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Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 2, Jg. 50, 1998

AUTOR: Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang

TITEL: Disziplin oder Distinktion? Zur Interpretation der Theorie des Zivilisationsprozesses von Norbert Elias

ENGL. TITEL: Discipline or Distinction? On the Interpretation of Norbert Elias’ Theory of the Civilization Process

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 217-237

KURZREFERAT: Die anhaltende Popularität der Soziologie von Norbert Elias (jedenfalls in Europa) ist vor allem auf seine Theorie des Zivilisationsprozesses zurückzuführen. In einer kritischen Diskussion dieses Werkes werden zunächst wichtige Lücken aufgezeigt. Vor allem aber stellt sich die Frage, ob das von Elias gezeichnete Bild eines immer mehr durch Über-Ich-Schranken, Scham- und Peinlichkeitsgefühle eingeschränkten ‘zivilisierten Menschen’ angesichts der Entwicklungen des 20. Jahrhunderts noch Gültigkeit beanspruchen kann; sowohl der fehlende Rückgang von Gewalt wie auch Prozesse der Pluralisierung und Auflockerung rigider Normen stehen im Widerspruch dazu. Es wird argumentiert, daß Elias seiner Analyse des Zivilisationsprozesses vier Mechanismen zugrunde gelegt hat, die er alle in einseitiger Weise in Richtung gesellschaftlicher Integration und individueller Restriktion konzipiert hat (‘Disziplin’). Andere Konzeptualisierungen dieser Mechanismen wären aber möglich und sind sogar in seinem Werk angelegt (‘Distinktion’), so daß die Einseitigkeiten von Elias’ Interpretation nicht notwendigerweise weiter fortgeschrieben werden müssen.

ENGL. KURZREFERAT: The persistent popularity of the sociology of Norbert Elias (especially in Europe) is largely due to his theory of the Civilization Process. In a critical discussion of this theory, this paper first points out gaps that cast doubts on Elias’ claim that his theory can account for developments from the Middle Ages to the 20th century. Above all, the question is raised whether 20th century developments can be adequately understood in Elias’ picture of ‘civilized’ man restricted by a tight super-ego and increasing barriers of shame and embarrassment; a lack of decrease of violence as well as processes of pluralization and relaxation of norms of conduct stand in stark contrast to this picture. It is argued that Elias has outlined four processes underpinning the development of ‘civilization’, and that all four processes were conceptualized in terms of societal integration and individual restrictions (‘discipline’). However, these processes could be interpreted in different terms (‘distinction’), and thus the one-sidedness of Elias’ account may be overcome.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Ludwig-Mayerhofer, Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Konradstr. 6, D-80801 München, E-Mail: WLM@lrz.uni-muenchen.de

AUTOR: Welzel, Christian

TITEL: Vom Konsens zum Dissens? Politische Ordnungspräferenzen von Eliten und Bürgern im ost-westdeutschen Vergleich

ENGL. TITEL: From Consensus to Dissensus? Political Order Preferences of Elites and Citizens in an East-West-Comparison

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 238-262

KURZREFERAT: Wie steht es in der Bundesrepublik mit dem politischen Grundkonsens, den noch die letzte großangelegte Eliten-Bürger-Umfrage, die "Mannheimer Studie" von 1981, konstatieren konnte? Hat sich der Konsens aufgelöst, und wenn ja, welchen Anteil hatte die Wiederver-einigung daran? Diese Fragen beantwortet der Beitrag an Hand der ersten gesamtdeutschen Eliten-Bürger-Befragung, der "Potsdamer Studie" von 1995. Das theoretische Leitmotiv der Analysen bildet die Annahme, daß die politische Ordnung eines möglichst breiten Konsenses innerhalb der Eliten sowie zwischen Eliten und Bürgern be-darf, um den Kriterien der Effektivität und der Legitimität genügen zu können. Aus dieser Theorieperspektive vergleicht der Beitrag die politischen Ordnungspräferenzen von ost- und westdeutschen Eliten und Bürgern. Als Hauptbefund läßt sich festhalten, daß die bundesdeutsche Gesellschaft mittlerweile durch Konsensdefizite sowohl im Inter-Eliten- als auch im Eliten-Bürger-Verhältnis gekennzeichnet ist, welche die Konflikthaftigkeit der politischen Ordnung befördern, damit zugleich aber auch deren Reformperspektiven erweitern.

ENGL. KURZREFERAT: The last comprehensive elite-population-survey in Germany, the „Mannheim Study“ of 1981, detected a strong consensus about the political order? Has this consensus diminished during the recent 15 years and which impact did the reunification have in this context? These questions will be clarified on the basis of the first comprehensive elite-population-survey since the reunification, the „Potsdam Study“ of 1995. The guiding theoretical argument of the analyses consists in the assumption that the political order requires an intra-elite consensus as well as an elite-population-consensus in order to remain effective and legitimate. From this theoretical perspective, the political order preferences of both Eastern and Western German elites and populations are compared with each other. One of the major results is that the German society is characterized by a diminished order consensus among the elites themselves as well as between the elites and the population, and that this diminished consensus promotes not only conflict about the political order but also its developmental perspectives.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Dr. Christian Welzel, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Abteilung "Instutionen und sozialer Wandel", Reichpietschufer 50, D-10785 Berlin, E-Mail: welzel@medea.wz-berlin.de

AUTOR: Norman Braun und Henriette Engelhardt

TITEL: Diffusionsprozesse und Ereignisdatenanalyse

ENGL. TITEL: Diffusion Processes and Event History Analysis

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 263-282

KURZREFERAT: Verschiedene Autoren (z.B. Brüderl, Diekmann, Yamaguchi) leiten parametrische Hazardratenmodelle der Ereignisanalyse aus sozialen Diffusionsprozessen ab. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich gleichfalls mit der Verbindung von Diffusionsforschung und Verlaufsdatenanalyse. Nach einer Diskussion von Diekmanns flexiblem Diffusionsmodell wird ein alternativer Ansatz vorgestellt, der theoretische Unterschiede zwischen bekannten Ratenmodellen (z.B. Exponentialmodell, log-logistisches Modell, Sichel-Modell) verdeutlicht. Insbesondere liefert er eine neuartige Begründung für das generalisierte log-logistische Modell im Sinne eines verallgemeinerten Ansteckungsprozesses. Für Anwendungsfälle mit glockenförmigem Ratenverlauf erlaubt dieser Ansatz daher, die Hypothese einer sozialen Ansteckung im Gefolge von Zufallskontakten zwischen aktuellen und potentiellen Merkmalsträgern zu prüfen. Dies wird durch eine Anwendung auf Scheidungsdaten illustriert.

ENGL. KURZREFERAT: Several authors (e.g. Brüderl, Diekmann, Yamaguchi) derive hazard rate models of event history analysis from social diffusion processes. This paper also focusses on the integration of diffusion research and survival analysis. After a discussion of Diekmann's flexible diffusion model, we present an alternative approach which clarifies theoretical differences between popular rate models (e.g. exponential model, log-logistic model, sickle model). This approach provides a new rationale for the generalized log-logistic model in the sense of a flexible infection process. In cases with bell-shaped duration dependence, it allows a test for social contagion due to random contacts between actual and potential adopters. An application to divorce data serves as an illustration.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Norman Braun, Ph.D., Universität Bern, Institut für Soziologie, Lerchenweg 36, CH-3000 Bern 9; Dr. Henriette Engelhardt, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94, D-14195 Berlin

AUTOR: Frank Kalter

TITEL:  Partnerschaft und Migration. Zur theoretischen Erklärung eines empirischen Effekts.

ENGL. TITEL: Partnership and Migration. A Theoretical Explanation of an Empirical Effect.

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 283-309

KURZREFERAT: Personen, die mit ihrem Lebenspartner in einem gemeinsamen Haushalt leben, weisen in der Regel nur sehr geringe Mobilitätsraten auf. Bisherige Ansätze, diesen Befund zu erklären, sind zwar empirisch fruchtbar, die Kontrolle entsprechender Drittvariablen führt aber nicht zu einem vollständigen Verschwinden des Effekts des Partnerschaftsstatus auf das Wanderungsverhalten. Eine einfache mikroökonomische Modellierung bietet einen ersten Vorschlag, um den eigenständigen Einfluß der Partnerschaft auf die Migrationsentscheidung zu erklären. Dieser An-satzpunkt wird hier um ein verhandlungstheoretisches Modell und ein vertiefendes Modell der Ent-scheidung unter Unsicherheit erweitert. Danach bilden die Risiken und Kosten der Verhandlung unter bestimmten Randbedingungen die entscheidende Hürde für die Mobilitätsbereitschaft zu-sammenlebender Paare. Die Antizipation möglicher Verhandlungsschwierigkeiten führt nicht selten dazu, daß eine potentielle und durchaus vielversprechende Wanderung gar nicht erst zu einem Thema der Entscheidung gemacht wird. Die vorgeschlagenen theoretischen Modellierungen werden anhand der Daten der Studie ‘Migrationspotentiale’, die am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim durchgeführt wurde, empirisch überprüft.

ENGL. KURZREFERAT: Married and cohabiting couples generally show very low rates of residential mobility. Existing theoretical approaches still seem to be insufficient to account for this fact, even if there is empirical evidence supporting their main hypotheses. The effect of partnership cannot be totally traced back to the effect of variables related to these theories. In explaining the independent influence of partnership on migration behavior a microeconomic model of household decision making serves as a starting point. The model is extended by more explicit assumptions concerning the bargaining process and the problem of decision making under risk and uncertainty. As a consequence costs and risks of bargaining are major obstacles to the willingness to move. Anticipation of these difficulties often leads to a reluctance to set the migration decision on the agenda. The proposed theoretical models are empirically tested using the data of the survey on ‘migration potentials’, which was conducted at the Mannheim Centre for European Social Research (MCES).

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Dr. Frank Kalter, Universität Mannheim, Fakultät für Sozialwissenschaften, Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre, A 5, D-68131 Mannheim; E-Mail: fkalter@sowi.uni-mannheim.de

AUTOR: Jürgen Thomas, Wolfgang Stelly, Hans-Jürgen Kerner und Elmar G. Weitekamp

TITEL: Familie und Delinquenz. Empirische Untersuchungen zur Brauchbarkeit einer entwicklungsdynamisch orientierten sozialen Kontrolltheorie

ENGL. TITEL: Family and Delinquency. An Empirical Test of the Age-Graded Informal Social Control Theory

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 310-326

KURZREFERAT: Dieser Beitrag untersucht die Bedeutung der Herkunftsfamilie für die Entstehung und Entwicklung von Kriminalität. Die Analysen mit den Längsschnittdaten der Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung bestätigen eine Grundannahme der „altersabhängigen informellen sozialen Kontrolltheorie“ von Robert J. Sampson und John H. Laub, nach der defizitäre familiale Interaktionen die Wahrscheinlichkeit sozialer Auffälligkeiten in Kindheit und Jugend deutlich erhöhen. Demgegenüber wirken strukturelle Belastungsfaktoren der Herkunftsfamilie wie beispielsweise unzureichende Wohnverhältnisse, Unvollständigkeit der Familie usw. nur dann kriminalitätsfördernd, wenn sie die Ausgestaltung des Interaktionsprozesses zwischen Eltern und Kind beeinflussen. Für die weitere lebensgeschichtliche Entwicklung im Sinne eines Abbruchs bzw. einer Kontinuität sozialer Auffälligkeiten im Erwachsenenalter ist die aktuelle Lebenssituation entscheidend und nicht so sehr die Frühgeschichte der Individuen. Auch diese Überlegungen der „altersabhängigen sozialen Kontrolltheorie“ konnten wir mit unseren Analysen bestätigen. Ein Defizit dieser Theorie besteht jedoch darin, daß sich ihre Reichweite auf schwere und wiederholte Delinquenz beschränkt. Leichte oder einmalige Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter sperren sich einer Erklärung durch defizitäre familiale Interaktionen.

ENGL. KURZREFERAT: This paper aims at determining the importance of the family with regard to the onset and development of criminality. The analyses of the longitudinal data set of the Tuebingen Criminal Behaviour Development Study (TCBDS) confirm a basic assumption of the "age-graded informal social control theory" according to which deficits in the family process substantially increase the probability of deviant behaviour in childhood and youth. Social background factors of the family, such as inadequate living conditions or broken home, influence the development of crime only if they affect the interaction process between the parents and their child. The predictive validity of this "family model" is, however, limited to serious or repeated criminal and delinquent behaviour. Family factors cannot explain minor or one-time delinquency. Notwithstanding this limitation, the "age-graded social control theory" allows the analysis of different developments of criminal and delinquent behaviour in the later life stages. Our results show that different pathways in adulthood cannot be explained by the early life histories of individuals. Decisive for the desistance from or the continuity of delinquent and criminal behaviour are actual life situations of the studied subjects.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Jürgen Thomas, Wolfgang Stelly, Hans-Jürgen Kerner und Elmar G. Weitekamp, Institut für Kriminologie, Corrensstr. 34, D-72076 Tübingen, E-Mail: Juergen.Thomas@uni-tuebingen.de

AUTOR: Wolfgang Schluchter

TITEL: Max Webers Beitrag zum "Grundriß der Sozialökonomik". Editionsprobleme und Editionsstrategien

ENGL. TITEL: Max Weber’s Contribution to the "Grundriß der Sozialökonomik". Editorial Problems and Strategies

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 327-343

KURZREFERAT: Das unter der Bezeichnung „Wirtschaft und Gesellschaft“ weltbekannt gewordene Werk Max Webers stellt schwierige editorische Fragen. Die bisherigen Editionen von Marianne Weber und Johannes Winckelmann basieren auf Annahmen, die entweder nachweislich falsch oder höchst unplausibel sind. Es zeigt sich, daß Max Webers Beitrag zum Grundriß der Sozialökonomik kein Buch in zwei Teilen und daß auch der Titel „Wirtschaft und Gesellschaft“ problematisch ist. Vielmehr handelt es sich um ein Projekt, das Max Weber seit 1910 verfolgte und in drei Arbeitsphasen mit unterschiedlichen Resultaten realisierte. Es wird gezeigt, wie dieser Prozeß verlief und was für eine Neuedition von Max Webers Beitrag zum Grundriß der Sozialökonomik daraus folgt.

ENGL. KURZREFERAT: Max Weber’s contribution to the Grundriß der Sozialökonomik, which became famous worldwide as Economy and Society, poses very difficult editorial problems. The well known editions provided by Marianne Weber and Johannes Winckelmann are based on assumptions that are either false or highly questionable. These assumptions are presented and criticized. It turns out that Weber’s contribution to the Grundriß der Sozialökonomik is neither a book in two parts and that even the titel „Economy and Society“ must be regarded as doubtful. Rather, since 1910 Max Weber pursued a project in three stages with different results and under different titles. It is demonstrated how this process developed and what this means for a new edition of this main work of his.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Wolfgang Schluchter, Universität Erfurt, Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Krämerbrücke 8, D-99084 Erfurt

AUTOR: Achim Brosziewski

TITEL: Zur sozialen Konstruktion von Altersgrenzen im Betrieb. Personalmanagement zwischen Produktions- und Karriereinteressen

ENGL. TITEL: The Social Construction of Age Limits in Enterprises. Personnel Management in the Contexts of Production and Individual Careers

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1998, S. 344-361

KURZREFERAT: Zur Erklärung des betrieblichen Spielraums in der Definition von Altersgrenzen und Pensionierungsstandards wird die Unterscheidung zwischen verfügbaren und unverfügbaren Ressourcen herangezogen, die Dirk Baecker vorgeschlagen hat. Der Entscheidungsspielraum beim Personalmanagement ist einerseits durch die Ansprüche an individuelle Karrierechancen eingeschränkt. Diese Erwartungen werden hauptsächlich auf der gesellschaftlichen Ebene formuliert und schlagen sich in einem Komplex von rechtlichen, vertraglichen und moralischen Normen nieder. Andererseits sind beim Personalmanagement die Erfordernisse zu beachten, die sich aus den Geschäftsverläufen und den Produktionsprozessen ergeben. Im Blick auf diese Kontexte entstehen die wichtigsten Probleme aus der Koordination divergierender Zeithorizonte: den eher kurzfristigen in Geschäft und Produktion, den eher langfristigen in der Rekrutierung, Ausbildung und Motivation des Personals. Im hier vorgeschlagenen Ansatz stellt die fortschreitende gesellschaftliche Destandardisierung von Altersgrenzen im Erwerbsleben eine Erweiterung des Entscheidungsspielraums dar, sowohl für die Angestellten als auch für das Personalmanagement. In dieser Hinsicht wird die Endphase des Erwerbslebens in eine weitere karriererelevante Phase transformiert.

ENGL. KURZREFERAT: In order to explain the scope on the enterprise level to define age limits and retiring standards, the article refers to the distinction of disposable and non-disposable resources, that was proposed by Dirk Baecker (in his book „Die Form des Unternehmens“). On the one hand personnel management is constrained by the pretensions concerning individual career chances. These expectations are constituted on a societal level, forming a complex of legal, contractual and moral norms. On the other hand personnel management has to reflect the conditions and restrictions given by business cycles and production processes. Regarding these contexts, the main problems arise from the coordination of divergent time horizons: more short-termed in business and production, more long-termed in recruitment, training and motivation of the personnel. From the outlined approach, the continuing de standardization of age related rules represents an increase of options and demands for decision making, for employees as well as for the personnel management. In this respect the late stage of employment is transformed into another career generating phase.

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Dr. Achim Brosziewski, Soziologisches Seminar, Universität St. Gallen, Tigerbergstr. 2, CH - 9000 St. Gallen, E-Mail: Achim.Brosziewski@unisg.ch

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Datei aktualisiert am 21.01.2004 in der Redaktion der KZfSS