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Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 3, Jg. 49, 1997

AUTOR: Schwinn, Thomas

TITEL: Die Entstehung neuer Ordnungen im antiken Griechenland. Eine struktur- und akteurtheoretische Analyse

ENGL. TITEL: The Rise of New Orders in Antique Greece. A Structural and Actor Based Analysis

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 391-409

ZUSAMMENFASSUNG: Systemtheoretische Differenzierungskonzeptionen weisen ein kausalgenetisches Defizit auf. Es bleibt unklar, welche Faktoren und Kräfte für den Übergang von einem Ordnungsmuster zum nächsten verantwortlich sind. Am Beispiel des antiken Griechenlands wird demonstriert, wie eine solche kausale Erklärung aussehen kann. Die Konfigurations- oder Strukturanalyse untersucht den Möglichkeitsraum, der für neue Handlungsabläufe bereitsteht: Eine breite Machtlagerung, fehlende politische und religiöse Machtzentren und politische Krisensituationen lassen den Bedarf nach neuen institutionellen Lösungen entstehen. Die Situations- und Ereignisanalyse zeigt, wie der Möglichkeitsraum genutzt wurde: Neue Ideen und Institutionen werden von bestimmten Akteuren und Instanzen initiiert bzw. bereits existierende umfunktioniert. Die Entwicklungsanalyse untersucht schließlich die Dynamik innerhalb der neuen Ordnungskonfiguration: Einerseits wurde mit der politischen und intellektuellen Ordnung ein völlig neues Differenzierungsprinzip etabliert, andererseits blieb aufgrund der ausbleibenden ökonomischen und religiösen Rationalisierung das dynamische Potential des ungleichgewichtigen Differenzierungsmodus begrenzt.

ABSTRACT: System theoretical conceptions are not able to explain processes of differentiation causally, to name the factors and forces for transformation. Antique Greece is taken as an example for such a causal explanation. The constellation or structural analyses examines the chances and possibilities which are offered for new courses of action: A broad distribution of power, no political and religious power centers, and political crises gave rise for the demand of new solutions. The situational or event analyses displays how the structural chances are used: New ideas and institutions were invented by specific actors and authorities or existing institutions were altered. Finally the developmental analyses examines the dynamic within the new constellation of orders: On the one hand a new principle of differentiation was established with the political and the intellectual order, on the other hand the missing economical and religious rationalization limits the dynamic of this unbalanced pattern of orders.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Dr. Thomas Schwinn, Universität Heidelberg, Institut für Soziologie, Sandgasse 9, D-69117 Heidelberg

AUTOR: Gerhards, Jürgen; Hackenbroch, Rolf

TITEL: Kulturelle Modernisierung und die Entwicklung der Semantik von Vornamen

ENGL. TITEL: Trends in Cultural Developments and the Semantics of First Names

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 410-439

ZUSAMMENFASSUNG: Empirische Grundlage des Aufsatzes bildet eine Inhaltsanalyse der Vornamen des Geburtsregisters eines Standesamtes über den Zeitraum von 1890 bis 1994. Wir interpretieren die Entwicklung von Vornamen als Indikator zur Messung theoretisch angenommener kultureller Entwicklungstrends. Im einzelnen untersuchen wir, ob a) sich Säkularsierungsprozesse beobachten lassen (Messung: Anteil der Namen aus dem christlichen Kulturkreis), b) die Bedeutung von Verwandtschaft rückgängig ist (Messung: Weitergabe der Namen der Eltern an das Kind), c) Schichten als Sinnstifter an Bedeutung verloren haben (Messung: Schichthomogenität der Vornamen), d) sich Individualisierungsprozesse zeigen (Messung: Heterogenität der Namen) und e) sich Globalsierungsprozesse von Kultur nachzeichnen lassen (Messung: Anteil der Namen aus fremden Kulturen). Die Ergebnisse zeigen, daß im Verlauf der letzten 100 Jahre eine zunehmende Säkularisierung, ein Bedeutungsverlust familiärer Traditionen und eine Globalisierung der Kultur stattgefunden hat; eine Entschichtung in der Vergabe von Vornamen kann jedoch nicht nachgewiesen werden. In Hinblick auf die Individualisierungsprozesse ist das Resultat ambivalent, insofern sich in den letzten 100 Jahren zwar ein dramatischer Wandel in Richtung einer zunehmenden Individualisierung vollzogen hat, dieser Prozeß aber bereits in den fünfziger Jahren abgeschlossen ist. Dieses Ergebnis spricht gegen die von Ulrich Beck angenommene These, daß Individualisierungsprozesse nach Ende des Zweiten Weltkriegs einsetzen.

ABSTRACT: The empirical basis of our research forms a systematic content analysis of the birth register of a state registry office. The research covers the period from 1894 to 1994. We interpret the development of first names as an indicator which measures trends of cultural change: we analyse a) whether there are secularization processes (measurement: the amount of first names of Christian origin), b) whether the importance of family relationship is decreasing (measurement: number of children who are named after their parents), c) whether social class is loosing its importance (measurement: homogeneity of names in social classes), d) whether there are processes of individualization (measurement: heterogeneity of names) and e) whether there are processes of globalization of culture. The results of our analysis show, that during the last hundred years secularization and globalization of culture increases and the importance of family relationship decreases. Contrary to our expectation, we cannot find a decline of the importance of social class in respect to children´s first names. Ambivalent are the results for the process of individualization: On the one hand, there is a dramatic change in the direction of an increasing individualization, on the other hand this change comes to an end already at the beginning of the fifties. This finding stands in contrast to the theory of individualization as it was formulated by Ulrich Beck.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Jürgen Gerhards, Dipl.-Soz. Rolf Hackenbroch, Universität Leipzig, Institut für Kulturwissenschaften. Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig, E-Mail: Hacken@rz.uni-leipzig.de

AUTOR: Blossfeld, Hans-Peter; Timm, Andreas

TITEL: Der Einfluß des Bildungssystems auf den Heiratsmarkt. Eine Längsschnittanalyse der Wahl von Heiratspartnern im Lebenslauf

ENGL. TITEL: The Influence of the Educational System on the Marriage Market

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 440-476

ZUSAMMENFASSUNG: In diesem Aufsatz wird die Wahl von Heiratspartnern im Lebenslauf lediger Männer und Frauen Schritt für Schritt rekonstruiert, und die Heiratsverläufe aufeinander folgender Generationen in den letzten 50 Jahren werden miteinander verglichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, in welcher Weise junge Männer und Frauen ihre Bildungsressourcen bei der ersten Ehe kumulieren. Dabei zeigt sich, daß das Bildungssystem im Zuge der Expansion höherer Bildung einen zunehmend wichtigeren Einfluß auf den Heiratsmarkt nimmt. Die Bildungshomogamie hat über die Geburtskohorten hinweg stark zugenommen, so daß sich die Sozialstruktur und die sozialen Kreise im Modernisierungsprozeß eher geschlossen als geöffnet haben

ABSTRACT: The choice of a spouse in the life course of single men and women is reconstructed step by step and compared across a series of generations in the last 50 years. The paper studies the dynamic interaction of macro and micro levels in the marriage process. It is primarily concerned with the way in which the educational system structures the social network and describes the choices of young men and women. It is shown that in the course of expansion of higher educational attainment, the educational system increasingly influenced the marriage market. From age cohort to age cohort, homogamy has considerably increased, suggesting that social structure and social circles have become more exclusive within the process of modernization.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld; Dipl.-Soz.-Wiss. Andreas Timm, Institut für empirische und angewandte Soziologie (EMPAS) und Sonderforschungsbereich 186, Universität Bremen, FVG M1150, Wiener Straße/Celsiusstraße, D-28334 Bremen, E-Mail: HPB@Sfb186.uni-bremen.de

AUTOR: Nauck, Bernhard; Kohlmann, Annette; Diefenbach, Heike

TITEL: Familiäre Netzwerke, intergenerative Transmission und Assimilationsprozesse bei türkischen Migrantenfamilien

ENGL. TITEL: Family Networks, Intergenerative Transmission and Assimilation Process in Turkish Migrant Families

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 477-499

ZUSAMMENFASSUNG: Der Beitrag untersucht, welche Bedeutung intergenerative Transmissionsprozesse für den Assimilationsprozeß von türkischen Jugendlichen in Deutschland haben und welchen Einfluß die Zusammensetzung der sozialen Netzwerke in beiden Generationen darauf nehmen. Hierzu werden zunächst vier mögliche Ausgänge des Kulturkontakts (Integration, Assimilation, Segregation und Marginalisierung) unterschieden. Anschließend wird ein Erklärungsversuch entwickelt, in dem diese Ausgänge systematisch auf die Verfügbarkeit von sozialem und kulturellem Kapital in Migrantenfamilien bezogen werden. In einem nächsten Schritt erfolgt die theoretische Spezifizierung von Einflußgrößen auf den Ausgang 'Assimilation'. Die empirische Analyse bezieht sich auf 400 gleichgeschlechtliche Eltern-Kind-Dyaden und belegt zunächst deskriptiv, daß soziale Beziehungen von türkischen Migrantenfamilien nicht entlang von ethnischen, sondern von verwandtschaftlichen Linien verlaufen. Der anschließende Test des intergenerativen Assimilationsmodells erfolgt mithilfe eines Strukturgleichungsmodells und belegt die zentrale Bedeutung von familiären Ressourcen und intergenerativer Transmission für den Inkorporationsprozeß.

ABSTRACT: The impact intergenerative transmission processes have on the assimilation of Turkish adolescents of the 'second generation' in Germany is studied with new data. Special regard is laid to the social networks of the parents' generation as well as the children's generation. In a first step, four possible outcomes of intercultural contact situations are distinguished, namely integration, assimilation, segregation and marginalization. An explanatory model is proposed by relating these possible outcomes systematically to the availability of social and cultural capital within migrant families. Accordingly, the conditions for the outcome 'assimilation' are theoretically specified. The empirical analysis based on 400 father-son-dyads or mother-daughter-dayds, respectively, shows that the social relations of Turkish migrant families rarely cross kinship lines. The theoretical model developed for the explanation of assimilation processes is empirically tested by using a structural equation model. As a main result, it can be stated that familial resources and processes of intergenerative transmission are of major importance for the integration of Turkish migrants into the German society.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Bernhard Nauck, Lehrstuhl für Soziologie I der Technischen Universität Chemnitz, Reichenhainer Str. 41, D-09107 Chemnitz, E-Mail: Bernhard.Nauck@phil.tu-chemnitz.de

AUTOR: Büchel, Felix; Spieß, Katharina C.; Wagner, Gert

TITEL: Bildungseffekte vorschulischer Kinderbetreuung

ENGL. TITEL: The Effect of Child Care on Children`s School Outcome

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 528-539

ZUSAMMENFASSUNG: In der gegenwärtigen empirischen Bildungsforschung gelten die Einflußfaktoren der Zuweisung zu bestimmten Schulformen als weitgehend bekannt. Die Frage, welchen Einfluß der Kindergarten als vorschulische Bildungseinrichtung auf den späteren Schulerfolg hat, wird dabei jedoch weitgehend ignoriert. Dieser Aspekt ist Gegenstand dieses Beitrages. Auf der Grundlage eines gepoolten Längsschnitts des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) wird der Schulerfolg von Kindern im Alter von 14 Jahren in Abhängigkeit des Besuches vorschulischer Einrichtungen untersucht. Es werden unterschiedliche Probit-Modelle für Kinder in deutschen und ausländischen Haushalten geschätzt. Die Analyse zeigt, daß der Besuch eines Kindergartens die Zuweisung zu einer bestimmten Schulform im Falle ausländischer Kinder signifikant beeinflußt. Für deutsche Kinder ist diesbezüglich kein signifikanter Einfluß festzustellen. Außerdem weisen die Ergebnisse darauf hin, daß bei Kontrolle vorschulischer Bildungseffekte bekannte Determinanten des Schulerfolgs, wie die Bildung des Vaters oder das Haushaltseinkommen, an Erklärungskraft verlieren.

ABSTRACT: There seems to be a general consensus among empirical researchers on the factors explaining children's school outcome. One of the determinants which is little discussed in the Anglo-American literature and is almost ignored among German researchers is a child's pre-school education. Given this background this article focuses particularly on the effects of a child's pre-school education on her or his school outcome. We present an empirical analysis to explain children's school outcome at age 14. The analysis is based on the German Socio-Economic Panel (GSOEP). Different probit models are estimated for German and non-German children. For German children the results demonstrate that our information about a child's kindergarten-attendance does not explain his or her school outcome. However, for children in non-German households the reverse is true. Their school effort is significantly enhanced by a kindergarten visit although we cannot control for the quality of kindergarten-care. Furthermore, the analysis shows that controlling for effects of a pre-school education makes the effects of some other well known "school outcome determinants" as for instance parents' education and household-income less powerful.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Gert Wagner, DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Königin-Luise-Str. 5, D-14195 Berlin, E-Mail: gwagner@diw-berlin.de

AUTOR: Heidenreich, Martin

TITEL: Wirtschaftsregionen im weltweiten Innovationswettbewerb

ENGL. TITEL: Regional Innovation Systems in a Global Market

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 500-527

ZUSAMMENFASSUNG: Anthony Giddens zufolge ist die Moderne zum einen durch die Entbettung sozialer Beziehungen aus ortsgebundenen Interaktionszusammenhängen gekennzeichnet, zum anderen durch ihre Rückbettung in lokale Handlungskontexte. Diese Wechselwirkung von Einbettung und Rückbettung kann auch in der Wirtschaft beobachtet werden: Komplementär zur Globalisierung von Unternehmensstrategien, Wissensbeständen und Kommunikations- und Transporttechnologien gewinnen regionale Innovations- und Produktionsnetzwerke, lokale Wissens- und Erfahrungsbestände und lokale Interaktionen eine neue Bedeutung. Regional eingebettete Innovations-, Produktions- und Dienstleistungsnetzwerke avancieren zu zentralen Brenn- und Knotenpunkten in einer weltweiten Kommunikationsgesellschaft. Am Beispiel von vier verschiedenen Typen industriell geprägter Wirtschaftsregionen werden die Grundlagen regionaler Leistungsfähigkeit herausgearbeitet. Betrachtet werden: Design-, wissens- und kulturbasierte Regionen mit einer hochflexiblen institutionellen Struktur (Kalifornien, Dänemark); Industrieregionen mit gewachsenen Industriestrukturen und stabilen Institutionen (Region Stuttgart, Emilia-Romagna, Rhône-Alpes); Regionen mit einer niedergehenden industriellen Basis (Südostbrabant; Saarland); auf montage- und arbeitskostenintensive Tätigkeiten spezialisierte Regionen ohne eine gewachsene industrielle und institutionelle Basis (Wales, Ontario, vormals Singapur). Herausgearbeitet werden die jeweils unterschiedlichen industriellen und institutionellen Voraussetzungen regionaler Lernfähigkeit.

ABSTRACT: According to Anthony Giddens the present period is characterized by two key processes. On the one hand, social relationships are being disembedded from locally bound contexts of interaction; on the other hand they are being reembedded within local contexts of action. This interaction of embedding and reembedding processes can also be observed in the economy: complementary to the globalisation of company strategies, knowledge, communication and transportation technologies, regional innovation and production systems, regional knowledge and experience and direct local interactions are gaining a new importance. Regionally embedded innovation, production and service systems are becoming the focus and centre of a global communication society. This article identifies four different patterns of regional innovation systems: knowledge and design-based regions with a highly flexible institutional structure (California, Denmark); industrial regions with an established, still flourishing industrial core and stable institutions (Baden-Wuerttemberg especially the region of Stuttgart; Emilia-Romagna, Rhône-Alpes); declining regions with a shrinking industrial basis (Southeast Brabant; Saarland); regions specialized in labour-cost intensive production and assembly activities without an endogeneous industrial basis (Wales, Ontario, Singapore). An analysis of these industrial regions documents the different institutional and industrial dimensions of learning regions.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: PD Dr. Martin Heidenreich; Am Wittenbrink 7; D-33647 Bielefeld; E-Mail: heidenreich@uni-bielefeld.de

AUTOR: Pohlmann, Markus C.; Gergs, Hans-Joachim

TITEL: Manager in Ostdeutschland. Reproduktion oder Zirkulation einer Elite?

ENGL. TITEL: Managers in East Germany. The Reproduction or the Circulation of an Elite?

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 1997, S. 540-562

ZUSAMMENFASSUNG: In einer Zusammenschau der bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse zum Sozialprofil der Manager in den ostdeutschen Betrieben wird der Frage nachgegangen, inwiefern es im Transformationsprozeß zu einer Zirkulation bzw. Reproduktion der managerialen Elite kam. Den dargestellten empirischen Befunden zufolge sind die Managementpositionen in den ostdeutschen Betrieben in der Mehrzahl durch Führungskräfte ostdeutscher Herkunft besetzt, die in der Regel zwischen 45 und 54 Jahre alt sind, einen technischen bzw. naturwissenschaftlichen Studienabschluß aufweisen und zumeist schon vor 1989 in leitender Position in den DDR-Betrieben tätig waren. Sie stammen vielfach aus den mittleren Leitungspositionen der Kombinate und haben nach der Wiedervereinigung zu einem beträchtlichen Anteil Positionsaufstiege realisieren können. Vor dem Hintergrund einer strukturell bedingten Zirkulation nationaler Eliten in der Wirtschaft und westdeutsch geprägten Eigentumsverhältnissen ist der Transformationsprozeß also im Falle der regionalen Eliten zu einem beträchtlichen Teil durch vertikale Reproduktion gekennzeichnet. Formen einfacher Reproduktion finden sich im Gegensatz zu der wirtschaftlichen Transformation in den osteuropäischen Gesellschaften nicht.

ABSTRACT: In a synopsis of the hitherto available research results on the management in East German enterprises the article poses the question, whether circulation or reproduction of the managerial elite has taken place in the course of the transformation process. According to the empirical findings provided, the management positions in the East German companies are in a majority of cases occupied by executives of East German origin, who are as a rule between 45 and 50 years of age. Most of them have a technical or scientific qualification and already, before 1989, held a high-ranking position within GDR-enterprises. The vast majority of these were recruited from middle-management positions of the former combine-enterprises. In a considerable number of cases members of this group were promoted to higher positions after the German reunification in 1990. Meanwhile, the industrial structure has shrunk to small- and medium sized enterprises, and West German owners dominate East German industries. Consequently a high share of today´s former GDR-executives in leading management positions has to be handled differently to the managerial elite in other Central and East European countries.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Hans-Joachim Gergs, Friedrich-Schiller Universitaet Jena, Institut für Soziologie, D-07740 Jena, E-Mail: gergs@soziologie.uni-jena.de; Dr. Markus Pohlmann, Friedrich-Schiller Universitaet Jena, Institut für Soziologie, D-07740 Jena, E-Mail: Pohlmann@soziologie.uni-jena.de.

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Datei aktualisiert am 06.02.2004 in der Redaktion der KZfSS