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Zusammenfassungen und English Summaries
Heft 2, Jg. 51, 1999

AUTOR: Hans Albert

TITEL: Die Soziologie und das Problem der Einheit der Wissenschaften

ENGL. TITEL: Sociology and the Problem of the Unity of Sciences

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 215-231

KURZREFERAT: Die Abgrenzungen zwischen den sozialwissenschaftlichen Disziplinen sind Konsequenzen der wissenschaftlichen Arbeitsteilung. Sie gehen teilweise auf erkenntnisfremde praktische Interessen zurück. In den Erkenntnisprogrammen dieser Disziplinen kommt dagegen eine Einheitsidee zum Ausdruck, die mit solchen Abrenzungen unvereinbar ist. Ein Vergleich der Ansätze von Otto Neurath, Ludwig von Mises, Max Weber und Emile Durkheim zeigt, dass sie im Gegensatz zum modernen Historismus stehen, der die Möglichkeit nomologisch gestützter Erklärungen ablehnt. Der methodologische Individualismus ist mit einem theoretischen Institutionalismus und mit der Analyse sozialer Systeme vereinbar. Er ist nicht notwendig mit Erklärungsversuchen im sozialen Vakuum und mit der Zurückweisung psychologisch gestützter Erklärungen verbunden. Der radikale Historismus, der den Rekurs auf die Natur des Menschen unmöglich macht, ist mit der durch das darwinsche Programm geprägten modernen Biologie unvereinbar und daher unhaltbar. Die Beschreibung und Erklärung historischer Zusammenhänge ist im Rahmen des naturalistischen Programms adäquat interpretierbar. Daher ist eine scharfe Abgrenzung zwischen Geschichte und Sozialwissenschaft nicht möglich.

STICHWORTE: Einheit der Wissenschaft, Forschungsprogramm, Erklärung, methodologischer Individualismus, theoretischer Institutionalismus

ENGL. KURZREFERAT: The demarcations between the social sciences are consequences of the scientific division of labor. They partly originate in practical interests. In the research programs of these sciences we find an idea of unity which is incompatible with such demarcations. A comparison of the approaches of Otto Neurath, Ludwig von Mises, Max Weber and Emile Durkheim shows that they, contrary to modern historicism, involve the possibility of nomological explanations. Methodological individualism is compatible with theoretical institutionalism and the analysis of social systems. It is not necessarily connected with attempts of explanation in a social vacuum and with the rejection of psychological assumptions. Radical historicism which rejects taking account of the nature of man is incompatible with Darwinian biology and therefore untenable. The description and explanation of historical facts can be adequately interpreted in a naturalistic way. Therefore it is not possible to make a sharp demarcation between history and the social sciences.

KEYWORDS: Unity of science, research program, explanation, methodological individualism, theoretical institutionalism

KORRESPONDENZANSCHRIFT: Prof. Dr. Hans Albert, Freiburgerstr. 62, D-69126 Heidelberg.

AUTOR: Jens Greve

TITEL: Sprache, Kommunikation und Strategie in der Theorie von Jürgen Habermas

ENGL. TITEL: Habermas on the Relation between Communicative and Strategic Language Use

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 232-259.

KURZREFERAT: Nach Jürgen Habermas besteht ein innerer Zusammenhang zwischen der sprachlichen Vermittlung von Interaktionen, dem kommunikativen Handeln und der Verständigungsorientierung von Akteuren. Mit den Mitteln der Sprechakttheorie will er nachweisen, dass das strategische Handeln und die Erfolgsorientierung demgegenüber einen abgeleiteten Status besitzen. Hier wird dagegen gezeigt, warum es Habermas nicht gelungen ist, das Verhältnis von kommunikativem und strategischem Handeln aus der von Austin in die Sprechakttheorie eingeführten Unterscheidung von Illokutionen und Perlokutionen abzuleiten. Damit kann die These von einer parasitären Abhängigkeit des strategischen vom kommunikativen Handeln nicht aufrechterhalten werden. Darüber hinaus führt das Problem, den Ort der Imperative in der Kommunikationstheorie zu bestimmen, Habermas schließlich zu einer veränderten Auffassung des kommunikativen Handelns.

STICHWORTE: Kommunikatives Handeln, Sprechakttheorie, Verstehen, strategisches Handeln, Habermas, Austin

ENGL. KURZREFERAT: According to Habermas, there exists a primary connection between the mediation of interaction by language use, the concept of communicative action, and the orientation towards understanding. Habermas claims that strategic action and action oriented towards success are parasitic on communicative action and action oriented towards understanding. He attempts to prove this thesis by using Austin's distinction between illocutionary and perlocutionary acts. This article examines why Habermas' argumentation is not conclusive. As a consequence the thesis according to which communicative action is the original mode of language use has to be refuted. Furthermore, it is shown how the classification of imperatives leads Habermas to weaken the concept of communicative action itself. Communicative action does not necessarily contain three validity claims and is now compatible with an orientation towards success.

KEYWORDS: Communicative action, speech act theory, understanding, strategic language use, Habermas, Austin

KORRESPONDENZANSCHRIFT:Jens Greve, Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt, Am Hügel 1, D-99084 Erfurt, E-Mail: greve@mw.uni-erfurt.de

AUTOR: Paul Windolf und Sebastian Schief

TITEL:Unternehmensverflechtung in Ostdeutschland

ENGL. TITEL: Corporate Networks in East Germany

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 260-282.

KURZREFERAT: In diesem Artikel wird die Kapital- und Personalverflechtung aller ostdeutschen Unternehmen untersucht, die 1996 mehr als 500 Beschäftigte hatten (N=276). Für diese Unternehmen wurden alle Eigentümer, Aufsichtsräte und Vorstandsmitglieder erfasst. Fast 60 Prozent der ostdeutschen Betriebe befinden sich im Besitz westdeutscher/westlicher Konzerne. Die Kapitalverflechtung verläuft also von West- nach Ostdeutschland. Untereinander sind die ostdeutschen Betriebe kaum verflochten (Dichte: 0,02). Die Personalverflechtung verläuft ebenfalls fast ausschließlich von West nach Ost. Durch diese Verflechtungsstruktur werden systematisch "structural holes" (Burt) geschaffen, die es westdeutschen Managern ermöglichen, die Position des Informations-"Brokers" einzunehmen. Während die Struktur der westdeutschen Unternehmensverflechtung den Konzernen eine autonome Selbstregulation ermöglicht, verstärkt die Verflechtung der ostdeutschen Betriebe deren Abhängigkeit. Es wird argumentiert, dass der Erfolg einer nachholenden Modernisierung (catching up) ein Wachstumsparadigma voraussetzt, in dem kooperative Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. Diese Netzwerke fehlen in Ostdeutschland weitgehend.

STICHWORTE: Korporative Netzwerke, Unternehmensverflechtung, Netzwerkanalyse, strukturelle Löcher, Transformation, Modernisierung, Ostdeutschland

ENGL. KURZREFERAT: This paper analyzes the capital networks and interlocking directorates of all East German firms employing more than 500 workers in 1996 (N=276). Data are collected for the owners and members of the management/supervisory board of these firms. Almost 60 percent of firms are owned by West German/Western owners. Thus the capital network is dominated by other firms located in West Germany or in other Western countries. There are only very few capital participations among East German firms (density: 0.02). Additionally, the network of interlocking directorates is dominated by West German managers. There are "structural holes" (Burt) among East German firms which are "bridged over" by West German managers who operate as information brokers. It is argued that countries that have proven particularly successful in the modernization process (catching up) implemented specific growth paradigms which are based not upon unbridled market competition but rather upon controlled competition. Networks are a key instrument in regulating and controlling competition. Such networks have not been built up in East Germany after 1989 and those that existed before have been dismantled. Whereas the corporate network in West Germany protects companies against external influence (cooperative capitalism), the corporate network in East Germany exposes East German firms to external influence.

KEYWORDS: Corporate networks, interlocking directorates, network analysis, structural holes, transformation, modernization, East Germany

KORRESPONDENZANSCHRIFT:Prof. Dr. Paul Windolf, Sebastian Schief, Universität Trier, Fachbereich IV - Soziologie, D-54286 Trier, E-Mail: Windolf@uni-trier.de

AUTOR: Detlev Fetchenhauer

TITEL: Möglichkeiten und Grenzen von Rational Choice Erklärungen für betrügerisches Verhalten am Beispiel des Versicherungsbetruges

ENGL. TITEL: Rational Choice and the Explanation of Fraudulent Behavior

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 283-312.

KURZREFERAT: Thema dieses Aufsatzes ist die Frage, inwiefern der Rational Choice Ansatz geeignet ist, betrügerisches Verhalten zu erklären. Hierzu werden zunächst wesentliche Aussagen einer Rational Choice Theorie abweichenden (betrügerischen) Verhaltens vorgestellt und kritisch diskutiert, wobei vor allem eine Auseinandersetzung mit der Eigennutzannahme des "homo oeconomicus" erfolgt. Im Anschluss daran wird aufgezeigt, um welche Variablen der Rational Choice Ansatz erweitert werden muss, damit er zu einer umfassenden Erklärung betrügerischen Verhaltens in der Lage ist. Diese Variablen werden sodann in einem integrativen Erklärungsmodell zusammengefasst. Dieses Modell und die aus ihm ableitbaren Hypothesen werden im zweiten Teil des vorliegenden Aufsatzes einer ersten empirischen Überprüfung anhand des Themas "Versicherungsbetrug" unterzogen.

STICHWORTE: Versicherungsbetrug, Rational Choice-Theorie, homo oeconomicus, abweichendes Verhalten, Versicherungsbetrug

ENGL. KURZREFERAT: This article deals with the question how far rational choice theories are able to explain fraudulent behavior. First main attributes of a rational choice theory of deviant (fraudulent) behavior are outlined and discussed critically. In this discussion special attention is given to the assumption of "homo oeconomicus" that all behavior is selfish. It is shown that a number of variables have to be added to achieve a satisfactory explanation of fraudulent behavior. These variables are then combined into an integrated theoretical model. Using the example of insurance fraud this model is tested empirically in the second part of the present article.

KEYWORDS: Rational choice theory, homo oeconomicus, deviant behavior, insurance fraud

KORRESPONDENZANSCHRIFT:Dr. Detlef Fetchenhauer, Ruhr-Universität Bochum, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Kriminologie, Universitätsstraße 150, Postfach 10 21 48, 44780 Bochum, E-Mail: bs.schwind@jura.ruhr-uni-bochum.de

AUTOR: Volker Müller-Benedict

TITEL: Strukturelle Grenzen sozialer Mobilität. Ein Modell des Mikro-Makro-Übergangs nach Boudon

ENGL. TITEL: Structural Barriers of Social Mobility. A Micro-Macro-Transition Based on Boudon's Model

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 313-338

KURZREFERAT: Raymond Boudon hat im Jahr 1973 ein Modell des Zusammenhangs von Bildungserwerb und sozialer Mobilität vorgelegt. Mit diesem Modell hat er einen "Neutralisierungseffekt" nachgewiesen, der darin besteht, dass trotz einer ständigen Erhöhung des allgemeinen Bildungsniveaus die soziale Mobilität konstant bleibt, weil die soziale Schichtung ein Positionssystem ist. Dieser Ansatz ist verallgemeinerbar zu einem Modell des Mikro-Makro- bzw. "matching"-Problems im Rahmen des individualistischen Erklärungsansatzes. Das erweiterte Modell kann das Zustandekommen konstanter sozialer Mobilitätsraten dynamisch erklären: Es sind die maximal möglichen Mobilitätsraten, die durch individuelle Bildungsentscheidungen unter gegebenen Transformationsregeln erreichbar sind. Empirische Berechnungen sozialer Mobilitätsraten mit ALLBUS-Daten bestätigen die Möglichkeit einer solchen Dynamik für die Bundesrepublik.

STICHWORTE: Soziale Mobilität, Bildungserwerb, soziale Ungleichheit, Mikro-Makro-Transformation, Raymond Boudon

ENGL. KURZREFERAT: In 1973 Raymond Boudon presented a formal model of the relationship between educational and social mobility. He demonstrated an "effect of neutralization": a constant level of social mobility despite a continuously increasing level of educational attainment, because social strata are limited in the number of positions. This approach can be generalized to a model of "matching"-processes, that is special micro-macro-transitions. A calculation with this generalized model explains, why mobility rates are dynamically constant over time: they are the maximally possible rates under the conditions of individual choices of educational attainment and given micro-macro-transformation rules. Empirical social mobility rates based on the cumulative ALLBUS-data-set show that such a process may be at work in Germany.

KEYWORDS: Social mobility, educational attainment, social inequality, micro-macro-transformation, Raymond Boudon

KORRESPONDENZANSCHRIFT:PD Dr. Volker Müller-Benedict, Soziologisches Seminar, Georg-August-Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 3, D-37073 Göttingen, E-Mail: vbenedi@uni-goettingen.de

AUTOR: Rainer Weinert

TITEL: Ideologie, Autonomie und institutionelle Aura. Zur politischen Soziologie von Zentralbanken

ENGL. TITEL: Ideology, Autonomy, and Institutional Aura. Political Sociology of Central Banks

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 339-363

KURZREFERAT: Ausgehend von neueren Ansätzen der Soziologie politischer Institutionen wird ein Ansatz zur Analyse von Zentralbanken als regulative intermediäre Institutionen entwickelt. Zentralbanken erfüllen eine instrumentelle und expressive Funktion, die als Ideologie und institutionelle Aura modelliert werden. Beiden Funktionen vorausgesetzt ist ein hoher Grad politischer Autonomie. Als zentrale Elemente institutioneller Politik von Zentralbanken werden diskutiert: Vertrauensstiftung in die Währung, gesellschaftliche Koalitionsbildung, expertokratische Interessenneutralität, die Diskretion des politischen Handelns und eine starke Führungspersönlichkeit. Die Ausdifferenzierung von Geldwertstabilität ist in allen hoch entwickelten Geldökonomien scharf, aber die Varianzen der politischen Autonomie sind erheblich. Die Politik von Zentralbanken lässt sich soziologisch nicht auf die Dimension der politischen Autonomie reduzieren, vielmehr müssen die diskutierten Elemente institutioneller Politik integraler Bestandteil soziologischer Institutionenanalyse sein.

STICHWORTE: Politische Soziologie, politische Institutionen, Zentralbank, Geldwertstabilität, monetäre Ökonomie, Ideologie, politische Autonomie, institutionelle Aura

ENGL. KURZREFERAT: Based on recent research in the field of sociology of political institutions an approach on central banks as intermediary regulative institutions is developed. Central banks have to meet an instrumental and expressive function, which are shaped as ideology and institutional aura. Presupposed are a high degree of political autonomy. The following basic elements of the institutional politics of central banks are discussed: credibility, societal coalitions, guaranteed neutrality of experts, discrete political action, and the conservative central banker. The differentiation of monetary stability in highly developed monetary economies is stark, however the variation of political autonomy is pronounced. From a sociological perspective, the politics of central banks cannot be reduced to the dimension of political autonomy, the elements of institutional politics mentioned above must be incorporated into the analysis.

KEYWORDS: Political sociology, political institutions, central banking, monetary economics, ideology, political autonomy, institutional aura

KORRESPONDENZANSCHRIFT: PD Dr. Rainer Weinert, Freie Universität Berlin, Institut für Soziologie, Babelsberger Str. 14-16, D-10715 Berlin, E-Mail: Weinert.berlin@t-online.de

AUTOR: Monika Jungbauer-Gans

TITEL: Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in selbständiger und abhängiger Beschäftigung

ENGL. TITEL: Wage Gap Between Female/Male Self-employed and Female/Male Employed Persons in West Germany

QUELLE: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 51, 1999, S. 364-390.

KURZREFERAT: Die geringeren Löhne von Frauen wurden in einer Vielzahl von Studien festgestellt. Allerdings wurden hierbei aufgrund methodischer Probleme und fehlender Daten nur abhängig beschäftigte Frauen untersucht. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob selbständige Frauen der Einkommensdiskriminierung entgehen können. Zur Untersuchung des berechneten Stundenlohnes werden die Daten des Mikrozensus 1995 herangezogen. Um den selektiven Zugang von Frauen und Männern zum Arbeitsmarkt bzw. zu abhängiger oder selbständiger Tätigkeit zu kontrollieren, werden Modelle mit Heckman-Korrektur geschätzt. Es wird untersucht, welchen Einfluss die Familiensituation, das Humankapital sowie diverse Umfeldbedingungen wie z.B. die Branche und der Wohnort auf die Höhe des Stundenlohnes bei Frauen und Männern bzw. Selbständigen und abhängig Beschäftigten haben. Ein zentrales Ergebnis der Analysen ist, dass selbständige Frauen vor der Kontrolle des selektiven Zugangs einen geringeren Stundenlohn haben als selbständige Männer, dass aber nach einer Korrektur der Zugangschancen keine Unterschiede mehr festgestellt werden können. Allerdings gibt es unter den Selbständigen aufgrund der oft sehr ausgedehnten Arbeitszeiten eine recht große Gruppe mit einem sehr geringen Einkommen, so dass man Selbständigkeit nicht unbedingt als Geheimrezept für die Lösung der Benachteiligung von Frauen ansehen kann.

STICHWORTE: Einkommensdiskriminierung, weibliche Selbständigkeit, abhängige Beschäftigung, Familiensituation, Humankapital, Drittvariablenkontrolle

ENGL. KURZREFERAT: It is a well corroborated finding that the wages of women are far lower than that of men. However, in a multitude of empirical studies only employed women were under review, due to methodological problems and missing data. This analysis looks at the question if self-employed women can avoid income discrimination. The data of the German Census 1995 serve as a basis for the estimation of hourly rates. In order to control the selective access to the labor market of men and women, the tendency of employment or self-employment, respectively, Heckman-selection models are estimated. The influence of family situation, of human capital and various environmental constraints, for example branch of industry and place of residence on the hourly rates of women and men, employed and self-employed, respectively, is examined. A main result of these analyses is that women have lower wages before we control for the different access to self-employment. However, in the model using Heckman-correction the income of self-employed women is not smaller than that of self-employed men. As there is a large group of self-employed who, due to high amount of working hours, earn low hourly wages, self-employment cannot necessarily be the panacea for the (financial) discrimination of women.

KEYWORDS: Income discrimination, female self-employment, family situation, human capital, environmental variables

KORRESPONDENZANSCHRIFT:Dr. Monika Jungbauer-Gans, Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Konradstraße 6, D-80801 München, E-Mail: Monika.Jungbauer-Gans@lrz.uni-muenchen.de

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Datei aktualisiert am 21.01.2004 in der Redaktion der KZfSS