| | Home | | Aktuell | | Archiv | | Suche | | Konventionen | | Materialien | | Links | | Gremien |
Zum Inhaltsverzeichnis
Zu den Kurzbiographien
AUTOR/AUTHOR: Jens Greve
TITEL: Praxis - Zuschreibung - Objektivität. Argumente gegen einen reduktionistischen Individualismus
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 431-454
ZUSAMMENFASSUNG: In den letzten Jahren ist die sozialtheoretische Debatte um den Individualismus unter dem Stichwort der Emergenz erneut aufgeflammt. Der Aufsatz setzt sich dagegen mit solchen Argumenten gegen den Individualismus auseinander, die keine emergenztheoretischen Prämissen in Anspruch nehmen. Gemeinsam mit diesen ist den untersuchten Argumenten gleichwohl die Behauptung einer Asymmetrie, derzufolge Individuelles in einem konstitutiven Sinne auf Soziales zurückführt, ohne dass dieses Soziale seinerseits auf Individuelles reduziert werden kann. Vier Argumentationstypen werden unterschieden: Erstens geht es um die These, dass individuelles Handeln erst im Kontext einer sozialen Praxis seinen Sinn gewinnen kann. Zweitens setzt sich der Aufsatz mit der Annahme auseinander, dass der Sinn individuellen Handelns aus einer sozialen Zuschreibung resultiert. Drittens wird die These konstitutiver Intersubjektivität untersucht und viertens die Annahme, dass Handlungsfähigkeit auf einer sozialen Anerkennung basiert. Es wird gezeigt, dass diese Argumente erheblichen Problemen ausgesetzt sind. Ausgehend von diesem Befund wird eine individualistische Sozialkonzeption im Sinne Max Webers verteidigt. Konstitutiv für Sozialität sind aus dieser Sicht individuelle Eigenschaften und keine den Individuen vorgängigen Praktiken, Zuschreibungs- oder Anerkennungsprozesse.
SCHLÜSSELWÖRTER: Individualismus · Praktiken · Zuschreibung · Intersubjektivität · die dritte Person
TITLE: Practice, attribution, objectivity - arguments against reductionist individualism
ABSTRACT: The article scrutinizes different arguments as against individualism that are different from arguments from emergence. What these types of arguments nevertheless share with an argument based on emergence is the idea of a decisive asymmetry: whereas individual properties have to be derived from social properties, social properties do resist to an analysis in terms of individual properties. Four types of such anti-individualistic arguments are distinguished: First, the idea that individual actions become meaningful actions only in the context of a social practice; second, the claim that action derives from processes of social attribution; third, the thesis that subjective states presuppose intersubjectivity; and, finally, the claim that actorship requires the process of social recognition as an actor. It can be shown that these types of arguments are not conclusive. Thus, an individualistic concept of social phenomena is defended. Following Max Weber, social properties are considered to be a certain class of individual properties that constitute the social world, i.e. individual properties do not necessarily depend on social practices or processes of attribution or recognition.
KEYWORDS: Individualism · Practices · Attribution · Intersubjectivity · The third person
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: J. Greve, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Soziologie, Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg, Deutschland
E-Mail: jens.greve@ovgu.de
AUTOR/AUTHOR: Martin Groß
TITEL: Individuelle Qualifkation, berufiche Schließung oder betriebliche Lohnpolitik - was steht hinter dem Anstieg der Lohnungleichheit?
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 455-478
ZUSAMMENFASSUNG: Der vorliegende Beitrag untersucht den Anstieg der Einkommensungleichheit in jüngerer Zeit. Dabei stehen zwei Fragen im Zentrum des Interesses: Welche Faktoren sind für den Anstieg hauptsächlich verantwortlich, eine erhöhte Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften, oder Prozesse sozialer Schließung? Auf welcher Ebene spielt sich der Wandel der Einkommensungleichheit hauptsächlich ab, auf der individuellen, der beruflichen oder der betrieblichen Ebene? Es zeigt sich, dass sich ökonomische Theorien erhöhter Qualifikationsnachfrage und soziologische Theorien sozialer Schließung weniger widersprechen als ergänzen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die in beiden Theorietraditionen vernachlässigte Ebene der Betriebe eine enorm hohe Bedeutung für den Anstieg der Einkommensungleichheit hat.
SCHLÜSSELWÖRTER: Einkommensungleichheit · SBTC · Soziale Schließung · Bildungsreturns
TITLE: Individual qualification, occupational closure or in-plant wage policies - which factors drive the wage inequality?
ABSTRACT: This article examines the change of income inequality in the last few years. Two topics are in the center of the analysis: Which factors drive mainly the increase of income inequality - an increased demand for higher qualifications or processes of social closure? At which level does the change of income inequality take place - at the individual, the occupational or at the firm level? It turns out that economic theories like the thesis of the "skill-biased technological change" and sociological approaches as the theory of social closure both deliver important insights in the ongoing processes underlying the increase of income inequality. Beyond that it can be shown that firms play a major role in shaping these processes - a fact that has been widely neglected by both theoretical approaches.
KEYWORDS: Income inequality · SBTC · Social closure · Returns to education
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: M. Groß, Institut für Soziologie, Eberhard-Karls Universität Tübingen, Wilhelmstr. 56, 72074 Tübingen, Deutschland
E-Mail: martin.gross@uni-tuebingen.de
AUTOR/AUTHOR: Michael Hoelscher
TITEL: Spielarten des Kapitalismus und Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Eine komparative empirische Analyse
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 479-505
ZUSAMMENFASSUNG: Ausgangsthese des Artikels ist, dass sich Unterschiede in nationalen Hochschulsystemen auf ihre Beziehungen zu verschiedenen Spielarten des Kapitalismus zurückführen lassen. Es wird deshalb am Beispiel der Kompetenzen von Hochschulabsolventen in Großbritannien und Deutschland untersucht, ob sich Komplementaritäten zwischen dem Bildungs- und dem Wirtschaftssystem zeigen. Auf der Grundlage einer international vergleichenden Studie (REFLEX) kann mit Hilfe deskriptiver Ergebnisse und einer Diskriminanzanalyse gezeigt werden, dass sich tatsächlich die zunächst theoretisch aus dem Varieties of Capitalism-Ansatz (VoC) abgeleiteten Unterschiede zeigen: Deutsche Hochschulabsolventen betonen stärker spezifische, britische eher generelle Kompetenzen. Auch die Passung zwischen Studium und Beruf ist in Deutschland sehr viel enger. Diese Befunde bestätigen erstens für den VoC-Ansatz, dass sich auch für das bisher weitgehend vernachlässigte Feld der Hochschulbildung die postulierten Komplementaritäten zeigen. Zweitens kann dieser Rekurs auf den Zusammenhang von Wirtschafts- und Hochschulsystem die vergleichende Hochschulforschung befruchten. Drittens sind die Ergebnisse auch politisch für die aktuelle Hochschulreformdebatte relevant.
SCHLÜSSELWÖRTER: Spielarten des Kapitalismus · Hochschulen · Internationaler Vergleich · Kompetenzen · Großbritannien · Deutschland
TITLE: Varieties of Capitalism (VoC) and Competencies of Higher Education Graduates. A comparative analysis
ABSTRACT: The assumption that differences in Higher Education (HE) systems can be related to Varieties of Capitalism (VoC) is the underlying hypothesis of this article. Drawing on the example of skills and competencies of HE graduates in the UK and Germany, complementarities between the educational and economic system are analysed. First, hypotheses about differences in competencies are deduced on a theoretical basis from the VoC-approach. Second, the analysis of data from an international comparative survey (REFLEX) confirms that these differences indeed can be found empirically: German graduates put more emphasis on specific skills, while UK-graduates stress more general competencies. Additionally, the fit between study and later job is closer in Germany. These results show, first, that the complementarities postulated by the VoC-approach can also be found for the field of HE. Second, the recourse on the relationship between economic and educational system can stimulate research in comparative and international education. Third, these findings are also relevant for the current HE reform discourse.
KEYWORDS: Varieties of Capitalism · Higher education · International comparison · Skills and competencies · United Kingdom · Germany
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: M. Hoelscher, Max-Weber-Institut für Soziologie, Universität Heidelberg, Bergheimer Straße 58, 69115 Heidelberg, Deutschland
E-Mail: michael.hoelscher@soziologie.uni-heidelberg.de
AUTOR/AUTHOR: Fabian Ochsenfeld
TITEL: Gläserne Decke oder goldener Käfig: Scheitert der Aufstieg von Frauen in erste Managementpositionen an betrieblicher Diskriminierung oder an familiären Pflichten?
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 507-534
ZUSAMMENFASSUNG: Auf empirischer Basis des HIS-Absolventenpanel 1997 werden in diesem Beitrag konkurrierende Erklärungen für die Unterrepräsentierung von Frauen in ersten Managementpositionen getestet. Die von vielen organisationssoziologischen Studien benannten Mechanismen Homophilie, allokative und statistische Diskriminierung haben in der vorliegenden Studie keine Erklärkraft für das Zustandekommen von Geschlechterungleichheit. Der "gender gap" wird hingegen vollständig durch zwei außerbetriebliche Faktoren erklärt: Neben der Selbstselektion von Frauen und Männern in verschiedene Studiengänge erklären die geschlechtsspezifischen Folgen einer Familiengründung den Hauptanteil. Unsere Resultate zeigen, dass Mutterschaft für Frauen mit einer knappen Halbierung der Wahrscheinlichkeit assoziiert ist, zehn Jahre nach dem Examen eine erste Managementposition inne zu haben. Wir argumentieren, dass Familienpolitik und die Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen die Größe des "mother gap" moderiert. Entsprechend erweist sich dieser bei ersten Managementpositionen in den neuen Bundesländern kleiner als in den alten.
SCHLÜSSELWÖRTER: Gläserne Decke · Geschlechterungleichheit · Müttererwerbstätigkeit · Managementkarrieren · Diskriminierung · Familienpolitik · Regressionsanalyse
TITLE: Glass ceiling or golden cage: Is discrimination in the workplace or duties in the family preventing women from promotion to early management positions?
ABSTRACT: Using data from the HIS-Graduate Panel 1997, this analysis scrutinizes competing explanations for the gender gap in attainment of first management positions. Homophily, allocative and statistical discrimination as causal mechanisms which studies with a focus on organizations emphasize, in this analysis exert no explanatory power for gender inequality. Two non-organizational factors here fully account for the gender gap. Besides women's and men's self-selection into different fields of study, the gender-specific consequences of family formation explain the major part of the gap. Our findings show that motherhood nearly reduces the probability by half for a woman to hold a management position ten years after graduation from university. We argue that family policy and the availability of child care services moderate the size of the mother gap. In line with this reasoning, our results show that the mother gap in early management positions is smaller in East-German states than in West-German states.
KEYWORDS: Glass ceiling · Gender gap · Mother gap · Management careers · Discrimination · Family policy · Regression analysis
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: F. Ochsenfeld, Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse, Goethe-Universität Frankfurt a. M. Robert Mayer-Straße 5 , 60054 Frankfurt a. M., Deutschland
E-Mail: ochsenfeld@soz.uni-frankfurt.de
AUTOR/AUTHOR: Henning Best · Clemens Kroneberg
TITEL: Die Low-Cost-Hypothese: Theoretische Grundlagen und empirische Implikationen
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 535-561
ZUSAMMENFASSUNG: Die Low-Cost-Hypothese (LCH) postuliert, dass der Einfluss von Einstellungen auf das Verhalten von der Kostenträchtigkeit der Entscheidungssituation abhängt. In Niedrigkostensituationen sei der Effekt der Einstellungen höher als in Hochkostensituationen. Wir argumentieren, dass bei genauerer Betrachtung der Literatur zwei verschiedene Versionen der LCH zu finden sind, die nicht ausreichend voneinander getrennt werden. Wir rekonstruieren diese beiden Versionen, die "einfache" und die "spezifische" Version der LCH, und diskutieren ihre theoretischen Grundlagen und empirischen Implikationen. Die "einfache" Version ergibt sich aus einer einfachen nutzentheoretischen Modellierung des Entscheidungsproblems. In dieser Version der LCH wirken Einstellungen und (harte) Verhaltenskosten unabhängig voneinander auf den Netto-Erwartungsnutzen der Handlungsalternativen. Ein bedingter Effekt der Einstellungen in Abhängigkeit von den Verhaltenskosten ergibt sich lediglich in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Wahl einer Handlungsalternativen. Diese Abhängigkeit der marginalen Effekte von dem Nutzenniveau oder der Basiswahrscheinlichkeit, auf der ein Akteur sich befindet, gilt jedoch für alle möglichen Einflussfaktoren oder Nutzenterme. Eine zweite, "spezifische" Version der LCH postuliert darüber hinausgehend einen variablenspezifischen Interaktionseffekt zwischen Einstellungen und Kosten. Während die meisten der zur Herleitung dieser Hypothese vorgebrachten Ansätze bei näherer Betrachtung unzureichend sind, bieten dual-process-Theorien eine Möglichkeit, die spezifische Version der LCH handlungstheoretisch zu fundieren und in ihrer bedingten Gültigkeit zu verstehen. Aus dem Beitrag ergeben sich sowohl Schlussfolgerungen für empirische Anwendungen und Tests der LCH in diversen soziologischen Forschungsgebieten als auch generell für die entscheidungstheoretische Analyse sozialen Handelns.
SCHLÜSSELWÖRTER: Interaktionseffekte · Rational Choice · Entscheidungstheorie · Umweltbewusstsein · Einstellungen
TITLE: The Low-Cost-Hypothesis: Theoretical foundations and empirical implications
ABSTRACT: The Low-Cost-Hypothesis (LCH) postulates that the effect of attitudes on behavior varies with the costs at stake in the situation. The effect is deemed to be higher in low-cost-situation, compared to high-cost-situations. We argue that a closer look at the literature reveals two distinct version of the LCH, which have not been disentangled so far. We reconstruct both versions - the "simple" and the "specific" version of the LCH - and discuss their theoretical foundations and empirical implications. The "simple" version can be derived from a simple expected utility model. In this model, attitudes and (tangible) behavioral costs exert independent effects on the net utility of the action alternatives. A conditional effect of the attitudes that depends on the behavioral costs only exists with respect to the probability of choosing an action alternative. However, this dependence of marginal effects on the actor's initial level of utility or probability holds for any independent variable or utility argument. A second, "specific" version of the LCH postulates a variable-specific interaction effect between attitudes and costs. We point to the problems of previous approaches to deriving such a specific hypothesis and identify dual-process-theories as an alternative theoretical foundation that allows understanding the limited scope conditions of the specific LCH. The article carries important conclusions for empirical applications and tests of the LCH in diverse fields of sociological research and, more generally, for the decision-theoretic analysis of social action.
KEYWORDS: Interaction effects · Rational choice · Decision theory · Environmental concern · Attitudes
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: H. Best, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, B2, 1, 68159 Mannheim, Deutschland
E-Mail: henning.best@gesis.org
C. Kroneberg, Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Mannheim, A5, 68131 Mannheim, Deutschland
E-Mail: ckroneberg@uni-mannheim.de
AUTOR/AUTHOR: Andreas Diekmann · Matthias Näf · Manuel Schubiger
TITEL: Die Rezeption (Thyssen-)preisgekrönter Artikel in der "Scientific Community"
QUELLE/SOURCE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64, 2012, S. 563-581
ZUSAMMENFASSUNG: Wir untersuchen in unserer Studie, ob Artikel, die mit dem Thyssen-Preis prämiert wurden, in höherem Maße rezipiert werden als nicht-ausgezeichnete Artikel. Dazu wurden die Ergebnisse für die prämierten Artikel mit einer Kontrollstichprobe der nicht ausgezeichneten Arbeiten verglichen. Prämierte Artikel "ernten" signifikant mehr Zitationen als Artikel in der Kontrollstichprobe. Bemerkenswert ist, dass das Muster der Zitationsrangfolge exakt der Rangfolge der Preise entspricht. Der erste Preis erhält die meisten, der zweite Preis die zweitmeisten und der dritte Preis die drittmeisten Zitationen, während nicht prämierte Artikel an vierter Stelle der Rangfolge stehen. Der Unterschied zeigt sich auch, wenn nur Zitationen im Jahr der Veröffentlichung eines Artikels und im Folgejahr betrachtet werden. In diesem Zeitraum kann der Preis "an sich" noch keine Wirkung auf die Rezeption in der "scientific community" entfaltet haben. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg für die sozial-konstruktivistische These, dass die Rezeption im Sinne einer "sich selbst erfüllenden Prognose" erst durch die Preisverleihung erzeugt wird. Vielmehr gelingt es der Jury Arbeiten auszuwählen, die dann tatsächlich in den Folgejahren in der Fachöffentlichkeit Aufmerksamkeit hervorrufen.
SCHLÜSSELWÖRTER: Wissenschaftssoziologie · Wissenschaftspreise · Impact von Artikeln · Matthäus-Effekt · Thomas-Theorem · Bibliometrie
TITLE: The Impact of (Thyssen)-awarded Articles in the Scientific Community
ABSTRACT: We investigate whether journal articles winning a prestigious award of the Thyssen foundation have a higher impact in the scientific literature than a control group of non-awarded articles. In average, awarded articles harvest significantly more citations than articles in the control group. Most remarkably, the average citation rank exactly matches the rank order of awards. The top award earns most citations while the second award, the third award and the non-awarded articles exhibit citation counts in declining order. The correlation of award rank and impact does not vanish if we restrict citation counts to the year of publication and the year thereafter. In this time span the distinction of excellence is very unlikely having a genuine effect on the impact measure. Thus, we do not find support for the social constructivist hypothesis that the correlation of the jury decision and the article impact is explainable by a label of distinctiveness. On the contrary, the empirical data confirm that the jury is successful in the selection of articles which in average have a larger impact in the scientific community than non-awarded publications.
KEYWORDS: Sociology of scientific knowledge · Scientific awards · Impact of articles · Matthew effect · Thomas theorem · Bibliometrics
KORRESPONDENZANSCHRIFT/ADDRESS: A. Diekmann, ETH Zürich, CLU D3, Clausiusstraße 50, 8092 Zürich, Schweiz
E-Mail: andreas.diekmann@soz.gess.ethz.ch
M. Näf, ETH Zürich, Zentrum, Soziologie, Scheuchzerstrasse 68/70, 8092 Zürich, Schweiz
E-Mail: matthias.naef@soz.gess.ethz.ch
M. Schubiger, ETH Zürich, 8092 Zürich, Schweiz
| | Home | | Aktuell | | Archiv | | Suche | | Konventionen | | Materialien | | Links | | Gremien |