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Editorial zum Ausscheiden von Herrn Dr. Heine von Alemann aus der Redaktion


Dieses ist das letzte Heft (Heft 3/2006, Anm. der Redaktion), das von Heine von Alemann betreut und redigiert wurde. Nach fast 30jähriger Tätigkeit als Redaktionssekretär der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie geht er in den Ruhestand. Seit Heft 4/1977 hat er die Redaktion der Zeitschrift geleitet. Die Herausgeber wechselten, er blieb, und nicht zuletzt dies sorgte für Kontinuität. Sein Handwerk lernte er noch unter René König, dessen Erbe er sich sehr verpflichtet fühlte.

Als Redaktionssekretär korrespondierte er mit Autorinnen und Autoren, wählte Gutachter/innen für die Manuskripte aus, organisierte die Sitzungen der Herausgeber/innen und redigierte die angenommenen Manuskripte. So knüpfte er über die Jahre ein Netzwerk von Autoren, Gutachtern und Rezensenten, das seinesgleichen suchen dürfte. Wie kaum ein zweiter kennt er sich in der deutschen Soziologie aus. Die Gestaltung des Rezensionsteils der Zeitschrift überließen die Herausgeber weitgehend ihm. Hinzu kam die Arbeit an den Sonderheften. Auch bei schwierigen Manuskriptlagen, die bei einer Zeitschrift immer wieder eintreten, wusste er einen Weg. Die verantwortungsvolle Arbeit eines Redaktionssekretärs leistete Heine von Alemann souveräner Weise. Er lenkte, ohne bestimmen zu wollen. Unverbrüchlich war dabei seine Loyalität. So konnte er sich Ansehen erwerben, bei den Herausgebern sowohl wie bei der Autoren- und Leserschaft.

Zusätzlich zu der Redaktionstätigkeit unterrichtete er am Seminar für Soziologie der Universität zu Köln und führte mehrere empirische Forschungsprojekte durch. Sein besonderes Interesse galt dem Kunstmarkt, in dessen Kölner Netzwerk er auch eingebunden war. Hierzu liegen von ihm zahlreiche Aufsätze vor. Zudem engagierte er sich im Berufsverband der Deutschen Soziologen. Sein besonderes Augenmerk galt der soziologischen Beratung und dem Arbeitsmarkt.

Heine von Alemann kann heute auf eine Berufstätigkeit zurückblicken, die ihm viel abverlangte und die er mit großem Geschick bewältigte. Das Forschungsinstitut verliert einen vielseitigen und engagierten Redaktionsleiter und Dozenten. Im Namen aller Herausgeber danken wir ihm für seine ungewöhnlichen Leistungen – und sind sicher, dass unsere Autoren- und Leserschaft es auch tun wird.
Sein Nachfolger ist PD Dr. Volker Dreier, bisher Universität Jena. Ihm wünschen wir für seine Redaktionstätigkeit viel Erfolg.

Die Herausgeber



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Datei aktualisiert am 27.10.2006 in der Redaktion der KZfSS