|
Vorbemerkung
Dieses Glossar ist der Versuch, den Studierenden ausgewählte
Grundbegriffe eines Teiles der Statistischen Methodenlehre, der Deskriptiven
Statistik, wie sie im Grundstudium der Wirtschaftswissenschaften an der
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu
Köln gelehrt wird, in verbalisierter Form zugänglich zu machen. Es
kommt damit einem Wunsch nach, diesen Teil des statistischen Grundstudiums -
ebenso wie Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistische Inferenz - in einer
formelfreien Darstellung zum Nachschlagen zu präsentieren. Die
Beschränkung auf das Grundstudium schränkt auch den inhaltlichen Teil
stark ein. Das Glossar vermeidet die Verwendung von Formeln, diese bleiben den
üblichen Fachbüchern bzw. Formelsammlungen vorbehalten. Die
Verbalisierung statistischer Formeln und Begriffe verlangt auch vom Autor eine
besondere und ungewohnte Beschäftigung mit dem Fachgebiet. Die Darstellung
kann den Studierenden zum Wiederholen und damit zum Nachschlagen
ausgewählter Begriffe dienen, ohne dass dies zwangsläufig über
den Formelapparat geschehen muß.
Die formelfreie Erläuterung beinhaltet teilweise eine gewisse
Unschärfe in den Begriffen, diese wurde bewusst in Kauf genommen. Dennoch
sind aus dem Zusammenhang genommen einige Erläuterungen ohne
ergänzende Formel sicher nicht leicht verständlich. Dies hat seinen
Grund mit darin, dass bei der Verbalisierung die methodische Korrektheit
weitgehend erhalten bleiben sollte.
Die Benutzung der lexikographischen Darstellung soll
durch einige Hinweise erleichtert werden. Aus Adjektiv und Substantiv
bestehende Begriffe sind in der Regel unter dem Substantiv eingeordnet. Ein
Link bzw. ein durch "siehe" ergänzter Link verweist auf eine an
anderer Stelle definierte Größe, falls diese nicht unter demselben
Oberbegriff wie die Ausgangsgröße steht. Soweit für eine
Größe verschiedene Begriffe synonym benutzt werden, wird durch
"Syn." bzw. "Syn. für" darauf verwiesen. Eine
ausführliche Darstellung des Stoffes enthält der Studientext E.
Bomsdorf: Deskriptive Statistik, 13. Auflage, Lohmar - Köln 2010.
Die Datei lässt sich ausdrucken, sie kann ebenfalls als html-Datei
abgespeichert werden und dann sowohl interaktiv zum Nachschlagen als auch zum
Wiederholen der Begriffe Verwendung finden. Jegliche Nutzung ist nur zum
privaten Gebrauch gestattet.
© 1998, 1999, 2000, 2002, 2010 Eckart Bomsdorf, Köln.
Alle Rechte vorbehalten.
A
B D E F G H
I
K L M
N O P
Q R S T U
V W Z
ABSOLUTSKALA
ADDITIONSSATZ
ADDITIVES MODELL
ASSOZIATIONSMAßE
AUSWAHLGESAMTHEIT

BASISZEIT
BERICHTSZEIT
BESTANDSGRÖßE
BESTANDSMASSE
BESTIMMTHEITSMAß
BEWEGUNGSGRÖßE
BEWEGUNGSKOMPONENTE
BEWEGUNGSMASSE
BEZIEHUNGSZAHL
BEZUGSWERT EINER MESSZAHL
BEZUGSZEIT
BINDUNGEN
BOXPLOT

DATEN
DESKRIPTIVE REGRESSION
DESKRIPTIVE UNABHÄNGIGKEIT
DETERMINATIONSKOEFFIZIENT
DEZILE
DISKRETE KLASSIERUNG
DISPARITÄT
DISPARITÄTSKOEFFIZIENT VON
GINI
DISPARITÄTSMAßE
DISPERSIONSMAßE
DURCHSCHNITTLICHE ABSOLUTE ABWEICHUNG
DURCHSCHNITTLICHE QUADRATISCHE
ABWEICHUNG

EMPIRISCHE DICHTE
EMPIRISCHE KOVARIANZ
EMPIRISCHE VERTEILUNGSFUNKTION
ERHEBUNG
ERHEBUNGSEINHEIT
ERHEBUNGSMERKMAL

FISHER-INDEX

GESAMTHEIT
GINIKOEFFIZIENT
GINI'S MITTLERE DIFFERENZ
GLEITENDER DURCHSCHNITT
GLIEDERUNGSZAHL
GRUNDGESAMTHEIT

HÄUFIGKEIT
HÄUFIGKEITSDICHTE
HÄUFIGKEITSDICHTEFUNKTION
HÄUFIGKEITSFUNKTION
HÄUFIGKEITSPOLYGON
HÄUFIGKEITSSUMMENFUNKTION
HÄUFIGKEITSTABELLE
HÄUFIGKEITSVERTEILUNG
HERFINDAHL-INDEX
HILFSMERKMAL
HISTOGRAMM

IDEALINDEX
INDEX
INDEXZAHL
INTERVALLSKALA

KARDINALSKALA
KENNGRÖSSE
KLASSENBREITE
KLASSENEINTEILUNG
KLASSENGRENZEN
KLASSENMITTE
KLASSENMITTELPUNKT
KLASSENMITTELWERT
KOMPONENTEN EINER ZEITREIHE
KONTINGENZKOEFFIZIENT VON PEARSON
KONTINGENZTAFEL
KONZENTRATION
KONZENTRATIONSINDEX VON ROSENBLUTH
KONZENTRATIONSKOEFFIZIENT VON
ROSENBLUTH
KONZENTRATIONSKURVE
KONZENTRATIONSMAßE
KONZENTRATIONSRATEN
KORRELATIONSKOEFFIZIENT VON
BRAVAIS-PEARSON
KOVARIANZ

LAGEMAßE
LÄNGSSCHNITTBETRACHTUNG
LASPEYRES-INDEX
LINEARE EINFACHREGRESSION
LOKALISATIONSMAßE
LORENZKURVE
LORENZRATEN

MEDIAN
MENGENINDEX
MENGENMESSZAHL
MERKMAL
MERKMALSABSTUFUNGEN
MERKMALSAUSPRÄGUNGEN
MERKMALSKLASSEN
MERKMALSSUMME
MERKMALSTRÄGER
MERKMALSWERTE
MESSWERTE
MESSZAHL
METHODE DER KLEINSTEN QUADRATE
MITTELWERT
MITTLERE ABSOLUTE ABWEICHUNG
MODUS
MULTIPLIKATIVES MODELL

NOMINALSKALA

ORDINALSKALA

PAASCHE-INDEX
PANEL-BEFRAGUNG
PERZENTILE
p-QUANTIL
PREISINDEX
PREISMESSZAHL
PRIMÄRSTATISTIK

QUANTIL
QUARTILE
QUARTILABSTAND
QUARTILKOEFFIZIENT
QUERSCHNITTBETRACHTUNG
QUINTILE
QUOTE
QUOTIENTENSKALA

RANDVERTEILUNG
RANG EINES MESSWERTES
RANGKORRELATIONSKOEFFIZIENT VON
SPEARMAN
RANGZAHL
RATE
REFERENZZEIT
REGRESSION
REGRESSIONSGERADE
REGRESSIONSKOEFFIZIENTEN
REGRESSIONSKONSTANTE
REGRESSIONSPARAMETER
RESIDUEN
RESTKOMPONENTE
ROHDATEN
ROSENBLUTH-INDEX

SAISONBEREINIGUNG
SAISONFIGUR
SAISONKOMPONENTE
SAISONNORMALE
SCHWERPUNKT EINER ZWEIDIMENSIONALEN VERTEILUNG
SEKUNDÄRSTATISTIK
SEMIQUARTILABSTAND
SKALA
SPANNWEITE
STANDARDABWEICHUNG
STATISTISCHES URMATERIAL
STETIGE KLASSIERUNG
STICHPROBE
STREUUNGSDIAGRAMM
STREUUNGSMAßE
STREUUNGSVERSCHIEBUNGSSATZ
STREUUNGSZERLEGUNGSSATZ
SUBINDEX

TEILERHEBUNG
TEILGESAMTHEIT
TOTALERHEBUNG
TREND
TRENDBEREINIGUNG
TRENDFUNKTION

UMBASIERUNG
UMFANG EINER GESAMTHEIT
UNABHÄNGIGKEIT
UNTERSUCHUNGSEINHEIT
UNTERSUCHUNGSGESAMTHEIT
URLISTE

VARIANZ
VARIANZZERLEGUNGSSATZ
VARIANZVERSCHIEBUNGSSATZ
VARIATIONSKOEFFIZIENT
VERHÄLTNISSKALA
VERHÄLTNISZAHL
VERKETTUNG
VERSCHIEBUNGSSATZ DER VARIANZ
VERTEILUNG
VERTEILUNGSFUNKTION
VIERFELDERTAFEL
VOLLERHEBUNG

WACHSTUMSKOEFFIZIENT
WACHSTUMSRATE
WERTINDEX
WERTMESSZAHL

ZEITREIHE
ZEITREIHENDIAGRAMM
ZEITREIHENPOLYGON
ZENTRALWERT
ZIFFER
ZUSAMMENHANGSMAßE
ZUWACHSFAKTOR
ZUWACHSKOEFFIZIENT
ZUWACHSRATE

A
ABSOLUTSKALA
Bestimmt dadurch, dass Rangfolge, Abstand und Verhältnis zwischen
Merkmalswerten definiert sind und neben einem natürlichen Nullpunkt eine
natürliche Einheit existiert; invariant gegenüber identischen
Transformationen der Merkmalswerte. Siehe
metrisches Merkmal.
ADDITIONSSATZ
- ~ für arithmetische Mittelwerte:
Formel zur Berechnung des arithmetischen Mittels
einer aus mehreren Teilgesamtheiten bestehenden Gesamtheit, sofern für
diese Teilgesamtheiten die Umfänge und die arithmetischen Mittelwerte
bekannt sind.
- ~ für Varianzen:
Formel zur Berechnung der Varianz einer aus mehreren
Teilgesamtheiten bestehenden Gesamtheit, sofern für diese Teilgesamtheiten
die Umfänge, die Varianzen und die arithmetischen Mittelwerte bekannt
sind. Syn.: Varianzzerlegungssatz.
ADDITIVES MODELL
Siehe additive Zerlegung einer Zeitreihe.
ASSOZIATIONSMAßE
Syn. für Zusammenhangsmaße.
AUSWAHLGESAMTHEIT
Meist Syn. für Grundgesamtheit, mitunter
auch Teilmenge der Grundgesamtheit, über die Informationen beschafft
werden sollen.

B
BASISZEIT
Syn. für (konstante) Bezugszeit einer Folge
von Messzahlen bzw. von Indexzahlen.
BERICHTSZEIT
Bei Messzahlen Zeitpunkt bzw. Zeitraum, dessen
aktueller Wert für ein interessierendes Merkmal auf
den Wert dieses Merkmals in der Basiszeit bezogen wird
(analog bei Indexzahlen). Syn.: Referenzzeit.
BESTANDSGRÖßE
Zeitpunktbezogene Größe. Gegensatz: Bewegungsgröße.
BESTANDSMASSE
Zeitpunktbezogene Masse. Gegensatz: Bewegungsmasse.
BESTIMMTHEITSMAß
Auf das Intervall von 0 bis 1 beschränktes Maß für den
Erklärungsgehalt einer Regression. Bei der
Regression 2. Art wird das verwendete Maß auch
als Determinationskoeffizient
bezeichnet.
BEWEGUNGSGRÖßE
Zeitraumbezogene Größe. Gegensatz: Bestandsgröße.
BEWEGUNGSKOMPONENTE
- kurzfristige ~: Meist Syn. für Saisonkomponente.
BEWEGUNGSMASSE
Zeitraumbezogene Masse. Gegensatz: Bestandsmasse.
BEZIEHUNGSZAHL
Quotient von zwei sachlich verschiedenen, in sinnvoller Beziehung zueinander
stehenden Kenngrößen für dieselbe
Menge von Einheiten.
- Mittelwert von ~en:
Bei der Bildung von Mittelwerten von
Beziehungszahlen finden in Abhängigkeit von den verwendeten Gewichten das
arithmetische oder das harmonische Mittel Verwendung.
BEZUGSWERT EINER MESSZAHL
Nennergröße des Quotienten aus dem sich die Messzahl bestimmt.
BEZUGSZEIT
Bei Messzahlen Zeitpunkt bzw. Zeitraum, mit deren
Wert für ein interessierendes Merkmal der aktuelle Wert dieses Merkmals
verglichen wird. Der Begriff der Bezugszeit wird auf Indexzahlen übertragen, soweit diese sich als
Mittelwert von Messzahlen mit derselben Bezugszeit ergeben. Syn.: Basiszeit.
Mitunter wird der Begriff Basiszeit auf den Fall einer konstanten Bezugszeit
beschränkt.
BINDUNGEN
Weisen bei einer Erhebung zwei oder mehr Einheiten
denselben Wert bzgl. des mindestens ordinal skalierten
Merkmals auf, so wird bzgl. der Zuordnung von Rängen zu den Einheiten von Bindungen gesprochen, da
diesen Einheiten bei einer größenmäßigen Ordnung der
Messwerte allen derselbe Rang zusteht.
BOXPLOT
Schematische graphische Darstellung der Quartile
sowie des Minimums und des Maximums der Messwerte
eines metrischen Merkmals.

D
DATEN
Bei den Merkmalsträgern für ein
Merkmal oder mehrere Merkmale beobachtete
Ausprägungen, die einzelnen Daten
werden auch als Messwerte bezeichnet .
DESKRIPTIVE REGRESSION
Siehe Regression.
DESKRIPTIVE UNABHÄNGIGKEIT
Siehe Unabhängigkeit.
DETERMINATIONSKOEFFIZIENT
Auf das Intervall 0 bis 1 beschränktes Maß für den
Erklärungsgehalt einer linearen Regression
zweier (oder mehrerer) metrischer Merkmale. Im Fall der
linearen Einfachregression gleich dem Quadrat des
Korrelationskoeffizienten von
Bravais-Pearson der beiden betrachteten Merkmale. Wird auch als
Bestimmtheitskoeffizient oder spezielles Bestimmtheitsmaß bezeichnet.
DEZILE
Quantile für p=0,10; 0,20; 0,30; ...; 0,90.
DISKRETE KLASSIERUNG
Bei einer Erhebung Erfassen der Häufigkeiten des Auftretens der
einzelnen Merkmalsausprägungen und Zuordnen der Häufigkeiten zu den
Ausprägungen.
DISPARITÄT
Syn. für relative Konzentration.
DISPARITÄTSKOEFFIZIENT VON
GINI
Spezielles Disparitätsmaß.
Zweifache Fläche zwischen der Lorenzkurve und
der Diagonalen des Einheitsquadrats. Syn.: Ginikoeffizient.
DISPARITÄTSMAßE
Größen zur Messung der Disparität. Siehe
Disparitätskoeffizient von Gini,
Variationskoeffizient.
DISPERSIONSMAßE
Syn. für Streuungsmaße.
DURCHSCHNITTLICHE ABSOLUTE ABWEICHUNG
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Arithmetisches Mittel der Abweichungen der
auftretenden Messwerte von einer vorgegebenen reellen
Zahl. Als Bezugsgröße wird meistens der Median
der Messwerte verwendet und die resultierende Größe dann als
durchschnittliche oder mittlere absolute Abweichung vom Median bezeichnet.
Syn.: mittlere absolute Abweichung.
DURCHSCHNITTLICHE QUADRATISCHE ABWEICHUNG
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Arithmetisches Mittel der Quadrate der Abweichungen
der auftretenden Messwerte von einer vorgegebenen
reellen Zahl. Als Bezugsgröße wird meistens das aritmethische Mittel
der Messwerte verwendet und die resultierende Größe dann als
Varianz der Messwerte bezeichnet.

E
EMPIRISCHE DICHTE
Syn. für relative
Häufigkeitsdichte.
EMPIRISCHE VERTEILUNGSFUNKTION
Funktion, die den Anteil der Merkmalsträger angibt, die einen
Merkmalswert kleiner oder gleich einem
vorgegebenen Wert annehmen. Setzt ein mindestens ordinal
skaliertes Merkmal voraus. Syn.: Verteilungsfunktion. Siehe auch
Häufigkeitssummenfunktion.
ERHEBUNG
Gewinnung von statistischen Informationen über den Zustand oder das
Geschehen in Bereichen unserer Umwelt.
ERHEBUNGSEINHEIT
Einheit, bei der eine Erhebung durchgeführt
wird.
ERHEBUNGSMERKMAL
Bei einer Erhebung erfasstes Merkmal, das zur statistischen Verwendung bestimmt ist.
Siehe Hilfsmerkmal.

F
FISHER-INDEX
Siehe Index vom Typ Fisher.

G
GESAMTHEIT
Syn. für Grundgesamtheit.
GINIKOEFFIZIENT
Syn. für Disparitätskoeffizient von Gini.
GINI'S MITTLERE DIFFERENZ
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Arithmetisches Mittel aus den Absolutbeträgen
der Differenzen der Messwerte zweier beliebiger
Einheiten.
GLEITENDER DURCHSCHNITT
Syn. für gleitender Mittelwert.
GLIEDERUNGSZAHL
Quotient einer nichtnegativen Kenngröße für eine Teilmenge zu der
entsprechenden Kenngröße für die Gesamtmenge von Einheiten.
Siehe Quote.
GRUNDGESAMTHEIT
Menge von Merkmalsträgern (Erhebungseinheiten), bei denen Informationen bzgl.
eines Merkmals oder mehrerer Merkmale erhoben werden
sollen. Syn.: Gesamtheit, häufig auch Auswahlgesamtheit.

H
HÄUFIGKEIT
- absolute ~:
Anzahl der Einheiten, die einen vorgegebenen Merkmalswert annehmen bzw. in eine vorgegebene
Merkmalsklasse fallen. Siehe
Häufigkeitsfunktion.
- bedingte ~:
In einer zweidimensionalen
Häufigkeitstabelle die (absoluten oder relativen) Häufigkeiten
für die Verteilung des einen Merkmals, wenn
für das andere Merkmal eine Merkmalsausprägung vorgegeben ist.
- relative ~:
Anteil der Einheiten, die einen vorgegebenen Merkmalswert annehmen bzw. in eine vorgegebene
Merkmalsklasse fallen. Siehe
Häufigkeitsfunktion.
HÄUFIGKEITSDICHTE
- absolute ~:
Bei einem klassierten Merkmal durch die
jeweilige Klassenbreite dividierte
absolute Häufigkeit der betreffenden Klasse.
- relative ~:
Bei einem klassierten Merkmal durch die
jeweilige Klassenbreite dividierte
relative Häufigkeit der betreffenden Klasse.
Syn.: empirische Dichte.
HÄUFIGKEITSDICHTEFUNKTION
Bei einem klassierten Merkmal Funktion, die
jeder Klasse die zugehörige (absolute oder
relative) Häufigkeitsdichte zuordnet. Bei ungleichen
Klassenbreiten u. a. zur graphischen Darstellung
der Häufigkeitsfunktion eines
Merkmals notwendige Korrektur der
Häufigkeitsfunktion, siehe Histogramm.
HÄUFIGKEITSFUNKTION
- eindimensionale ~:
Funktion, die jedem Merkmalswert bzw. jeder
Merkmalsklasse die Anzahl (absolute
Häufigkeit) bzw. den Anteil (relative Häufigkeit) der Einheiten in
einer gegebenen Masse zuordnet, deren Messwerte gleich
diesem Merkmalswert sind bzw. in diese Klasse fallen. Durch die
Häufigkeitsfunktion wird die absolute bzw. relative (eindimensionale)
Häufigkeitsverteilung eines Merkmals
in einer gegebenen Masse vollständig beschrieben. Sofern jeder
aufgetretene Merkmalswert mit seiner Häufigkeit aufgeführt wird, wird
auch von gruppierten oder diskret klassierten Messwerten bzw. Daten, bei einer
Einteilung des Wertebereichs des Merkmals in disjunkte Intervalle (Klassen) von
stetig klassierten Messwerten bzw. Daten oder einem klassierten Merkmal
gesprochen.
- bedingte ~:
Eindimensionale Häufigkeitsfunktion eines Merkmals, bei der für ein weiteres Merkmal eine
Merkmalsausprägung vorgegeben ist.
- zweidimensionale ~:
Funktion, die für zwei Merkmale jeder
Kombination eines Merkmalswertes des einen
Merkmals und eines Merkmalswertes des anderen Merkmals die Anzahl (absolute
Häufigkeit) bzw. den Anteil (relative Häufigkeit) der Einheiten in
einer gegebenen Masse zuordnet, deren Messwerte bzgl.
der beiden Merkmale gleich diesen Merkmalswerten sind. Analog bei stetig
klassierten Messwerten.
HÄUFIGKEITSPOLYGON
Streckenzug, der sich durch die lineare Verbindung der Ordinaten
aufeinanderfolgender Klassenmitten im
Histogramm ergibt, wobei das Histogramm an den
Rändern zuvor durch zwei fiktive Klassen mit den Häufigkeiten Null
ergänzt wird.
HÄUFIGKEITSSUMMENFUNKTION
Funktion, die die Anzahl der Merkmalsträger, die einen
Merkmalswert kleiner oder gleich einem
vorgegebenen Wert annehmen, angibt. Setzt ein mindestens ordinal skaliertes Merkmal voraus. Siehe auch
empirische Verteilungsfunktion.
HÄUFIGKEITSTABELLE
- eindimensionale ~:
Tabelle, die die Häufigkeiten einer
eindimensionalen Häufigkeitsfunktion
enthält.
- zweidimensionale ~:
Tabelle, die die Häufigkeiten einer
zweidimensionalen Häufigkeitsfunktion
enthält. Syn.: Kontingenztafel.
HÄUFIGKEITSVERTEILUNG
Die Verteilung der Einheiten bzgl. eines betrachteten Merkmals (oder mehrerer Merkmale) auf die
Merkmalsausprägungen wird durch die
Häufigkeitsfunktion bzw. die
empirische Verteilungsfunktion vollständig
beschrieben.
HERFINDAHL-INDEX
Spezielles Maß für die absolute
Konzentration. Summe der Quadrate der Anteile der Einheiten an der
Merkmalssumme.
HILFSMERKMAL
Merkmal, das nur der technischen Durchführung
einer Erhebung dient. Siehe Erhebungsmerkmal.
HISTOGRAMM
Graphische Darstellung der Häufigkeitsfunktion eines
klassierten Merkmals. Siehe auch
Häufigkeitsdichtefunktion.

I
IDEALINDEX
Siehe Index vom Typ Fisher.
INDEX
Mittelwert von Messzahlen.
Syn.: Indexzahl.
- ~ vom Typ Fisher:
Geometrisches Mittel aus einem Index vom Typ
Laspeyres und einem auf denselben Daten basierenden vergleichbaren Index vom
Typ Paasche. Wird wegen seiner guten Eigenschaften auch als Idealindex
bezeichnet; für Fisher-Indizes gilt im Gegensatz zu Laspeyres- bzw.
Paasche-Indizes beispielsweise, dass das Produkt aus einem
Preis- und einem Mengenindex einen Wertindex
ergibt.
- ~ vom Typ Laspeyres:
Arithmetisches Mittel von Preis- oder Mengenmesszahlen des zeitlichen Vergleichs, bei
denen als Gewichte Werte aus der Basiszeit Verwendung
finden.
- ~ vom Typ Paasche:
Harmonisches Mittel von Preis- oder Mengenmesszahlen des zeitlichen Vergleichs, bei
denen als Gewichte Werte aus der Berichtszeit
Verwendung finden.
INDEXZAHL
Syn. für Index.
- Aggregation von Sub~en:
Zusammenfassung von Indexzahlen gleichen Typs und gleicher Art für
Teilmengen (sogenannten Subindexzahlen) zu einem Index
für die aus diesen Teilmengen bestehende Gesamtmenge.
- Arten von ~en:
Preis-, Mengen-,
Wertindex.
- sachliche Verkettung von ~en:
Verknüpfung von Preis-,
Mengen- und Wertindexzahlen.
- Typen von ~en:
Fisher-, Laspeyres-, Paasche-Index.
- Umbasierung von ~en:
Veränderung der Basiszeit und daraus
resultierende Neuberechnung einer gegebenen Folge von Indexzahlen.
- zeitliche Verkettung von ~en:
Verknüpfung zweier Folgen von Indexzahlen desselben Typs und derselben
Art mit unterschiedlicher Basiszeit zu einer
durchgehenden Folge von Indexzahlen mit einheitlicher Basiszeit.
INTERVALLSKALA
Bestimmt dadurch, dass Rangfolge und Abstand zwischen den Merkmalswerten
definiert sind; diese Skala ist gegenüber ordnungserhaltenden linearen
Transformationen invariant. Siehe metrisches Merkmal.

K
KARDINALSKALA
Syn. für metrische Skala. Siehe metrisches Merkmal.
KENNGRÖSSE
- statistische ~:
Zahlenwert, der einer Menge von Einheiten bzgl. eines Merkmals zugeordnet wird.
KLASSENBREITE
Differenz zwischen der Klassenobergrenze und
der Klassenuntergrenze einer
Klasse.
KLASSENEINTEILUNG
Einteilung des Wertebereichs eines metrischen
Merkmals in disjunkte Intervalle; wird zur Vereinfachung der Datenerhebung
bzw. der Datenanalyse häufig bei kontinuierlichen
Merkmalen - mitunter auch bei diskreten Merkmalen -
verwendet; die einzelnen Intervalle werden auch als Merkmalsklassen bezeichnet.
Bei einer Erhebung wird in diesem Fall auch von stetig klassierten Messwerten
gesprochen.
KLASSENGRENZEN
Bei einer Klasseneinteilung werden die
Grenzen jedes Intervalls als Klassenobergrenze bzw. Klassenuntergrenze des
betreffenden Intervalls bezeichnet.
KLASSENMITTE
Mitte eines Intervalls bei der Klasseneinteilung, bestimmt sich als
arithmetisches Mittel aus Klassenobergrenze und Klassenuntergrenze der betreffenden Klasse. Syn.:
Klassenmittelpunkt.
KLASSENMITTELPUNKT
Syn. für Klassenmitte.
KLASSENMITTELWERT
Arithmetisches Mittel der Messwerte der in dieselbe Klasse fallenden Einheiten. Ist
der Klassenmittelwert nicht bekannt oder nicht bestimmbar, wird er durch die
Klassenmitte ersetzt.
KOMPONENTEN EINER ZEITREIHE
Siehe Zerlegung einer Zeitreihe.
KONTINGENZKOEFFIZIENT VON PEARSON
Auf das Intervall von 0 bis 1 normiertes Maß für die
Abhängigkeit zweier beliebig
skalierter Merkmale.
KONTINGENZTAFEL
Syn. für zweidimensionale
Häufigkeitstabelle.
KONZENTRATION
Bei der Konzentrationsmessung wird von einem extensiven,
metrischen Merkmal ausgegangen, das keine negativen Werte annimmt, und
zwischen absoluter und relativer Konzentration unterschieden. Häufig wird
unter Konzentrationsmessung nur die Messung absoluter Konzentration verstanden
und die Messung relativer Konzentration dem Begriff der Disparitätsmessung
zugeordnet.
- absolute ~:
Absolute Konzentration liegt vor, falls eine kleine Anzahl von
Merkmalsträgern einen großen Anteil
der Merkmalssumme auf sich vereinigt. Mitunter
wird statt von absoluter Konzentration kurz von Konzentration gesprochen. Siehe
Konzentrationsmaße,
Konzentationskurve,
Konzentrationsrate.
- relative ~:
Relative Konzentration liegt vor, falls ein kleiner Anteil von
Merkmalsträgern einen großen Anteil
der Merkmalssumme auf sich vereinigt. Syn.:
Disparität. Siehe Disparitätsmaße,
Lorenzkurve, Lorenzrate.
KONZENTRATIONSINDEX VON ROSENBLUTH
Syn. für Konzentrationskoeffizient von
Rosenbluth.
KONZENTRATIONSKOEFFIZIENT VON
ROSENBLUTH
Spezielles Maß für die absolute
Konzentration. Entspricht dem Kehrwert der mit zwei multiplizierten
Fläche zwischen der Konzentrationskurve
und der konstanten Funktion 1. Syn.: Konzentrationsindex von Rosenbluth,
Rosenbluth-Index.
KONZENTRATIONSKURVE
Streckenzug, der sich aus der Darstellung und der linearen Verbindung
aufeinanderfolgender Konzentrationsraten in
einem kartesischen Koordinatensystem ergibt.
KONZENTRATIONSMAßE
Größen zur Messung der absoluten
Konzentration. Siehe Konzentrationskoeffizient von
Rosenbluth, Herfindahl-Index.
KONZENTRATIONSRATEN
Die Konzentrationsrate der Ordnung i gibt den Anteil an, den die i
größten Merkmalsträger an der
gesamten Merkmalssumme haben.
KORRELATIONSKOEFFIZIENT VON
BRAVAIS-PEARSON
Auf das Intervall von -1 bis +1 beschränktes Maß für den
linearen Zusammenhang zweier metrischer Merkmale.
KOVARIANZ
Maß für die gemeinsame Variation bzw. den Zusammenhang zweier
metrischer Merkmale. Syn. mitunter empirische Kovarianz.

L
LAGEMAßE
Syn. für Lokalisationsmaße.
LÄNGSSCHNITTBETRACHTUNG
Betrachtung der zeitlichen Entwicklung eines Merkmals. Siehe Querschnittbetrachtung.
LASPEYRES-INDEX
Syn. für Index vom Typ Laspeyres.
LINEARE EINFACHREGRESSION
Siehe Regression.
LOKALISATIONSMAßE
Maße, die den Mittelpunkt bzw. den Schwerpunkt einer
eindimensionalen
Häufigkeitsverteilung wiedergeben sollen. Syn.: Lagemaße. Siehe
Modus, Median, arithmetischer Mittelwert. Mitunter werden auch
geometrischer und harmonischer Mittelwert zu den
Lokalisationsmaßen gezählt.
LORENZKURVE
Streckenzug, der sich aus der Darstellung und der linearen Verbindung
aufeinanderfolgender Lorenzraten in einem
kartesischen Koordinatensystem ergibt, auf dessen Abszisse der Anteil der
Merkmalsträger abgetragen wird.
LORENZRATEN
Die Lorenzrate der Ordnung i gibt den Anteil an, den die i kleinsten bzw.
(i/n)·100 Prozent kleinsten Merkmalsträger an der gesamten
Merkmalssumme haben (n=Anzahl der erfassten
Merkmalsträger).

M
MEDIAN
Quantil für p=0,5; Lokalisationsmaß für mindestens
ordinal skalierte Merkmale. Syn.: Zentralwert, 0,5-Quantil.
MENGENINDEX
Mittelwert von Mengenmesszahlen. Siehe Index.
MENGENMESSZAHL
Messzahl zur Darstellung der zeitlichen
Mengenentwicklung eines Gutes bzw. zum räumlichen Mengenvergleich.
MERKMAL
Bei einer Erhebung interessierende Eigenschaft der
Untersuchungseinheiten.
- dichotomes ~:
Merkmal, dessen Wertebereich nur zwei Merkmalsausprägungen umfasst.
- diskretes ~:
Merkmal, dessen Wertebereich endlich oder abzählbar unendlich viele
Merkmalswerte aufweist.
- extensives ~:
Metrisches Merkmal, bei dem die Summe der bei den einzelnen
Merkmalsträgern auftretenden
Messwerte sinnvoll interpretiert werden kann.
- häufbares ~:
Merkmal, das bei ein und demselben Merkmalsträger mit verschiedenen
Ausprägungen auftreten kann.
- Klasseneinteilung eines ~:
Siehe Klasseneinteilung.
- klassifikatorisches ~:
Syn. für nominales Merkmal.
- komparatives ~:
Syn. für ordinales Merkmal.
- kontinuierliches ~:
Merkmal, dessen Wertebereich überabzählbar viele
Merkmalswerte umfasst. Häufig verwendetes
Syn.: stetiges Merkmal.
- metrisches ~:
Merkmal, für dessen mögliche Ausprägungen sich mindestens
Rangfolgen und Abstände (Differenzen) bilden lassen. Syn.: quantitatives
Merkmal. Die Messung derartiger Merkmale erfolgt auf einer metrischen Skala. Ist diese invariant gegenüber
ordnungserhaltenden linearen Transformationen, so wird von einer Intervallskala
gesprochen. Ist zusätzlich noch ein natürlicher Nullpunkt gegeben und
somit das Verhältnis zweier Merkmalswerte
sinnvoll definiert, so liegt eine Verhältnisskala vor, auf der
ordnungserhaltende ähnliche Transformationen erlaubt sind. Weist das
Merkmal zusätzlich eine natürliche Einheit auf, so resultiert eine
Absolutskala, die keine bzw. nur identische Transformationen der Merkmalswerte
erlaubt. Syn.: metrisch skaliertes Merkmal.
- nominales ~:
Merkmal, dessen mögliche Ausprägungen nur artmäßig
unterschieden werden (zugehörige Skala Nominalskala).
Syn.: klassifikatorisches Merkmal, nominal skaliertes Merkmal, mitunter auch
qualitatives Merkmal.
- ordinales ~:
Merkmal, dessen mögliche Ausprägungen
intensitätsmäßig abgestuft sind und die sich zusätzlich
nach einem Ordnungsprinzip in eine Rangfolge bringen lassen. Die Messung
derartiger Merkmale erfolgt auf einer Ordinalskala, auf der ordnungserhaltende
Transformationen erlaubt sind. Syn.: ordinal skaliertes Merkmal.
- qualitatives ~:
Meist Syn. für nominales Merkmal. Häufig werden alle
nichtmetrischen Merkmale als qualitative Merkmale bezeichnet und somit auch
ordinale Merkmale zu den qualitativen Merkmalen gerechnet.
- quantitatives ~:
Syn. für metrisches Merkmal.
- statistisches ~:
Bei einer Erhebung interessierende Eigenschaft.
- stetiges ~:
Meist Syn. für kontinuierliches Merkmal.
- unabhängige ~e:
Zwei Merkmale heißen (deskriptiv) unabhängig, falls sich deren
zweidimensionale
Häufigkeitsverteilung als Produkt der Randverteilungen dieser Merkmale darstellen
lässt.
MERKMALSABSTUFUNGEN
Syn. für Merkmalsausprägungen.
MERKMALSAUSPRÄGUNGEN
Verschiedene Erscheinungsformen (Ausprägungen), mit denen ein
Merkmal auftreten kann. Sind den
Merkmalsausprägungen Zahlen zugeordnet, so werden diese als
Merkmalswerte bezeichnet. Mitunter wird der
Begriff Merkmalsausprägungen auf nichtmetrische Merkmale beschränkt
und bei metrischen Merkmalen nur von Merkmalswerten
gesprochen, da in diesem Fall die Merkmalsausprägungen bereits Zahlen
sind. Syn.: Merkmalsabstufung.
MERKMALSKLASSEN
Siehe Klasseneinteilung.
MERKMALSSUMME
Summe der bei den einzelnen Merkmalsträgern auftretenden
Messwerte, setzt metrisches
Merkmal voraus.
MERKMALSTRÄGER
Die Erhebungseinheiten, die Träger des
jeweils betrachteten Merkmals sind.
MERKMALSWERTE
Zahlen, die den Ausprägungen eines Merkmals
zugeordnet werden.
MESSWERTE
Die einzelnen bei einer Erhebung anfallenden
Daten. Siehe statistisches
Urmaterial. Um die Anzahl der Einheiten, die dieselbe
Merkmalsausprägung aufweisen bzw.
deren Merkmalswert in dieselbe Klasse fällt,
zu erfassen, werden die Messwerte
diskret oder stetig klassiert, siehe
Häufigkeitsfunktion.
MESSZAHL
Quotient aus zwei sachlich übereinstimmenden Kenngrößen, die sich auf zeitlich oder
räumlich voneinander verschiedene Mengen von Einheiten beziehen.
- Bezugswert einer ~:
Kenngröße, die bei der Berechnung
einer Messzahl als Vergleichsgröße aller Kenngrößen dient
und demnach im Nenner des Quotienten steht.
- mit konstanter Bezugszeit:
Messzahl, bei der die Bezugszeit unabhängig
von der Berichtszeit konstant ist.
- mit variabler Bezugszeit:
Messzahl, bei der die Berichtszeit mit der
Bezugszeit variiert.
- Mittelwerte von ~en des zeitlichen Vergleichs:
Zur Bestimmung des durchschnittlichen Zuwachsfaktors bzw. der durchschnittlichen
Zuwachsrate einer Folge von Messzahlen des
zeitlichen Vergleichs wird das geometrische Mittel
verwendet.
- sachliche Verkettung von ~en:
Verknüpfung von Preis-,
Mengen- und Wertmesszahlen.
- Umbasierung von ~en:
Ändern der Basiszeit und daraus resultierende
Neuberechnung einer gegebenen Folge von Messzahlen.
- zeitliche Verkettung von ~en:
Verknüpfung zweier Folgen von Messzahlen desselben Typs und derselben
Art mit unterschiedlicher Basiszeit zu einer
durchgehenden Folge von Messzahlen mit derselben Basiszeit.
METHODE DER KLEINSTEN QUADRATE
Methode zur Bestimmung der unbekannten Parameter einer Regressions- bzw. Trendfunktion, bei der die Summe der Quadrate der
Abweichungen zwischen den aus der jeweiligen Gleichung resultierenden und den
empirischen Werten minimiert wird.
MITTELWERT
- a-getrimmter ~:
Spezielles arithmetisches Mittel bei metrischen Merkmalen, bei dessen
Berechnung die a mal 100 % kleinsten sowie die
a mal 100 % größten Merkmalswerte
unberücksichtigt bleiben.
- arithmetischer ~:
Lokalisationsmaß für metrische
Merkmale. Durch die Anzahl der erfassten Einheiten dividierte Summe der
Messwerte dieser Einheiten. Syn.: arithmetisches
Mittel.
- bedingter arithmetischer ~:
Arithmetischer Mittelwert einer bedingten Häufigkeitsverteilung.
- geometrischer ~:
n-te Wurzel aus dem Produkt der Messwerte der n
Einheiten einer Erhebung; setzt ein metrisches Merkmal und positive Messwerte voraus. Syn.:
geometrisches Mittel.
- gleitender ~:
Ersatz der Werte einer Zeitreihe durch Mittelwerte
aus dem jeweiligen ursprünglichen Wert sowie zeitlich vorangehenden und
nachfolgenden Werten.
- harmonischer ~:
Reziproker Wert des arithmetischen Mittels der Kehrwerte der
Messwerte einer Erhebung;
setzt ein metrisches Merkmal und Messwerte voraus, die
entweder alle positiv oder alle negativ sind. Syn.: harmonisches Mittel.
MITTLERE ABSOLUTE ABWEICHUNG
Syn. für durchschnittliche absolute
Abweichung.
MODUS
Lokalisationsmaß für beliebig skalierte Merkmale. Merkmalsausprägung, für die die
Häufigkeitsfunktion bzw. bei
klassierten Merkmalen das
Häufigkeitspolygon ein (globales)
Maximum besitzt.
MULTIPLIKATIVES MODELL
Siehe multiplikative Zerlegung einer Zeitreihe.

N
NOMINALSKALA
Siehe nominales Merkmal.

O
ORDINALSKALA
Siehe ordinales Merkmal.

P
PAASCHE-INDEX
Syn. für Index vom Typ Paasche.
PANEL-BEFRAGUNG
Wiederholte Durchführung einer inhaltlich (weitgehend)
unveränderten Befragung bei denselben Erhebungseinheiten zu
unterschiedlichen Zeiten.
PERZENTILE
Quantile für p=0,01; 0,02; ... ; 0,99.
p-QUANTIL
Siehe Quantil.
PREISINDEX
Mittelwert von Preismesszahlen. Siehe Index.
PREISMESSZAHL
Messzahl zur Darstellung der zeitlichen
Preisentwicklung eines Gutes bzw. zum räumlichen Preisvergleich.
PRIMÄRSTATISTIK
Statistik, deren Datenmaterial eigens für den jeweiligen
Verwendungszweck erhoben wurde. Gegensatz: Sekundärstatistik.

Q
QUANTIL
Kleinster Merkmalswert, der von p mal 100
Prozent der Merkmalsträger einer
Erhebung erreicht oder unterschritten wird (0£ p£ 1); Berechnung
setzt ein mindestens ordinal skaliertes Merkmal voraus.
Syn.: p-Quantil. Spezielle Quantile sind: Dezile,
Median, Perzentile,
Quartile, Quintile.
QUARTILE
Quantile für p=0,25; 0,50; 0,75.
QUARTILABSTAND
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Differenz zwischen dem dritten und dem ersten Quartil.
- relativer ~:
Spezielles relatives Streuungsmaß. Durch
das arithmetische Mittel aus dem ersten und dem
dritten Quartil dividierter Quartilabstand. Syn.:
Quartilkoeffizient.
QUARTILKOEFFIZIENT
Syn. für relativer Quartilabstand.
QUERSCHNITTBETRACHTUNG
Betrachtung eines Merkmals zu einem Zeitpunkt bzw. in
einem Zeitraum bei verschiedenen Merkmalsträgern. Im Gegensatz zur
Längsschnittbetrachtung steht der
Vergleich zwischen den Merkmalsträgern im Vordergrund.
QUINTILE
Quantile für p=0,20; 0,40; 0,60; 0,80.
QUOTE
Meist mit 100 multiplizierte und somit in Prozent angegebene
Gliederungszahl.
QUOTIENTENSKALA
Syn. für Verhältnisskala.

R
RANDVERTEILUNG
In einer Kontingenztafel (eindimensionale)
Verteilung eines der beiden Merkmale ohne jeglichen Bezug auf das andere Merkmal.
RANG EINES MESSWERTES
r heißt die Rangzahl oder der Rang eines Messwertes, falls dieser in der Reihenfolge der
aufsteigend geordneten Werte an r-ter Stelle steht und von allen anderen
Messwerten verschieden ist. Falls Bindungen auftreten, d. h. mehrere Einheiten
denselben Merkmalswert aufweisen, wird allen
diesen Messwerten derselbe durchschnittliche Rang zugeordnet.
RANGKORRELATIONSKOEFFIZIENT VON
SPEARMAN
Auf das Intervall von -1 bis +1 beschränktes Maß für den
linearen Zusammenhang im Sinne einer Rangordnung zweier mindestens
ordinal skalierter Merkmale.
RANGZAHL
Syn. für Rang eines Messwertes.
RATE
Relative oder prozentuale Veränderung einer Größe; in der
Bevölkerungsstatistik häufig im Sinne von Ziffer verwendet.
REFERENZZEIT
Syn. für Berichtszeit.
REGRESSION
Unterstellung eines funktionalen Zusammenhangs zwischen einer
abhängigen Variablen und einer oder mehrerer unabhängigen Variablen.
- lineare Einfach~:
Lineare Beziehung zwischen einer unabhängigen und einer abhängigen
metrischen Variablen. Syn.: (deskriptive) Regression 2.
Art.
- (deskriptive) ~ 1. Art ~:
Bei einer zweidimensionalen
HäufigkeitsverteilungZuordnung der bedingten
arithmetischen Mittelwerte eines metrischen Merkmals
zu den Werten des anderen (beliebig skalierten) Merkmals. Mitunter auch lineare
Verbindung der in einem kartesischen Koordinatensystem dargestellten
bedingten arithmetischen Mittelwerte eines
metrischen Merkmals in Abhängigkeit von den Werten
des anderen Merkmals. Siehe auch lineare Einfachregression (Regression 2. Art).
Regression 1. und Regression 2. Art werden mitunter auch beide als deskriptive
Regression bezeichnet.
- (deskriptive) ~ 2. Art.: Syn. für lineare Einfachregression.
REGRESSIONSGERADE
Aufgrund der Annahme einer linearen Beziehung zwischen zwei (oder mehr)
metrischen Merkmalen bestimmte Funktion. Das durch die
Regressionsgerade zu erklärende Merkmal wird abhängige Variable, die
erklärenden Merkmale werden unabhängige Variable genannt.
REGRESSIONSKOEFFIZIENTEN
In eine Regressionsbeziehung eingehende Parameter außer der
Regressionskonstanten.
REGRESSIONSKONSTANTE
Größe, deren Wert die abhängige Variable einer
Regressionsbeziehung nach annimmt, falls alle
unabhängigen Variablen Null sind; bei einer linearen
Einfachregression gibt dieser Wert den Schnittpunkt der
Regressionsgeraden mit der Ordinate an.
REGRESSIONSPARAMETER
Parameter einer Regressionsgleichung. Durch
die Werte der Parameter wird die Regressionsgleichung vollständig
bestimmt.
RESIDUEN
Bei einer Regression Differenz zwischen
empirischen und den aufgrund der Regressionsbeziehung ermittelten Werten der
abhängigen Variablen.
RESTKOMPONENTE
Teil einer Zeitreihe, der den nicht als
glatte Komponente, zyklische Komponente oder
Saisonkomponente identifizierten Teil dieser Zeitreihe enthält.
ROHDATEN
Syn. für statistisches Urmaterial.
ROSENBLUTH-INDEX
Syn für Konzentrationskoeffizient von
Rosenbluth.

S
SAISONBEREINIGUNG
Siehe saisonbereinigte Zeitreihe.
SAISONFIGUR
Saisonkomponente innerhalb eines Jahres.
SAISONKOMPONENTE
Siehe Saisonkomponente einer Zeitreihe.
SAISONNORMALE
Syn. für Saisonfigur.
SCHWERPUNKT EINER ZWEIDIMENSIONALEN VERTEILUNG
Bei einer Häufigkeitsverteilung
zweier metrischer Merkmale das Wertepaar, das aus den
arithmetischen Mitteln der beiden Merkmale besteht.
SEKUNDÄRSTATISTIK
Statistik, deren Datenmaterial ursprünglich für einen anderen
Zweck erhoben wurde, als den, für den es eingesetzt wird. Gegensatz:
Primärstatistik.
SEMIQUARTILABSTAND
Spezielles absolutes Streuungsmaß. Halbe
Differenz zwischen dem dritten und dem ersten Quartil.
SKALA
Vorschrift zur Messung der Ausprägungen eines Merkmals. Siehe Absolutskala,
Intervallskala, Kardinalskala, Nominalskala, Ordinalskala, Verhältnisskala.
- metrische ~:
Bestimmt dadurch, dass mindestens Rangfolge und Abstand zwischen
Merkmalswerten definiert sind. Syn.:
Kardinalskala. Siehe Absolutskala,
Intervallskala, Verhältnisskala, metrisches Merkmal.
SPANNWEITE
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten bei einer
Erhebung auftretenden Messwert.
STANDARDABWEICHUNG
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Positive Quadratwurzel aus der Varianz.
STATISTISCHES URMATERIAL
Bei einer Erhebung anfallende Menge von
Daten; die einzelnen Daten werden auch als
Messwerte bezeichnet. Syn.: Rohdaten, Urliste.
STETIGE KLASSIERUNG
Siehe Klasseneinteilung.
STICHPROBE
Erhebung, bei der die zu erhebenden
Merkmale nur von einem Teil der interessierenden
Einheiten erfragt werden. Syn.: Teilerhebung. Gegensatz:
Vollerhebung.
STREUUNGSDIAGRAMM
Graphische Darstellung der bei der gleichzeitigen Erhebung zweier Merkmale bei
denselben Einheiten anfallenden Wertepaare in einem kartesischen
Koordinatensystem.
STREUUNGSMAßE
Maße für die Streuung (Abweichung) der Messwerte voneinander bzw. von einem
Lokalisationsmaß oder einem anderen
vorgegebenen Wert; wegen der Verwendung der Differenzen von Messwerten auf
metrische Merkmale beschränkt. Streuungsmaße
geben an, wie stark innerhalb einer Häufigkeitsverteilung die Messwerte
voneinander bzw. von einem Lokalisationsmaß oder einem anderen
vorgegebenen Wert abweichen. Syn.: Dispersionsmaße. Siehe
Spannweite, Quartilabstand, Semiquartilabstand, relativer Quartilabstand, Gini's
mittlere Differenz, durchschnittliche
absolute Abweichung vom Median, Varianz,
Standardabweichung,
Variationskoeffizient.
- absolute ~:
Spannweite, Quartilabstand, Semiquartilabstand, Gini's
mittlere Differenz, durchschnittliche
absolute Abweichung vom Median, Varianz,
Standardabweichung.
- relative ~:
Streuungsmaße, bei denen zur besseren Vergleichbarkeit absolute
Streuungsmaße durch den korrespondierenden Mittelwert dividiert werden. Siehe
relativer Quartilabstand,
Variationskoeffizient.
STREUUNGSVERSCHIEBUNGSSATZ
Entsprechende Interpretation wie beim Varianzverschiebungssatz, falls in diesem
die Varianz jeweils durch die Streuung (=mit Anzahl der
Einheiten multiplizierte Varianz) ersetzt wird.
STREUUNGSZERLEGUNGSSATZ
Entsprechende Interpretation wie beim Varianzzerlegungssatz, falls in diesem die
Varianz jeweils durch die Streuung (=mit Anzahl der
Einheiten multiplizierte Varianz) ersetzt wird.
SUBINDEX
Index für eine Teilmenge des insgesamt
interessierenden Güterbündels.

T
TEILERHEBUNG
Syn. für Stichprobe.
TEILGESAMTHEIT
Teilmenge einer Gesamtheit.
TOTALERHEBUNG
Syn. für Vollerhebung.
TREND
Siehe Trend einer Zeitreihe.
TRENDBEREINIGUNG
Siehe trendbereinigte Zeitreihe.
TRENDFUNKTION
Funktionale Beziehung zwischen der Zeit und dem Trend
einer Zeitreihe. Häufig wird ein linearer oder ein exponentieller
Trend unterstellt.

U
UMBASIERUNG
Änderung der Basiszeit einer
Messzahl bzw. einer Indexzahl.
Siehe Umbasierung von Messzahlen bzw. von
Indexzahlen.
UMFANG EINER GESAMTHEIT
Anzahl der Einheiten einer (Teil-)Gesamtheit.
UNABHÄNGIGKEIT
Siehe unabhängige Merkmale.
UNTERSUCHUNGSEINHEIT
Träger interessierender Merkmale.
UNTERSUCHUNGSGESAMTHEIT
Menge der Untersuchungseinheiten.
URLISTE
Syn. für statistisches Urmaterial.

V
VARIANZ
Spezielles absolutes Streuungsmaß.
Arithmetisches Mittel der Quadrate der Abweichungen der auftretenden
Messwerte von ihrem arithmetischen Mittel. Syn.:
durchschnittliche quadratische Abweichung vom arithmetischen Mittel.
VARIANZZERLEGUNGSSATZ
Durch eine Zerlegung der Gesamtheit von Daten in disjunkte Teilgesamtheiten
erreichte Aufspaltung der Varianz eines
Merkmals in zwei Teile (interne und externe Varianz).
Wird in seiner Anwendung auf die Berechnung der Varianz einer aus mehreren
disjunkten Teilgesamtheiten bestehenden Gesamtheit auch als Additionssatz
für Varianzen bezeichnet. Bei der linearen
Einfachregression Zerlegung der Varianz der abhängigen Variablen in
die durch die unabhängige Variable erklärte Varianz und die
nichterklärte Varianz, ähnlich bei der Regression 1. Art. Siehe auch
Streuungszerlegungssatz.
VARIANZVERSCHIEBUNGSSATZ
Formel, die angibt, wie sich die durchschnittliche quadratische Abweichung
gegebener Messwerte von einer beliebigen reellen Zahl
von der Varianz unterscheidet. Syn.: Verschiebungssatz
der Varianz. Siehe auch Streuungsverschiebungssatz.
VARIATIONSKOEFFIZIENT
Spezielles relatives Streuungsmaß
für Merkmale mit nichtnegativem Wertebereich.
Quotient aus Standardabweichung und
arithmetischem Mittel. Auch als Disparitätsmaß verwendbar.
VERHÄLTNISSKALA
Bestimmt dadurch, dass Rangfolge, Abstand und Verhältnis zweier
Merkmalswerte definiert sind; invariant
gegenüber ordnungserhaltenden ähnlichen Transformationen. Es
existiert ein natürlicher Nullpunkt. Syn.: Quotientenskala.
VERHÄLTNISZAHL
Quotient von statistischen Kenngrößen:
Beziehungszahl, Gliederungszahl, Messzahl.
VERKETTUNG
Siehe Verkettung von Messzahlen bzw. von
Indexzahlen.
VERSCHIEBUNGSSATZ DER VARIANZ
Syn für Varianzverschiebungssatz.
VERTEILUNG
Siehe empirische Verteilungsfunktion bzw.
Häufigkeitsfunktion.
VERTEILUNGSFUNKTION
Syn. für empirische Verteilungsfunktion.
VIERFELDERTAFEL
Zweidimensionale Häufigkeitstabelle
für den Fall, dass bei beiden betrachteten Merkmalen nur zwei Merkmalsausprägungen vorliegen bzw. nur
zwei Merkmalsausprägungen unterschieden werden.
VOLLERHEBUNG
Erhebung, bei der die zu erhebenden
Merkmale bei allen interessierenden Einheiten erfragt
werden. Syn.: Totalerhebung. Gegensatz: Stichprobe.

W
WACHSTUMSKOEFFIZIENT
Siehe Zuwachskoeffizient.
WACHSTUMSRATE
Meist Syn. für Zuwachsrate.
WERTINDEX
Mittelwert von Wertmesszahlen. Siehe Index.
WERTMESSZAHL
Messzahl zur Darstellung der zeitlichen
Wertentwicklung eines Gutes bzw. zum räumlichen Wertvergleich.

Z
ZEITREIHE
Menge von Beobachtungsdaten, die der Zeit nach geordnet sind.
- additive Zerlegung einer ~:
Zerlegung einer ökonomischen Zeitreihe in vier Komponenten (Trend,
zyklische Komponente, Saisonkomponente, irreguläre Komponente), bei der
die Zeitreihe sich additiv aus diesen Komponenten zusammensetzt.
- äquidistante ~:
Zeitreihe, bei der die Abstände zwischen den Beobachtungszeitpunkten
bzw. den (gleich großen) Beobachtungszeiträumen alle
übereinstimmen.
- glatte Komponente einer ~:
Durch Zusammenfassung von Trend und zyklischer Komponente einer Zeitreihe
entstehende Komponente, wird mitunter auch als Trend bezeichnet.
- irreguläre Komponente einer ~:
Restkomponente, die alle nicht im Trend, zyklischer Komponente oder
Saisonkomponente enthaltenen Schwankungen erfasst.
- Komponenten einer ökonomischen ~:
Trend, zyklische Komponente, Saisonkomponente, irreguläre Komponente
(evt. glatte Komponente).
- multiplikative Zerlegung einer ~:
Zerlegung einer ökonomischen Zeitreihe in vier Komponenten (Trend,
zyklische Komponente, Saisonkomponente, irreguläre Komponente), bei der
die Zeitreihe sich multiplikativ aus den Komponenten zusammensetzt.
- saisonbereinigte ~:
Zeitreihe, aus der die Saisonkomponente eliminiert wurde.
- Saisonkomponente einer ~:
Kurzfristige Bewegungskomponente, die die periodischen, innerhalb eines
Zeitraumes von einem Jahr auftretenden, jahreszeitlich bedingten Schwankungen
des betrachteten Merkmals im Zeitablauf wiedergibt.
- Trend einer ~:
Langfristige Entwicklungskomponente, die die Veränderungstendenz des
Merkmals im Zeitablauf wiedergibt; der Begriff Trend
wird mitunter auch als Syn. für die glatte Komponente verwendet.
- trendbereinigte ~:
Zeitreihe, aus der der Trend eliminiert wurde.
- zyklische Komponente einer ~:
Mittelfristige Komponente, die die Konjunkturschwankungen des
Merkmals im Zeitablauf wiedergibt.
ZEITREIHENDIAGRAMM
Graphische Darstellung der Werte einer Zeitreihe in
einem kartesischen Koordinatensystem, auf dessen Abszisse die Zeit und auf
dessen Ordinate das jeweils betrachtete Merkmal
abgetragen wird.
ZEITREIHENPOLYGON
Kurve, die durch die lineare Verbindung der zeitlich aufeinanderfolgenden
Punkte in einem Zeitreihendiagramm entsteht;
sinnvolle Interpretation der Kurve zwischen den Punkten ist nur bei
Bestandsgrößen möglich.
ZENTRALWERT
Syn. für Median.
ZIFFER
Quotient aus einer Bewegungsgröße
und derjenigen Bestandsgröße, die die
Bewegungsgröße hervorbringt, meist mit 1000 multipliziert.
ZUSAMMENHANGSMAßE
Größen zur Messung des Zusammenhangs zwischen Merkmalen. Siehe Kovarianz,
Kontingenzkoeffizient von Pearson,
Korrelationskoeffizient von
Bravais-Pearson, Rangkorrelationskoeffizient von
Spearman. Syn.: Assoziationsmaße.
ZUWACHSFAKTOR
Messzahl des zeitlichen Vergleichs, bei dem
üblicherweise die Zählergröße zeitlich direkt auf die
Nennergröße folgt.
ZUWACHSKOEFFIZIENT
Geometrisches Mittel aus zeitlich
aufeinanderfolgenden Zuwachsfaktoren.
ZUWACHSRATE
Um 1 verminderter Zuwachsfaktor. Syn.
Wachstumsrate. Die mit 100 Prozent multiplizierte Zuwachsrate gibt die
prozentuale Veränderung der Ausgangsgröße an.
- durchschnittliche ~: Um 1 verminderter Zuwachskoeffizient.

A
B D E F G H I K LM N O P
Q R S TU
V W Z
Version 2.3
© 1998, 1999, 2000 Eckart Bomsdorf, Köln. Alle Rechte vorbehalten.
|