cycle. Explanatory factors include the social policy framework (family and tax policies), socio-economic and labor market conditions (wage level, unemployment, the availability of part-time work) as well as national gender cultures (societal ideals regarding gender roles and childcare). The article discusses the relationship between these structural and cultural factors, on the one hand, and actual practices of gendered employment behaviour, on the other. It concludes that, in order to account for the complexity of causal relations, the explanation of gendered employment patterns ought to be country-specific.

KEYWORDS: Employment patterns · Family cycle · Europe · European Social Survey

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: N. Steiber · B. Haas, Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung, Wirtschaftsuniversität Wien, Augasse 2-6, 1090 Wien, Österreich

E-Mail: nadia.steiber@wu.ac.at

E-Mail: barbara.haas@wu.ac.at

AUTOR/AUTHOR: Marcus Maurer · Harald Schoen

TITEL: Der mediale Attraktivitätsbonus. Wie die physische Attraktivität von Wahlkreiskandidaten die Medienberichterstattung in Wahlkämpfen beeinflusst

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 277-295

ZUSAMMENFASSUNG: Der Beitrag untersucht die Berichterstattung sechs regionaler Tageszeitungen über 25 Wahlkreiskandidaten in den letzten sechs Wochen vor der Bundestagswahl 2005 mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse. In einer vorgeschalteten Studie wurde die physische Attraktivität der 25 Kandidaten ermittelt. Die Analysen zeigen, dass die Zeitungen über attraktive Wahlkreiskandidaten deutlich häufiger und deutlich positiver berichtet haben als über unattraktive. Dies gilt auch dann, wenn man andere für die Berichterstattung relevante Kandidatenmerkmale (Parteizugehörigkeit, Rolle als Amtsinhaber oder herausforderer usw.) kontrolliert. Die befunde deuten darauf hin, dass Journalisten denselben Attraktivitätsstereotypen unterliegen wie andere Menschen. Dies hat jedoch vermutlich weitreichende Folgen, weil politische Kandidaten ihre Wahlchancen durch häufige und positive Berichterstattung erheblich verbessern. Die Ursachen und Konsequenzen der Befunde werden diskutiert.

SCHLÜSSELWÖRTER: Physische Attraktivität · Politische Kandidaten · Medienberichterstattung · Wahlkampf · Inhaltsanalyse

TITLE: The attractiveness stereotype in the media - How physical attractiveness of political candidates affects newspaper's election coverage

ABSTRACT: The study analyses the coverage of six regional newspapers on 25 local candidates during the last six weeks of the 2005 German national election by using quantitative content analysis. In an earlier study the physical attractiveness of the 25 candidates has been examined. The study shows that newspapers covered physically attractive candidates much more often and much more positive than unattractive candidates. This held also true when other relevant candidate characteristics (party membership, role as incumbent or challenger etc.) are controlled. The results show that journalists are victims of the same attractiveness stereotypes as other people. But in the case of journalists there may occur more important consequences the amount and tone of media coverage on political candidates may affect the results of election campaigns. Causes and consequences of these findings are discussed.

KEYWORDS: Physical attractiveness · Political candidates · Media coverage · Election campaign

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: M. Maurer, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich, Andreasstr. 15, 8050 Zürich, Schweiz

E-Mail: m.maurer@ipmz.uzh.ch

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: H. Schoen, Lehrstuhl für Politische Soziologie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Feldkirchenstraße 21, 96045 bamberg, Deutschland

E-Mail: harald.schoen@uni-bamberg.de

AUTOR/AUTHOR: Werner Meinefeld

TITEL: Online-Befragungen im Kontext von Lehrevaluationen - praktisch und unzuverlässig

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 297-315

ZUSAMMENFASSUNG: Online-Befragungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere scheinen sie sich für Lehrevaluationen zu empfehlen. Die Zuverlässigkeit ihrer Ergebnisse aber ist kaum geprüft. In einem Vergleich der Ergebnisse einer Online-Befragung mit den Ergebnissen einer schriftlichen Befragung in denselben Veranstaltungen zeigen sich gravierende Mängel, die die Ergebnisse der Online-Befragung untauglich werden lassen: 1. ist die Beteiligung der Studierenden an der internet-basierten Erhebung wesentlich geringer als in der Veranstaltungsbefragung (in mehreren Veranstaltungen ist sie zu gering für eine Auswertung). 2. weichen ihre Ergebnisse in allen Veranstaltungen und allen analysierten Fragen von den Ergebnissen der (Voll-)erhebung in den Veranstaltungen ab, sodass auf ihrer Basis gebildete Rangreihen und -gruppen zu unterschiedlichen Wertungen der Veranstaltungen führen. 3. gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Antworten in einer Online-Evaluation von geringerer Verlässlichkeit sind als in einer schriftlichen Befragung. das unter arbeitsökonomischen Gesichtspunkten naheliegende Verfahren der Online-Befragung eignet sich daher nicht für eine zuverlässige Bewertung der Qualität der akademischen Lehre.

SCHLÜSSELWÖRTER: Online-Befragung · Internet-basierte Datenerhebung · Schriftliche Befragung · Lehrevaluation · Evaluation · Ranking · Datenqualität · Verlässlichkeit · Antwortverhalten in Befragungen · Hochschulreform

TITLE: Online-surveys for the evaluation of teaching at university–convenient and unreliable

ABSTRACT: Online-surveys enjoy increasing popularity and they seem to be especially suited for evaluating the quality of teaching in academic courses. The fact remains, however, that the reliability of their results has hardly been tested. Compared to the results of a written questionnaire carried out with the same university-courses online-surveys demonstrate grave deficiencies. These imperfections render their results useless: 1. Students’ participation in the onlinequestioning is — compared to their participation in the written questionnaire — considerably lower (in several courses too low to be of any analytical use). 2. In the case of all courses and analysed questions the results diverge from those of the written questionnaire which achieved census-quality. Rankings based on these two proceedings differ widely. This occurs regardless of them being set up in individual lists or in groupings. 3. There are clear indications that the way respondents answer online-questionnaires is less reliable than in paper&pencil methods. Although online-surveys benefit by being cost-efficient their methodological shortcomings raise important questions about their reliability for judging the quality of academic teaching.

KEYWORDS: Online-survey · Online-questioning · Internet-based survey · Paper&pencil-questioning · Evaluation of teaching · Evaluation · Ranking · Quality of Data · Reliability · Answering in interviews · University reform

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: W. Meinefeld, Institut für Soziologie, universität Erlangen-Nürnberg, Kochstr. 4, 91054 Erlangen, Deutschland

E-Mail: werner.meinefeld@soziol.phil.uni-erlangen.de

AUTOR/AUTHOR: Tobias Wolbring

TITEL: Weshalb die Separierung von Produktivitätseffekten und Diskriminierung bei der studentischen Lehrveranstaltungsbewertung misslingt

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 317-326.

ZUSAMMENFASSUNG: In ihrem Aufsatz „Mein(schöner)Prof.de. Die physische Attraktivität des akademischen Lehrpersonals und ihr Einfluss auf die Ergebnisse studentischer Lehrevaluationen“ (Heft 4/2009 dieser Zeitschrift) versuchen Ulrich Rosar und Markus Klein zu zeigen, dass Produktivitätsvorteile attraktiver Lehrpersonen nicht existieren. Dieser Schlussfolgerung aus ihren empirischen Analysen anhand von Daten des Internetportals MeinProf.de wird aufgrund dreier Punkte, der hohen Selektivität der verwendeten Stichprobe, der fehlenden Kontrolle relevanter Drittvariablen sowie der gewählten Modellierungsstrategie und Interpretation der statistischen Modelle widersprochen. Diese Argumente werden auch anhand „realer“ Evaluationsdaten der LMU München empirisch gestützt. Es wird empfohlen, solche Daten tatsächlicher Lehrveranstaltungsevaluationen anstelle selektiver Stichproben von Internetplattformen zu verwenden, aus Theorie und Empirie bekannte konfundierende Faktoren wie studentisches Vorinteresse an dem Kursthema und Art des Kurses bei den Analysen (konsistent) zu berücksichtigen und statistische Nachweisbarkeit von Effekten klar von deren praktischer Relevanz zu trennen.

SCHLÜSSELWÖRTER: Evaluation · Physische Attraktivität · Geschlecht · Diskriminierung

TITLE: Why the attempt to separate productivity and discrimination effects on students’ evaluations of teaching fails – Selective samples, missing mediator variables and confounding of effects

ABSTRACT: In their article “Mein(schöner)Prof.de. The Physical Attractiveness of Academic Staff and Its Influence on Evaluations by Students”, Ulrich Rosar and Markus Klein try to show that attractive teachers don’t perform better in the classroom. There are three objections against their conclusion from the empirical analyses based on data from the online platform MeinProf.de: the high selectivity of the used sample, the missing control for relevant covariates as well as the choice of the modeling strategy and the interpretation of the statistical models. These arguments are also backed with data of “real” students’ evaluations of teaching at the LMU Munich. It is recommended to use such “real” students’ evaluations of teaching instead of selective samples from online platforms and to (consistently) include relevant confounding factors, which seem to be relevant from a theoretical and empirical perspective, such as the students’ prior interest in the topic of the course and the course type into the analyses. Furthermore, it is suggested to clearly separate statistical detectability of effects from their practical relevance.

KEYWORDS: Evaluation · Physical attractiveness · Gender · Discrimination

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: T. Wolbring, Institut für Soziologie, LMU München, Konradstraße 6, 80801 München, Deutschland

E-Mail: tobias.wolbring@soziologie.uni-muenchen.de

AUTOR/AUTHOR: Ulrich Rosar · Markus Klein

TITEL: Mein(nach-wie-vor-schöner)Prof.de. Einige klärende Bemerkungen zu einigen kritischen Anmerkungen

QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 62, 2010, S. 327-342.

ZUSAMMENFASSUNG: Tobias Wolbring argumentiert in seiner Replik, dass die in unserem Aufsatz Mein(schöner)Prof.de (Heft 4/2009 dieser Zeitschrift) präsentierten empirischen Analysen in verschiedener Hinsicht problematisch seien. Er bezeichnet unsere Stichprobe als selektiv, bemängelt die fehlende kontrolle relevanter Drittvariablen und kritisiert unsere statistische Modellierung. In dieser Erwiderung setzen wir uns mit Wolbrings Kritik detailliert auseinander. Wir glauben zeigen zu können, dass seine Kritikpunkte einer genaueren Betrachtung nicht stand halten. Insbesondere sind wir der Meinung, dass unsere zentralen inhaltlichen Schlussfolgerungen aufrechterhalten werden können.

SCHLÜSSELWÖRTER: Evaluation · Physische Attraktivität · Geschlecht · Diskriminierung · Statistische Auswertung

TITLE: Mein(nach-wie-vor-schöner)Prof.de - Some instructive remarks on some critical comments

ABSTRACT: Tobias Wolbring argues in his replica to our article Mein(schöner)Prof.de (issue 4/2009 of this journal) that the presented empirical analyses would be problematic in several respects. He claims our sample was selective, criticizes the lacking control of relevant confounding variables and our statistical model building. In this response we consider Wolbring’s criticism in detail. We believe we can prove that his points of criticism do not hold after a close investigation. In particular, we think our central substantial conclusions can be maintained.

KEYWORDS: Evaluation · Physical attractiveness · Gender · Discrimination · Statistical Analysis

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: U. Rosar, Forschungsinstitut für soziologie der Universität zu köln, Greinstraße 2, 50939 Köln, Deutschland

E-Mail: rosar@wiso.uni-koeln.de

KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: M. Klein, Institut für Politische Wissenschaft der Leibniz Universität Hannover, schneiderberg 50, 30167 Hannover, Deutschland

E-Mail: m.klein@ipw.uni-hannover.de

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Datei aktualisiert am 06.08.2010 in der Redaktion der KZfSS