Ab Oktober 2025 ist Prof. Miloš Vec von der Universität Wien als zweiter Hans Kelsen Visiting Professor zu Gast an der Universität
Miloš Vec ist seit 2012 Professor für Europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien. Er war Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin (2011–2012), Senior Hauser Fellow am Institute for International Law and Justice (IILJ) an der New York University (WS 2017–2018) und Honorary Fellow am Historischen Kolleg in München (WS 2022–2023). Außerdem war er von 2016–2020 Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaft vom Menschen (IWM) in Wien. Er erhielt 2006 seine Habilitation in Neuerer Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und Zivilrecht von der Goethe-Universität Frankfurt. Von 1999 bis 2005 leitete er die wissenschaftliche Nachwuchsgruppe der „Recht in der industriellen Revolution“ am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte. Seine Promotion erfolgte 1997 an der Universität Frankfurt mit einer Arbeit über „Zeremonialwissenschaft im Fürstenstaat“.
Die Gastprofessur "Hans Kelsen Visiting Professorship for the History and Theory of International Law“ soll ein interdisziplinäres Forum zum Austausch mit renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt bieten. Sie ist der Forschung im Bereich der Geschichte und der Theorie des Völkerrechts gewidmet. Dabei sollen auch Fragen zum Minderheitenschutz, zu kollektiven Rechten im Völkerrecht, zur Verhütung und Verfolgung von Völkerstraftaten sowie zum Kulturgüterschutz und zur Restitution behandelt werden. Sie ist beim Institute for International Peace and Security Law unter der Leitung von Prof. Claus Kreß angesiedelt und wird über eine Laufzeit von mehr als 9 Jahren von der Alfred Landecker Stiftung gefördert.
Die Gastprofessur trägt den Namen Hans Kelsens, im Andenken an den bedeutenden Rechtstheoretiker sowie Staats- und Völkerrechtler, der 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner demokratischen Überzeugungen zwangsweise aus dem Dienst der Universität zu Köln entlassen wurde.
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